Rechtsgutachten: Werbeverbot für Fleisch ist rechtlich möglich

Erstellt 12.02.2021, 10:09 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 15 Antworten.

16.02.2021, 06:19 Uhr
Zitat Ulivon64:Und unsere Volksvertreter sind ja für Geldgeschenke:Spenden durchaus empfänglich! 🤮
Du hast Recht, denn ohne Spenden ließe sich gar keine Politi,k mehr sinnvoll gestalten. Siehe Greenpeace oder Peta usw. usw. usw.

Tatsache ist aber: Viele Politiker sind Politiker geworden, weil sie ihre eigenen Interessen vertreten sehen wollen - und die ihrer eigenen Gesinnungsgenossen - z.B. von Landwirten. Das ist in unserer Demokratie auch grundsätzlich genau so gewollt und zunächst keineswegs falsch. Da muss gar nicht irgendwelches Geld gesondert gezahlt werden, einige sind echte Überzeugungstäter...Julia Klöckner z.B. Ich glaube nicht, dass die Dame bestechlich ist. Die meint das tatsächlich ernst, was sie da so verzapft.
Das wird leider oft unterschätzt. Wenn es nur um Geld ginge, wären die Probleme möglicherweise schneller gelöst. Da sind leider auch echte Ideologen (in allen Parteien übrigens) am Werk, die auf vielen Ebenen echte Fortschritte für Tierschutz verhindern, oder an sich gute Gesetzgebungen in ihr Gegenteil verkehren. Siehe Grundgesetz und Tierschutz vs. Gesetze und Ausführungsverordnungen, die letztlich Tierschutz verhindern.

Das Thema ist leider viel, viel komplexer und schwieriger lösbar, als einfach nur durch Bestechungsgelder, oder deren Verhinderung...

Am besten eignen sich die Verbraucher als Helfer. Vor allem die jüngeren, deren Essgewohnheiten nicht mehr nur mit Terror der fleischessenden Erwachsenen festgelegt wurden "HIER WIRD GEGESSEN, WAS AUF DEN TISCH KOMMT!!!"
weil Ethik und Moral dem Verbraucher ohnehin längst abhanden gekommen sind!
Das würde voraussetzen, dass ebendiese Verbraucher so was wie Moral und Ethik "gelernt" hätten, was nicht so oft der Fall zu sein scheint - aber immer öfter. Vielmehr wird in dieser Gesellschaft gelernt: "Du darfst alles machen, was immer Du willst! Du darfst Dich nur nicht erwischen lassen" oder meine Kurzversion: "Foul ist nur, wenn der Schiri pfeift!". Solange nur per Bestrafung moralisches/ethisches Verhalten erzeugt wird, lässt sich das auch nicht generell ändern. Nur wenn Erziehung auf allen Ebenen via Einsicht und verstandgeleitet funktioniert, kann sich ein Freiraum für ethische Entscheidungen des Einzhelnen entwickeln, in dem dann nicht nur beinahe zwanghaft nach kurzfristigem Vorteil durch Grenzüberschreitungen jeglicher Art geschaut wird, sondern nach regelbasiertem, auf Förderung der Interessen möglichst vieler Mitlebewesen, also auch von Tieren fußendem Verhalten.
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
16.02.2021, 09:11 Uhr
Danke, Vegbudsd. Besser hätte man es nicht formulieren können.
Mir ist klar, dass die Landwirte auch überleben wollen und müssen.
Aber so lange sie an Fleisch/Milchwirtschaft festhalten, wird die Lobby stark sein.


Gestern las ich etwas, das mich sehr traurig gemacht hat.

Ein Landwirt schrieb als Kommentar unter einen Artikel bzgl. Kälberiglus, dass es die artgerechteste Haltungsweise für Kälber sei, jeder, der etwas anderes behaupte, habe keine Ahnung. Auf die Idee, die Tierkinder bei ihrer Mutter auf der Weide zu lassen, kam er überhaupt nicht - DAS wäre artgerecht! Aber ist halt unwirtschaftlich....Kälber in Kleingruppen ginge nicht, weil sie sich alles "wund saugen gegenseitig".
Aber, seine Kälber würden ihn jeden morgen anlachen....ich könnte heulen. Wer meine Beiträge etwas verfolgt hat, weiß, dass mein Herz ganz besonders für die geschundenen Rinder schlägt.



