23.09.2021 17:30 Uhr BMEL Berlin - Solidaritätsraddemo

Region: Berlin.

Erstellt 13.09, 14:51 Uhr, von Salma. Kategorie: Regional vegan. 8 Antworten.

23.09.2021 17:30 Uhr BMEL Berlin - Solidaritätsraddemo
13.09, 14:51 Uhr
"Kriminell ist das System Tönnies, nicht der Widerstand dagegen"


23.09.21, 17:30 Uhr
Auftakt Kundgebung vor dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Wilhelmstr. 54, Berlin.
Dann Fahrraddemonstration zur Anwaltskanzlei Eversheeds and Sutherland, Kurfüstendamm 22,
Abschlusskundgebung ca. 19 Uhr

Aufruf zur Solidaritätsdemo für/Tear down Tönnies/ anlässlich Prozess vor dem Landgericht Berlin
Am 23.09.21 rufen das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie, Animal Climate Action und Tear down Tönnies zu einer Fahrraddemo auf. Anlass ist der Prozess gegen eine Aktivist*in von Tear down Tönnies. Ihr wird vorgeworfen, 2019 den Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen blockiert und für mehrere Stunden lahmgelegt zu haben.

https://animal-climate-action.org/de/2021/09/05/23-09-2021-kriminell-ist-das-system-toennies-nicht-der-widerstand-dagegen/


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13.09, 17:41 Uhr
Hallo Salma
leider ist mir das zu weit. Aber da wird wieder - wie so oft - an einer oder an wenigen Personen - ein Exempel statuiert, die sollen dann angeklagt werden, obwohl die andere Seite viel krimineller ist. :wallbang: Hoffentlich kommen recht viele Menschen dort zusammen.

Lieben Gruß
METTA
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23.09, 09:47 Uhr
heyhey, das ist heute! :star:
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24.09, 12:42 Uhr
aaalso...
das war ein sehe kleiner haufen, ca. 25 leute, zählte die polizei.


ich hätte bei der aufzählung der organisatoren sehr viel mehr leute erwartet, zumal es ja quasi am feierabend war. und es wurde wenig skandiert, meistens, abgesehen vom vorlesen sehr langer texte, einfach musik per lautsprecher abgespielt, mehr thema menschrecht, weniger tierrecht.


eine sache kam mir ganz besonders "merkwürdig" vor, und ich würde es hier gerne mal zur diskussion stellen:

ein teilnehmer montierte an sein fahrrad ein banner "tier-sklaverei abschaffen" (es ging ja gegen schlachthöfe bzw. tierindustrie, bzw. den von tönnies angeklagten aktivisten den rücken zu stärken). er wurde nach einer kleinen diskussion von den veranstaltern gebeten, entweder das banner abzunehmen oder ganz zu gehen, während wir vor dem bundesministerium rumstanden. grund: das wort "sklaverei" sei für colored people mit einer sehr schlimmen vergangenheit verbunden, was wir "weissen" nicht nachempfinden könnten, und aus respekt wäre der begriff auf der demo deplatziert. er ging unter lautem protest, dass das eine speziesistische haltung sei und auch colored people sich emanzipieren mögen.
Bild: ohne Beschreibung

ich bin sehr gespannt, was ihr dazu denkt!!



1x bearbeitet

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24.09, 17:22 Uhr
Ich hätte auch eher Tierausbeutung geschrieben, denn es stimmt schon, dass ja viele Millionen von Colored People darunter gelitten haben. Es ist ja ähnlich wie bei dem Vorfall von Peta, o. a. anderen, die von "Tierholocaust" in den Massentierhandlungen schrieben und dafür von der jüdischen Bevölkerung geahndet wurden. Ich denke, wir "weißen privilegierten " Menschen müssen etwas achtsamer und sensibler mit der Sprache umgehen lernen.
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25.09, 19:43 Uhr
Also anders als beim Begriff „Holocaust“ betrifft der Begriff Sklaverei ja nicht eine Bevölkerungsgruppe bzw. ein bestimmtes Ereignis. Es gab ja auch Sklaven im alten Rom oder in Ägypten.
Sklaverei ist nach meinem Verständnis ein Besitzverhältnis an einem anderen Menschen, womit dieser wirtschaftlich und rechtlich vollkommen von seinem Besitzer abhängig wird. Ich finde man kann also bei Tieren sehr wohl von Sklaverei sprechen. Nach meiner Definition ist das ja sogar bei Haustieren gegeben.
Wenn Tiere das gleiche Erleben, wie Menschen und man aus Respekt den Menschen gegenüber die Begriffe nicht nutzen darf, ist das dann nicht Speziesismus?
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Montag, 16:02 Uhr
Liebe Metta & Bianca, Danke für Eure Betrachtungen!

Ja, natürlich gibt es bei Menschen verschiedener Herkunft Sklaverei in der Geschichte. Ich empfinde es wie Bianca. Solange das Wort "Sklaverei" nicht für Tiere benutzt werden darf, ist es seitens der Menschen eine speziesistische Einstellung....


Erst, wenn wir unser Leiden, bzw. das Unrecht, das Menschen angetan wird und wurde, nicht als schlimmer wahrnehmen als jenes der Tiere, haben wir den Speziesismus überwunden.


Wenn man glaubt, dass ein Wort zu stark wegen Unrecht gegenüber einer Menschengruppe belegt ist, und eine Benutzung für ein Unrecht bei Tieren bei diesen Menschen deswegen zu verletzten Gefühlen kommen kann, kann das doch nur daran liegen, dass diese Menschen glauben, ihr Leid sei schlimmer gewesen... und die Benutzung für das Unrecht der Tiere wäre eine Verharmlosung...

