Tierquälerei in Milchbetrieb bei Flensburg

Erstellt 24.06.2020, 11:32 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 10 Antworten.

Tierquälerei in Milchbetrieb bei Flensburg
24.06.2020, 11:32 Uhr
Schon wieder. Und wieder haben die Behörden nicht rechtzeitig eingegriffen, um das Schlimmste zu verhindern.
https://www.vegpool.de/news/tierquaelerei-milchbetrieb-flensburg.html?newsid=2128
Wie lange soll das noch weitergehen?
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
24.06.2020, 12:00 Uhr
Vielen Dank an das Deutsche Tierschutzbüro, was mal wieder auf solche Misstände hinweist. Und Dank an Vegpool für die Veröffentlichung.

Das Vollzugsdefizit bei Kontrollen und bei der Einhaltung einschlägiger Vorschriften in der Tiergefangenhaltung bzw. bei der industriellen Tierzerstörung ist derart augenfällig, dass immer wieder der Begriff "institutionalisierte Kriminalität" von Prof. Bülte (Mannheim) anwendbar ist. Diese Zustände werden von Politikern gedeckt und sogar Vorschriften, die seit Jahrzehnten gelten, sollen geändert werden, damit bisher illegales Verhalten nicht mehr als illegal geahndet werden muss - das ist einfach unglaublich!

Veterinäre können (oder wollen) sich gegen diese Art der gemeinschaftlichen Rechtsbrecher in der Landwirtschaft bisher nicht durchsetzen: "die Landwirte akzeptieren die Regeln einfach nicht, was soll ich denn da machen?"

Na, den Laden dicht machen, was denn bitte sonst?

Dennoch, es gibt zumindest etwas Hoffnung.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/toennies-und-tierwohl-gruene-wollen-artgerechte-tierhaltung-bis-2035-a-481764cb-c998-48dd-b6df-99710c2499d4

Wobei ich finde, eine Zukunft der Tiergefangenhaltung- und Zerstörung fürs Fressen muss es nicht geben - aber auch diese Auseinandersetzung läuft bereits...
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25.06.2020, 03:41 Uhr
Was mich immer stört sind Sätze wie dieser (aus dem Bericht) Nicht jeder Verbraucher kann sich Produkte in Bioqualität leisten.
Der Satz bezieht sich ja auf Fleisch. Ich bin da ganz anderer Meinung, jeder kann sich Fleisch oder Wurst in Bioqualität leisten, nur eben nicht täglich. Man kann ja auch sparen auf den guten Braten oder das Schnitzel - gibt es dann halt nur 1x im Monat oder nur zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag/Weihnachten. So hab ich das immer gehalten und ich verdiene wirklich nicht viel.
Auch Bio-Gemüse/Obst usw. ist erschwinglich, bei guter Planung geht das locker, ausserdem muss man ja nicht so viel in sich reinstopfen, wäre gut gegen die Wohlstandsbäuche ;-)

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25.06.2020, 12:42 Uhr
Zitat Cumina:Was mich immer stört sind Sätze wie dieser (aus dem Bericht) Nicht jeder Verbraucher kann sich Produkte in Bioqualität leisten.
Der Satz bezieht sich ja auf Fleisch. Ich bin da ganz anderer Meinung, jeder kann sich Fleisch oder Wurst in Bioqualität leisten, nur eben nicht täglich. Man kann ja auch sparen auf den guten Braten oder das Schnitzel - gibt es dann halt nur 1x im Monat oder nur zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag/Weihnachten. So hab ich das immer gehalten und ich verdiene wirklich nicht viel.
Auch Bio-Gemüse/Obst usw. ist erschwinglich, bei guter Planung geht das locker, ausserdem muss man ja nicht so viel in sich reinstopfen, wäre gut gegen die Wohlstandsbäuche ;-)


Da hast du vollkommen Recht. Ich verstehe nicht, wie man das verallgemeinern kann. Ich kenne nur wenige Leute, die sich nicht den Aufpreis zur Biomilch leisten könnten. Es gibt schließlich ein hohes Angebot am Markt...
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25.06.2020, 13:37 Uhr
Zitat Cumina:
Auch Bio-Gemüse/Obst usw. ist erschwinglich, bei guter Planung geht das locker


Ganz ohne Frage. Meine Frau und ich sind Kleinrentner. Trotzdem essen wir Obst und Gemüse aus biologischem Anbau, und zwar zum Teil direkt vom Erzeuger oder durch den wunderbaren Bio-Gemüse-Obst-Versand Etepetete, wo wir nach wie vor Kunde sind. Wir brauchen für unser Obst und unser Gemüse (wie gesagt, ausnahmslos in Bioqualität) ca. 100-150 Euro im Monat. Zu zweit! Ich denke, das kann sich (fast) jeder leisten. Allerdings verwenden wir auch alles davon. Abfälle gibt es kaum, weil man selbst aus Gemüseresten, Schalen, holzigen Stücken, welken Blättern usw. eine leckere Brühe machen kann, die eine tolle Basis für eine Gemüsesuppe ist oder einfach als Trinkbrühe genossen wird.

