Sollten wir bewusst kinderlos bleiben?

Erstellt 11.12.2019, 13:27 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 74 Antworten.

Sollten wir bewusst kinderlos bleiben?
11.12.2019, 13:27 Uhr
Wir hatten hier im Forum zuletzt die Diskussion, ob man in diese Welt Kinder setzen sollte. Oder ob es nicht sowieso viel zu viele Mensche gebe.
Ich finde, die Floskeln über Rente und Selbstlosigkeit manchmal etwas platt. Zugleich sind Kinder die liebsten Menschen der Welt.
Wenn wir Kinder in die Welt setzen, sollten wir ihnen auch eine Perspektive bieten.
https://www.vegpool.de/magazin/kinder-kriegen-zukunft.html
Wie seht ihr das?
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
11.12.2019, 13:59 Uhr
Wir wollten immer Kinder haben, meine Frau war auch einmal schwanger, 1975, aber das Kind starb im Mutterleib. Danach hat es nie mehr geklappt. Anfangs waren wir traurig darüber. Dann haben wir uns damit abgefunden (NIE abgefunden haben wir uns aber damit, dass wir bis heute (!) oft begründen sollten und sollen, warum wir keine Kinder haben... Was geht andere das an???).

Mittlerweile, so seit 4 oder 5 Jahren, sind wir einfach nur noch froh, keine Kinder in diese Welt gesetzt zu haben. Natürlich muss es jeder selbst wissen und entscheiden. Aber wenn ich in unserer Verwandtschaft (Nichte, Neffe) sehe, wie scheinbar gedankenlos drei, vier Kinder in die Welt gesetzt werden á la "Wird schon gut gehen..." kann ich das nicht verstehen. Vielleicht bin ich aber auch zu pessimistisch, was die Zukunft der Menschheit angeht, oder ich kann nicht nachvollziehen, wie stark irgendwelche Vermehrungstriebe oder andere Instinkte/Hormonschübe sind.
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11.12.2019, 14:44 Uhr
Ich habe 2 Söhne und bin stolz auf sie, sie sind auch gut "geraten". Enkel habe ich noch keine, leider, aber ich würde mich darüber freuen. Die Hoffnung und Aussicht besteht noch. Kinder sind nun mal die Zukunft jeder Gesellschaft. Ich habe auch schon oft gedacht ob man in diese Welt noch Kinder setzten sollte. Vielleicht machen die neuen Generationen ja etwas besser als die bisherigen. Wir brauchen ja auch Kinder hinsichtlich der Rentenversorgung, der Pflege von älteren Menschen und vieles andere.
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11.12.2019, 18:50 Uhr
Ich finde das Problem liegt darin, dass eher intelligente Menschen sich darüber Gedanken machen und dann keine Kinder bekommen.
Das Ziel der intelligenztechnisch eher schwächer aufgestellten Menschen besteht dagegen sehr oft darin sich fortzupflanzen.

Ich denke man muss mittlerweile fähig sein sich bewusst gegen Instinkte zu entscheiden, auch wenn man Kinder noch so toll findet und gerne welche hätte.
Ich finde auch schnelle Autos und Fleisch gut und entscheide mich trotzdem aus reiner Vernunft dagegen.
Kinder darin zu sehen für Rente und Wohlstand der Alten zu sorgen finde ich nicht charmant. Niemand hat es verdient aus rein praktischen Gründen in die Welt gesetzt zu werden.


Ich finde die Frage sehr schwierig. Der Mensch will eigentlich seine Art erhalten, aber momentan läuft vieles falsch.

Und nein, das heißt natürlich nicht, dass ich denke, dass alle Menschen mit Kindern nicht intelligent sind oder andersrum.
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11.12.2019, 21:03 Uhr
Mir tun heute schon die Kinder leid, die bei Fridays for Future mitmachen und denen bewusst ist, dass die Eltern- und Großelterngeneration ihre Zukunft verjuxt haben. Es ist unrecht, dass Kinder mit diesen Ängsten aufwachsen müssen. Natürlich sollen wir kämpfen und alles tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Aber jetzt noch ein Kind in die Welt zu setzen ist eigentlich schon fahrlässig. Lieber verhungere ich im Alter, als mit ansehen zu müssen, wie kleine Kinder ums Überleben kämpfen müssen.
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11.12.2019, 21:09 Uhr
Zitat Crissie:Lieber verhungere ich im Alter, als mit ansehen zu müssen, wie kleine Kinder ums Überleben kämpfen müssen.

Verhungern ist schon eine recht unangenehme Art zu sterben und ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde. Ich würde gern professionelle Sterbehilfe in Anspruch nehmen können, wenn es mir im Leben zu unangenehm wird.
Ob mit Sterbehilfe oder mithilfe eines möglichst zuverlässigen Selbstmords, der andere nicht allzusehr belastet: wenn niemand von einem abhängt (sprich: keine Kinder und demzufolge erst recht keine Enkel), ist es leichter zu gehen.