Bin gespannt auf weitere Gedanken aus dem Forum...
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Montag, 16:48 Uhr
Ich beabsichtige beim Tierrechtskongress nächstes Wochenende zu folgendem Vortrag zu gehen "KZ-Vergleiche in der Tierrechtsbewegung. Warum eine Legebatterie kein Vernichtungslager ist". In der Beschreibung dazu steht unter anderem
Die Folgen sind – wenn auch meist ungewollt – eine Instrumentalisierung des Holocaust und mangelnde Empathie für die Opfer des Faschismus.

Ich nehme an, man könnte diese zwei Punkte (Instrumentalisierung und mangelnde Empathie für die Opfer) auf den Sklaverei-Vergleich übertragen. Vielleicht kann ich dazu im Anschluss noch mehr schreiben.

Zitat Bianca:Wenn Tiere das gleiche Erleben, wie Menschen und man aus Respekt den Menschen gegenüber die Begriffe nicht nutzen darf, ist das dann nicht Speziesismus?

Ein Mensch wird sich, selbst wenn er immer gut behandelt wird, seiner Unfreiheit bewusst. Ein Tier nicht. Man kann davon ausgehen, dass es den meisten Haustieren völlig egal ist, dass sie wirtschaftlich und rechtlich von ihren Besitzern abhängig sind, solange sie ihren Bedürfnissen entsprechend gut behandelt werden. Auch Wildtiere in Reservaten sind nicht wirklich frei und unabhängig - trotzdem glaube ich nicht, dass sie sich in diesem Moment so fühlen würden, wie ein Mensch in gleicher Situation.

Natürlich kann man generell den Besitz von Tieren als rechtlich/moralisch unzulässig einstufen. Aber gerade wenn es um Tierausbeutung in der Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung geht, geht es ja zunächst um die Verringerung von Leid und nicht gleich bis zur letzten Konsequenz um das Verbot, Tiere zu besitzen (da hätte man dann nämlich wieder ziemlich viele Haustierhalter gegen sich, die man gegen die Massentierhaltung noch braucht).


Könntest du die Veranstalter kontaktieren, Salma, und noch mal zu ihrer Begründung für diese Entscheidung befragen?
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Montag, 18:13 Uhr
Zitat Sunjo:Ich beabsichtige beim Tierrechtskongress nächstes Wochenende zu folgendem Vortrag zu gehen "KZ-Vergleiche in der Tierrechtsbewegung. Warum eine Legebatterie kein Vernichtungslager ist". In der Beschreibung dazu steht unter anderem
Die Folgen sind – wenn auch meist ungewollt – eine Instrumentalisierung des Holocaust und mangelnde Empathie für die Opfer des Faschismus.

Ich nehme an, man könnte diese zwei Punkte (Instrumentalisierung und mangelnde Empathie für die Opfer) auf den Sklaverei-Vergleich übertragen. Vielleicht kann ich dazu im Anschluss noch mehr schreiben.
...
Könntest du die Veranstalter kontaktieren, Salma, und noch mal zu ihrer Begründung für diese Entscheidung befragen?
Hey Sunjo, ja, dann bin ich gespannt auf deine Zusammenfassung des Vortrags in Leipzig zum Holocaust-Vergleich! (Ich kann diese 2 Argumente nicht nachempfinden... finde sogar den Vorwurf der mangelnden Empathie absurd - wenn man den Vergleich zieht, geht es ja genau darum, dieselbe Empathie für Mensch und Tier walten zu lassen....)

Was die Begründung der Veranstalter angeht, den Teilnehmer mit seinem Banner nicht zu akzeptieren, habe ich diese fast wortwörtlich oben wiedergegeben.


Ich habe mich dabei schon zur Genüge für den frustrierten Teilnehmer eingesetzt, hatte versucht zu vermitteln, bestätigt, dass ich meinerseits das Banner ok und treffend finde, das fand aber der Masketragende Initiator (hab also kein Gesicht gesehen) des Ausschlusses nicht. Ich habe da wenig Bedarf, nochmals Kontakt aufzunehmen. ;)

Ich denke, ich werde mich nicht weiter mit dieser Aktivistengruppe auseinandersetzen - ich bewundere sie weiterhin für ihre Aktionen gegen Tönnies, aber diese Einstellungen des Umgangs machen für mich den Kampf für die Tiere zu einem zu komplizierten Ding. Irgendwo ist auch mal gut mit Gendern und Respektieren von allerlei menshclichen Befindlichkeiten, finde ich jedenfalls. Den Tieren geht es heutzutage meiner Meinung nach in viel größerer Anzahl sehr viel schlechter .... und auch wenn einem Tier nicht bewusst sein möge, dass es nicht alle Freiheiten ausleben darf im Vergleich zu einem versklavten Menschen, ist es dennoch aus unserer Perspektive der Wortnutzung dasselbe. Das Tier kennt ja nicht mal Begrifflichkeiten, es ist also nur ein Begriff, der aus der Perspektive der Menschen funktioniert, und dieser trifft bis jetzt in meinen Augen Mensch gleichermaßen wie Tier....


Aber wir sind ja hier, um uns auszutauschen, und ich bin gespannt, was Du Sunjo von der Konferenz in Leipzig alles berichten kannst!!

Achso, aber PS:
Tönnies verklagt die Aktivisten auf hohe Summen. Wer also diese Menschen unterstützen will, findet auf dieser Seite einen Spendenaufruf mit Kontoangabe:
https://teardowntoennies.noblogs.org/
3x bearbeitet

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