weniger Zucker

Erstellt 11.12.2017, 13:52 Uhr, von Tee. Kategorie: Gesund vegan leben. 10 Antworten.

weniger Zucker
11.12.2017, 13:52 Uhr
Hi,
ich möchte gerne weniger Zucker zu mir nehmen. Süßigkeiten esse ich auch schon recht wenig. Trotzdem habe ich manchmal total Lust auf was Süßes (auch wenn das schon immer weniger wird) und in Gesellschaft mal etwas Kuchen essen, finde ich auch irgendwie angenehm.
Habt ihr Tipps, wie man so etwas möglichst zuckerfrei machen kann?
Und wie sieht es aus mit Fruchtzucker? Ist es schädlich, zu viel Obst zu essen?
LG
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
11.12.2017, 17:43 Uhr
Hehe, vorweg:
---> warte auf Nefasus Antwort :D

Zucker sich gänzlich abzugewöhnen ist meines erachtens nach ein Höllentripp.
Zucker zu reduzieren ist natürlich möglich,
die Frage ist was erhoffst du Dir von der Reduktion des Zuckers?
Erhoffst Du dir eine Gewichtsabnahme oder bessere Zähne,
oder irgendwelche anderen Ziele?

I.d.R. ist Zucker ja nichts schlimmes in einer ausgewogenen Ernährung.
Nur isoliert sich etwas rauspicken (z.B. Zucker) würde ich nie.
Zur Ernährung gehört "alles" mit dazu, Zucker hat z.B. eine andere Wirkung
wenn man ihn mit Fett isst, als auf nüchternen Magen.
Fruchtzucker ist per se auch nicht schlimm, wenn in Früchten gegessen.
Frische Früchte als solches sind idR. nie verkehrt (außer du planst evtl. 30 Bananen täglich oder
5kg Datteln zu essen), außer du verträgst nicht so viel Fruchtzucker....

Die Frage ist halt wieder, was Deine Ziele sind bzw. was du mit Zuckerreduktion bewirken willst.
Kuchen kann man natürlich gut mit Datteln, und alternativen Süßungsmitteln wie Xylit/Erythrit süßen.

2x bearbeitet

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13.12.2017, 10:33 Uhr
Höllentrip find ich es jetzt etwas übertrieben ;) Die ersten paar Tage sind nicht so nett, aber danach merkt man garnichts mehr.

Die Herausforderung ist, dass in nahezu allen fertigen Lebensmitteln und sei es nur Brot, Konserven, Senf oder Mayo fast immer Zucker zugesetzt ist. In den Bioregalen ist man häufig erfolgreicher, ansonsten muss man unglaublich viel selber machen.

Ich habe mal 30 Tage auf Haushaltszucker verzichtet, es war toll. Nun schwanke ich teilweise zwischen Nullpunkt und Völlerei. Bei mir ist es leider so, dass ich kein Maß kenne. Einmal angefangen, bin ich direkt im Strudel wieder drin, wie eine Sucht. Mir fällt es daher leichter komplett zu verzichten, als zu reduzieren.


Letztens gab es auf der Arbeit Kuchen und es war so ein mega tolles Gefühl, dass mich dieser so gar nicht interessiert hat. Früher konnte ich nicht mehr klar denken, sobald ich das mitbekommen hatte.

Der Weg ist allerdings lang und steinig, wie eben bei jeder Gewohnheitsänderung :)

Zuckeralternativen gibt es mittlerweile zu Hauf in den Läden. Da sollte man sich geschmacklich durchtesten.
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13.12.2017, 11:40 Uhr
Danke für die Antworten.
Man hört/liest ja immer viel über die Schädlichkeit von zu viel Zucker. Dass die Leber mit dem Abbau sehr zu schaffen hätte, dass man weniger in ein Tief fällt, wenn der Körper sich den Zucker selbst aus Kohlenhydraten abbaut oder was auch immer.
Aber ich merke es auch selbst deutlich. Generell fühle ich mich gesünder, seit ich mich vegan ernähre und bin auch deutlich seltener erkältet. Aber wenn ich dann mal ein Kratzen im Hals verspüre, dann folgt das oft auf Tage, an denen ich viel Süßigkeiten gegessen habe. Ich habe dann abends auch oft das Gefühl, viel mehr trinken zu müssen, wenn ich zuckerreich gegessen habe.
Mit Gewicht hat es bei mir nichts zu tun, da bin ich im Wohlfühlbereich. Den Zähnen tue ich damit natürlich auch gerne einen Gefallen. Und natürlich hört man auch immer mehr von Diabetes-Kranken, weil unsere Ernährung einfach generell zu zuckerhaltig ist. In die Statistik möchte ich ungern geraten.
Was meint ihr? Alles übertrieben oder doch sinnvoll?
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13.12.2017, 13:39 Uhr
Die WHO empfiehlt nicht mehr als 6 Teelöffel isolierten Zucker täglich, das entspricht 25g.

Diese kann man heutzutage leider schon mit Fertiggerichten, die gar nicht süß schmecken, sehr flott erreichen.