Aber wenn ich sehe, wie wenig der Durchschnittsdeutsche bereit ist, für Lebensmittel auch "gutes Geld" auszugeben, wundern mich solche Aussagen nicht. Franzosen, Italiener usw. sind viel eher bereit, mehr fürs Essen auszugeben, als der durchschnittliche Bundesbürger.

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25.06.2020, 13:38 Uhr
Zitat Cumina:Man kann ja auch sparen auf den guten Braten oder das Schnitzel - gibt es dann halt nur 1x im Monat oder nur zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag/Weihnachten.


Sozusagen totes Tier als Belohnung zu Weihnachten und Geburtstag? Sorry, da bin ich nicht mehr dabei. Es gibt für mich keinen "guten Braten" oder so etwas. Das sind alles nur totgemachte Tiere für mein "Wohlbefinden" - egal ob konventiionell oder bio. Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt ist, aber das klingt wie Reklame. Fänd es besser, wenn Du Dich hier auf vegane Produkte beschränkst, so wie hier:
Zitat Cumina:Auch Bio-Gemüse/Obst usw. ist erschwinglich, bei guter Planung geht das locker, ausserdem muss man ja nicht so viel in sich reinstopfen, wäre gut gegen die Wohlstandsbäuche ;-)

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25.06.2020, 14:03 Uhr
Zitat Vegbudsd:Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt ist, aber das klingt wie Reklame.


So war das aber sicherlich nicht von Cumina gemeint, Vegbudsd, nie und nimmer...
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25.06.2020, 14:13 Uhr
Hallo Vegbudsd,

das kam jetzt falsch an. Ich meinte das nur auf den einen Satz bezogen, der in dem von dir verlinkten Beitrag stand und der sich auf Fleisch in Bioqualität bezieht. Ich meinte meine Aussage vollkommen allgemein, keinesfalls wollte ich Reklame machen. Diesen besagten Satz hab ich auch schon oft im Fernsehen bei Diskussionen gehört und er nervt mich jedes mal wieder. Den lesen oder hören ja auch viele Leute, die keineswegs vorhaben vegan zu leben und das ist dann quasi die Rechtfertigung Billigfleisch anzubieten und auch zu kaufen. Ach - warum kann ich mich schriftlich nur immer so schlecht ausdrücken?
Wahrscheinlich kommt es wieder falsch an was ich meinte !!
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25.06.2020, 14:34 Uhr
Das zeigt aber durchaus, wie sehr diese Denkmuster uns in die "Wolle gewebt" sind und immer wieder durchbrechen.

"Die Gute Butter ist ranzig" "Fleisch ist ein Stück...Todeskampf!" und "die Milch macht's ... sicher nicht!" - sind nur einige von den Sprüchen, die uns sozusagen in der Urform eingeimpft wurden und ihr Unwesen in vielen Köpfen bis heute treiben.

Leider reagiere ich inzwischen ziemlich allergisch auf solch unbedachte Äußerungen.
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26.06.2020, 14:44 Uhr


Ganz ohne Frage. Meine Frau und ich sind Kleinrentner. Trotzdem essen wir Obst und Gemüse aus biologischem Anbau, und zwar zum Teil direkt vom Erzeuger oder durch den wunderbaren Bio-Gemüse-Obst-Versand Etepetete, wo wir nach wie vor Kunde sind. Wir brauchen für unser Obst und unser Gemüse (wie gesagt, ausnahmslos in Bioqualität) ca. 100-150 Euro im Monat. Zu zweit! Ich denke, das kann sich (fast) jeder leisten. Allerdings verwenden wir auch alles davon. Abfälle gibt es kaum, weil man selbst aus Gemüseresten, Schalen, holzigen Stücken, welken Blättern usw. eine leckere Brühe machen kann, die eine tolle Basis für eine Gemüsesuppe ist oder einfach als Trinkbrühe genossen wird.

Aber wenn ich sehe, wie wenig der Durchschnittsdeutsche bereit ist, für Lebensmittel auch "gutes Geld" auszugeben, wundern mich solche Aussagen nicht. Franzosen, Italiener usw. sind viel eher bereit, mehr fürs Essen auszugeben, als der durchschnittliche Bundesbürger.

Ich bin auch so ein "Allesverwerter" Aus den Blättern vom Kohlrabi, Brokkoli, Rote Beete lässt sich gut eine Art Spinat machen, Möhrengrün kommt klein gehackt in den Salat und wie du sagst - aus den Resten lässt sich eine gute Brühe kochen. Ich geh im Herbst immer Fallobst und Nüsse sammeln, es ist ganz unglaublich was die Leute alles so vergammeln lassen. Zu faul zum Aufheben!

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