Weihnachtsessen

Erstellt 27.12.2018, 13:50 Uhr, von Elsu. Kategorie: Vegan kochen & backen. 35 Antworten.

Weihnachtsessen
27.12.2018, 13:50 Uhr
Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie bei Euch so das Weihnachtsessen aussah.

Gerade, wenn die ganze Familie zusammen isst, und die Mehrheit nicht vegan lebt, gibts ja diverse Anforderungen an alle, die für die Essenszubereitung zuständig sind.

Auch für Veganer, die nicht selber kochen, sondern bekocht werden, ist es nicht immer ganz einfach. Sie kommen an den gedeckten Tisch und wissen eventuell nicht, was im Essen alles drin ist.

Wie verhaltet Ihr Euch denn in dieser klassischen Situation?




Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
27.12.2018, 14:04 Uhr
Wir haben nur daheim gegessen und da konnte ich dann schalten und walten wie ich wollte:

Heilig Abend: "klassisch": Kartoffel-Gurken-Salat mit Wiener Schnitzel (für den omnivoren Mann eben aus Fleisch, für uns aus Soja)
1. Feiertag: "klassisch": Roulade (siehe oben, für uns aus Seitan), Rotkohl, Fränkische Kartoffelknödel
2. Feiertag: Steak (siehe oben, für uns aus Lupine), Rotwein-Pfeffer-Sauce, Pommes und Feldsalat


लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu - Mögen alle Wesen auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren. (Sanskrit)

Dana

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27.12.2018, 18:25 Uhr
Seit ich mich vegan ernähre, gibt es bei uns immer ein großes gemischtes Buffet (mit und ohne Fleich). Das hat viele Vorteile: 1. Jeder kann sich nehmen, was er am liebsten mag bzw. was seiner Ernährungsform entspricht. 2. Man kann alles gut vorbereiten und steht, wenn die Gäste kommen, nicht bruzelnd in der Küche. und 3. Man kann über einen langen Zeitraum essen. :D
28.12.2018, 18:22 Uhr
Also, wir hatten dieses Jahr an Weihnachten asiatisches Menü. Für mich gab es genug vegane Auswahl. Z.B. Selbstgemachte Frühlingsrollen, Reis, Gemüse und eine leckere vegane Asiasuppe. Als Nachtisch gab es veganen Feigenjoghurt mit Nüssen. Für die anderen gab es dann noch zusätzlich Ente. Bei uns ist das Essen an Weihnachten seit ich vegan bin immer gemischt. Jeder hilft beim Zubereiten mit. So konnte ich schon manchmal bei meiner Familie mit veganen Rezepten punkten. :-)
28.12.2018, 20:44 Uhr
Für mich wäre es unvorstellbar, mich zu einem Festessen an einen Tisch zu setzen mit Leuten, die Leichenteile essen.
Unsere Gäste müssen damit leben oder sie können es auch bleiben lassen (uns nicht besuchen). In unserer Wohnung dulde ich keine Tierqual. Wenn Omnis uns besuchen wollen, dürfen sie das, aber Ledersachen, Wollpullover haben sie bitte nicht mitzubringen. Zum Essen besuche ich Menschen nicht, bei denen es Tiere oder Tierprodukte zu essen gibt. Zu Firmenessen gehe ich nicht.
Ich mache mir bei manchen Leuten damit keine Freunde, aber mir geht es besser damit. Als ich mich noch mit Leichenfressern an einen Tisch setzte, habe ich nur gelitten.
Heiligabend gab es bei uns einen Auflauf aus Gemüsetortellini, Auberginen, Zucchini, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Sojagranulat mit Cashewkäse überbacken. Zum Nachtisch Bananenbrownies. Meiner Omnitochter hat es prima geschmeckt und uns sowieso.
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29.12.2018, 09:10 Uhr
Mir geht es ganz genauso. Ich kann auch nicht mehr "freiwillig" am Tisch sitzen und zusehen, wie andere Fleisch essen. Da werden bei mir Bilder wach, wie Tiere gequält werden. Meine Tochter hatte am Heilig Abend vegetarisches Essen; das war für mich das Höchste, was ich akzeptieren könnte.
29.12.2018, 12:45 Uhr
Für mich ist es unvorstellbar, auf die Gesellschaft meiner Lieben zu verzichten, weil ich inzwischen vegan sein möchte.
Deshalb geht es mir eher so, wie Dana und Annabella. Wir essen überhaupt nur an Heilig Abend alle zusammen und da gab es auch verschiedene Sachen, die sich gut vorbereiten lassen. Diesmal hab ich mir gedacht, je mehr ich selber mache, desto mehr wird vegan. Also gab es außer einer Fleischpastete nur vegan gefüllte Schüsseln auf dem Tisch. Gemerkt hat es keiner und ich hab das auch diesmal gar nicht weiter thematisiert. Hab aber bei mir gedacht, dass das jetzt auch schon ein weiterer kleiner Fortschritt ist...
29.12.2018, 13:27 Uhr
Menschen, die es nicht einmal schaffen, in meiner Anwesenheit das Essen von Leichen zu lassen, kann ich unmöglich als "meine Lieben" bezeichnen.
User wurde auf eigenen Wunsch deaktiviert.