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16.02.2021, 11:46 Uhr
In Bezug auf Frau Klöckner will der Verein Foodwatch jetzt eine Klage gegen sie erheben, da sie dem Verein keine Auskunft über ihre Kontakte mit Lobbyisten gibt.
https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2021/geheime-lobbytreffen-von-julia-kloeckner-foodwatch-klagt

@Pottmuddi
ich finde das auch unerhört, was dieser Bauer von sich gibt, das kommt einem so vor, also ob der den Verbrauchern weismachen will, dass Kälbchen schon immer in solchen Iglus erzeugt und aufgewachsen sind. :-( . und die Erde schon immer eine Scheibe ist.... :green:

Lieben Gruß
METTA
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16.02.2021, 16:12 Uhr
Auf die Idee, die Tierkinder bei ihrer Mutter auf der Weide zu lassen, kam er überhaupt nicht - DAS wäre artgerecht!

Das nennt man wohl in der Psychologie Deformation professionelle.
https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/deformation-professionelle/3172

Genau so nehme ich auch Politiker wahr, die nur noch in der Lage sind, innerhalb von wirtschaftlichen Erwägungen zu denken. Artgerecht ist alles, womit ich Geld verdienen kann, wer anderes behauptet hat garantiert keine Ahnung! Solche Typen rennen überall rum, sind sogar als für Tierschutz zuständige Abegordnete bei den Grünen in NRW im Landtag. Unglaublich!


@ METTA Frau Klöckner hat ganz sicher einen extremen Hang zu Lobbyisten der Landwirtschaft und der Konzerne. Dennoch glaube ich nicht, dass sie direkt korrupt ist. Sie ist von ihrem Tun im Innnersten überzeugt und meint, dass sie völlig richtig - auch nach moralischem Maßstäben - agiert. Genau das macht diese Frau für Tiere so gefährlich! Wäre sie einfach nur korrupt, könnte man sie mit Klagen und entsprechenden Recherchen irgendwann öffentlich bloßstellen. Das wird aber vermutlich nicht gelingen. Ihre politischen Handlungen unmittelbar mit Parteispenden in Verbindung zu bringen, dürfte vermutlich fehlschlagen. Sie nimmt kein Geld für politisches Handeln, sie will das alles tatsächlich selbst!


Nebenbei: Meine Danke sind mal wieder alle...
1x bearbeitet

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16.02.2021, 16:28 Uhr
Zitat kilian:Greenpeace hat ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, demzufolge ein Verbot von Werbung für Fleisch möglich sei.
https://www.vegpool.de/news/greenpeace-gutachten-fleischwerbung.html?newsid=2408
Wie gefällt euch das?
Ja das gefällt! :D :clap: :thumbup:

Mal als absoluter Laie gefragt:
Wie kann dieses Gutachten denn jetzt verwendet werden?
Was muss jetzt geschehen, damit tatsächlich Fleisch nicht mehr beworben werden darf?
Wer muss von diesem Gutachten erfahren, um es nun wirklich durchzusetzen?
1x bearbeitet

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16.02.2021, 16:53 Uhr
Alle Politiker, die irgendwie Einfluss auf die entsprechende Gesetzgebung und die dazugehörenden Verordnungen und Ausführungsbestimmungen im SInne des Erfinders! nehmen können. Das wären also zuerst Frau Klöckner, Der Gesundheitsminister, die Umweltministerin, die Kanzlerin der Wirtschaftsminister usw. usw. Leider haben wir uns da welche gewählt, denen das Thema eher weniger liegt, die lieber auf freiwillige Selbstbeschränkungen setzen (haben noch nie funktioniert). Der Druck muss von der Straße an die Abgeordneten des Bundestages und der Länderparlamente herangetragen werden. Die müssen irgendwann so genervt von dem Thema sein, dass sie freiwillig das Werbeverbot einbringen. Hat beim Rauchen auch etgwas länger gedauert - ist aber durch! :clap: :clap:

Petitionen dafür sind eines der Mittel, Anrufe und / oder Besuche bei Bürgersprechstumden ein weiters. Ach ja, die direkte Mitarbeit in den entsprechenden Parteien würde sich auch für viele andere Themen im Bereich Tierschutz anbieten... Da kann man dann selbst versuchen, Einfluss zu nehmen. Aber Vorsicht! Da muss man lernen, sich weh tun zu lassen...
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