Zitat Lenshar:Ich finde das Problem liegt darin, dass eher intelligente Menschen sich darüber Gedanken machen und dann keine Kinder bekommen.
Das Ziel der intelligenztechnisch eher schwächer aufgestellten Menschen besteht dagegen sehr oft darin sich fortzupflanzen.

Da müsste man erst einmal fragen: wer entscheidet, ob jemand intelligent ist oder nicht? Und selbst wenn jemand objektiv weniger intelligent ist: ist das wirklich die Ursache für eine hohe Kinderzahl, oder korreliert das nur mit der eigentlichen Ursache? Und was ist eigentlich die Ursache für die geringere Intelligenz?

Eine objektiv geringere Intelligenz ist heutzutage fast nie genetisch, sondern meistens gesellschaftlich bedingt. Egal ob global oder national (fehlende Chancengleichheit in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe, Bildung, etc., sehr wohl auch hier bei uns). Deshalb sehe ich das Problem vor allem bei den Privilegierten, die die Unterprivilegierten verachten, verurteilen und dann abschreiben, statt sich für eine allgemeine Verbesserung der Chancengleichheit einzusetzen. Da gibt es auch nur wenige Ausnahmen.
2x bearbeitet

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11.12.2019, 21:14 Uhr
"Setzen sie Kinder in die Welt, behandeln sie diese gut, damit sie ihre Eltern später gut versorgen können" - dieser Satz kam heute Abend vom ehemaligen Chef des IFO-Instituts, Hans-Werner Sinn im BR in der "Münchner Runde", im Rahmen der Rentendiskusion. Da hab ich auch den Kopf geschüttelt. Natürlich war bei uns die Rentenversorgung nicht der Grund Kinder zu wollen. Aber ohne oder mit wenig Kindern sieht unsere Zukunft düster aus. Ich glaube nicht dass das kinderkriegen etwas mit viel oder wenig Intelligenz zu tun hat. Das hat verschieden Ursachen, manche Menschen können keine Kinder bekommen, andere wollen keine wegen Karriere oder daß die Figur der Frau darunter leidet, wieder andere wollen keine Kinder damit sie sich viel leisten können und ungebunden/frei sind.

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11.12.2019, 21:36 Uhr
Zitat Smaragdgruen:"Setzen sie Kinder in die Welt, behandeln sie diese gut, damit sie ihre Eltern später gut versorgen können" - dieser Satz kam heute Abend vom ehemaligen Chef des IFO-Instituts, Hans-Werner Sinn im BR in der "Münchner Runde", im Rahmen der Rentendiskusion.

Man könnte aber auch so an die Sache herangehen:
"Setzen Sie nur dann Kinder in die Welt, wenn Sie dies für Ihren persönlichen Lebensentwurf und für Ihr Glück unbedingt für erforderlich halten. Sollte das aber nicht der Fall sein, verzichten Sie auf eigene Kinder, denn Menschen gibt es auf der Erde bald mehr, als die Erde nachhaltig versorgen könnte. Öffnen Sie stattdessen lieber Ihr Herz und die Grenzen Ihres Landes für die Klimaflüchtlinge*. Sorgen Sie für Chancengleichheit bei den sozial Schwachen ebenso wie bei den Zugewanderten, und auch für Ihre Rente wird in Zukunft weiterhin gesorgt sein".

Zitat John Lennon:You may say, I'm a dreamer. But I'm not the only one.


  • ich hab letztens gehört, dass die drei Jahre Dürre in Syrien vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs dort nicht völlig als Teilursache auszuschließen sind

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11.12.2019, 22:51 Uhr
Das hat ja auch niemand gesagt, dass das das Problem für die Überzahl ist. Sondern nur, dass es problematisch ist, wenn viele intelligente Menschen keine Kinder mehr bekommen.
Intelligenz besteht aus einer ganzen Reihe von Komponenten. Natürlich ist sie auch eine Frage der Gesellschaft und der Bildung, aber auch ganz klar genetisch bedingt. Nicht jeder hat das gleiche Potential zu entfalten.
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11.12.2019, 23:30 Uhr
Sondern nur, dass es problematisch ist, wenn viele intelligente Menschen keine Kinder mehr bekommen.


Ich musste da direkt an den Film "Idiocracy" denken. In dem Film werden zwei durchschnittliche Menschen eingefroren und wachen nach 500 Jahren in einer Welt von Idioten wieder auf. Damals fand ich den Film ganz sehenswert. Ist allerdings schon 13 Jahre her. Wie die Zeit doch fliegt.
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