29.12.2018, 14:11 Uhr
@LILIE-72: Wie macht Ihr denn das vegane Feigenjoghurt?
1x bearbeitet

29.12.2018, 14:16 Uhr
Dieses Jahr war das erste wirklich entspannte Weihnachten, was das Essen anging - die letzten Jahre habe ich immer mit meinem Mann zur Hälfte zu Hause bei meinen Eltern und zur Hälfte bei seiner Mutter verbracht.

Bei meinen Eltern habe ich für alle - außer meinen Vater - vegan gekocht und dann zugesehen, wie mein Vater sich das tote Tier reinzieht, auf Beilagen verzichtet er eh weitgehend.

Bei der Schwiegermama ist es einfacher, da habe ich auch vegan für uns gekocht, sie isst eh wenig Fleisch und hat kein Problem, mal zwei Tage vegan zu leben. (Allerdings hat sie durchaus Käse im Kühlschrank...)

In diesem Jahr waren wir das Wochenende VOR Weihnachten bei der Schwiegermutter, das war nett, ich frühstücke schon seit Monaten nicht mehr (intermittierendes Fasten) und war laufen, während mein Mann mit seiner Mutter gefrühstückt hat, ansonsten hat sie einen sehr leckeren veganen Apfelkuchen und Muffins gebacken und für uns alle Grünkohl und Kartoffeln gemacht, ich hatte dazu noch Seitanvürstchen mitgebracht, die ich immer schon mal testen wollte. Astrein!

Bei meinen Eltern waren wir nur zum Kaffeetrinken, auch da gab es einen sehr leckeren veganen Streusselkuchen, vor dem Abendessen sind wir dann wieder abgehauen, so war alles prima. So machen wir das jetzt jedes Jahr! :D (so lange alle noch leben und fit sind... )

Ich bin immer sehr sehr zwiegespalten mit meinem carnistischen Vater (meine Mutter ist aus gesundheitlichen Gründen seit knapp 40 Jahren Vegetarierin) - einerseits ist es halt Familie, andererseits finde ich auch, dass er überleben wird, wenn er mal eine Mahlzeit auf totes Tier verzichtet, kann er aber nicht. Ausnahme: Mein Geburtstag. Da habe ich aber auch ganz klar gesagt, dass er halt nur kommen kann, wenn er denn vegan isst. Tut er dann auch und angeblich schmeckt ihm alles auch total toll... er ist Jahrgang 32 und hat halt noch ganz andere Bilder im Kopf...

Bei mir zu Hause gibt es nur vegan, alles andere kommt nicht in Frage. Meine Schwägerin hat mal zu einem Frühstück bei uns Milch mitgebracht, die habe ich sie ins Auto bringen lassen, die wollte ich nicht auf meinem Tisch stehen haben. Wenn sie nicht ohne kann: Ihr Pech. Seitdem kommt sie nicht mehr zum Essen zu uns, mein Bruder mit seinen (erwachsenen) Kindern und deren Lebenspartnern aber sehr gern, ist mir dann auch lieb so. ;)
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