Ein gesundes Maß zu finden, halte ich für erstrebenswert.
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14.12.2017, 17:12 Uhr
Hi,
Zucker ist ja pauschal erstmal ziemlich "überall" drinnen,
deshalb die Frage.
Zuckerfrei wäre nämlich gänzlich ohne Früchte usw. :)
Wenn die Einschränkung nur Haushaltszucker betrifft ists natürlich einfacher ^^

Fertigprodukte haben idR. immer einen gewissen Zuckeranteil,
da hilft einfach selbst kochen. Beim trinken einfach auf Wasser zurückgreifen.

Höllentripp ist bezogen auf nahezu jeglichen Zucker zu verzichten (also auch Früchte,
Säfte, Honig, Süßungsmittel...) -> hab ich mal probiert, das ging bei mir aber deutlich auf die Psyche ^^

Wenn du selbst + ausgewogen&frisch kochst, und Früchte nur als frisches ganzes isst (und auch nicht als Saft), dann sollte Zucker nichts machen.


Ich esse derzeitig gerne frische Medjool-Datteln als Dessert, und 1x pro woche gönne ich mir auch z.B. einen Lovechock Riegel. Nach dem essen habe ich meistens auch Lust auf was Süßes,
dann trinke ich einen Schluck Saft. Ganz selten auch mal ein Schluck kalte Pflanzmilch (Reis/Kokos/Mandel) mit 1-2 El Ahornsirup.
Aber das sind an sich Mengen von (Industrie) Zucker, die kaum ins Gewicht fallen (sofern man sonst nichts nebenher nascht).
Zuckerbomben sind halt Sojaghurts, Puddings, Fertigmüslis... da hilft halt selbstmachen ^^

Zum Diabetes: frische Früchte alleine haben praktisch keine negative Auswirkungen auf Diabetes.
Lediglich wenn man Diabetikern Fructose Isoliert verabreicht ergeben sich sehr negative Auswirkungen.
Bei den meisten Berichten wird der Glykämische Index + Last herangezogen, um seine Schädlichkeit für Diabetiker zu bestimmen.
Der Foodinsulinindex ist dabei meistens Aussagekräftiger, wird aber kaum verwendet.
ich muss gestehen, dass ich derzeitig keine Zeit habe um meine Aussagen ausführlicher zu begründen bzw. mit Quellen zu versehen....

Teilquelle: https://nutritionfacts.org/video/if-fructose-is-bad-what-about-fruit/
weitere Quelle: http://www.bmj.com/content/347/bmj.f5001

Sofern Du Dich interessierst kann ich Dir das Buch "Dr.Jacobs Weg des genussvollen Verzichts" empfehlen, die Vibel so zu sagen ^^
Dort wird Diabetes und die Wirkung verschiedener Nahrungsmittel ausführlichst beschrieben.
Ansonsten soll auch How not to Die von Greger lesenswert sein (habe ich aber noch nicht gelesen)
Auch sehr empfehlenswert, wenn Du Dich explizit was Diabetes anbelangt informieren möchtest ist das Buch: "Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes"

Herzliche Grüße,
chickpea
7x bearbeitet

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15.12.2017, 08:21 Uhr
Hallo,
ich seh das so wie Chickpea. Die Fertigprodukte sind das Problem.
Wenn man die vermeidet, dann spart man auch viel Zucker.


Und bei mir zu Hause gibt es zum Beispiel überhaupt keinen Haushaltszucker.
Kaffee wird schwarz getrunken, Tee nur ungesüßt und in mein Müsli kommt sowieso kein Zucker.
Plätzchen werden mit Banane gemacht, usw....

Gruß
Moni
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15.12.2017, 11:55 Uhr
@chickpea: Ich habe nicht bedacht, dass der Begriff "Zucker" natürlich vielseitig belegt ist. Für mich ist das immer der isolierte Haushaltszucker. Und ich bin der Meinung, dass man diesen möglichst reduzieren sollte, da er kaum/keine Nährstoffe enthält.

Danke auch für die Buchempfehlungen, die ich gerne einmal lesen werde.

@Tee: Es gibt einige Blogs, die sich mit diesem Thema beschäftigen und dort werden auch Rezepte gepostet. Teilweise machen einige auch "Challenges", an denen man sich beteiligen kann.


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18.12.2017, 17:49 Uhr
Super, vielen Dank!
Da ich zu 99% selbst koche, Wasser oder ungesüßten Tee trinke, mache ich wohl schon einiges richtig :) Wollte nur sichergehen, weil man doch ab und zu zu Ohren/Augen kriegt, dass zu viel Obst eben auch schädlich sein kann.
Dann muss ich jetzt nur noch sehen, dass ich (grade in der Weihnachtszeit) nicht wieder so sehr mit Süßigkeiten übertreibe. Vielleicht probiere ich zu Weihnachten ja auch mal einen Kuchen ohne Industriezucker zu backen.
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22.12.2017, 17:54 Uhr
Hallo Tee


ich habe Zucker reduziert. Ist schon länger her.
Vor allem habe ich sämtliche süßen Getränke verbannt. Also Limo, Cola usw. Die enthalten sehr viel Zucker. Mittlerweile schmecken die mir auch viel zu süß.
Und ich habe gemerkt, dass das mir gut tut.


Süßes esse ich schon noch, aber in Maßen.
Und Obst natürlich! Kann mir nicht vorstellen, dass so etwas ungesund sein sollte, auch wenn häufiger sowas gesagt wird. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass ein paar Portionen Obst am Tag was Gutes ist.


Lg, Banane


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