Tierrechte / Tierschutz - wo ist der Unterschied?

Erstellt 08.01.2020, 11:19 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 4 Antworten.

Tierrechte / Tierschutz - wo ist der Unterschied?
08.01.2020, 11:19 Uhr
Wer hat sich das schon gefragt?
https://www.vegpool.de/magazin/tierschutz-tierrechte-unterschied.html
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
08.01.2020, 11:32 Uhr
Danke für Klarstellung, Kilian. Ich denke, ich tendiere zu einer Mischung aus beidem, versuche es jedenfalls...
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08.01.2020, 14:57 Uhr
Der klassische Tierschutz unterscheidet zwischen „Nutztieren“ und „Haustieren“, „Nutztiere“ haben dort kein Lebensrecht, „Haustiere“ sehr wohl.

Als Beispiel der Deutsche Tierschutzbund: im Edeka gibt es von der Marke „Hof Glück“ (welche Verhöhnung der Opfer) verschiedene Wurstwaren die ein blaues Siegel des Deutschen Tierschutzbundes tragen mit der Aufschrift „Für mehr Tierschutz“.
Nur komisch, dass das Tier nach diesem „mehr an Tierschutz“ dann tot ist.
Bei Hund und Katze wäre dies undenkbar.
Außerdem hat der Deutsche Tierschutzbund den Neuland Verein „für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung“ (mit)gegründet.
Diese beiden Beispiele sagen eigentlich schon alles über den klassischen Tierschutz, es soll doch irgendwie alles beim Alten bleiben, ein Lebensrecht für Rind, Schwein, Huhn, Pute, Gans, Ente, Fisch usw. scheint in weiter Ferne.......
Alles was der klassische Tierschutz erreicht hat, ist den Leuten die Idee zu verkaufen man könne das Falsche richtig tun.

„Nicht eine milde Form der Schlachtung, sondern ihre Beseitigung soll man anstreben. Je mehr man das Schlachten ‚human‘ zu gestalten sucht, desto mehr stärkt man die Sache der Metzgerei selbst. Ein wirklich konsequenter Standpunkt des Tierschutzes wird erst dann gewonnen sein, wenn die Menschheit sich entschlossen haben wird, das Töten und Essen der Tiere aufzugeben.“
Maximilian von Sachsen, sächsischer Prinz und katholischer Geistlicher, 1870 – 1951



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08.01.2020, 19:41 Uhr
Zitat DaisyDuck:
Als Beispiel der Deutsche Tierschutzbund: im Edeka gibt es von der Marke „Hof Glück“ (welche Verhöhnung der Opfer) verschiedene Wurstwaren die ein blaues Siegel des Deutschen Tierschutzbundes tragen mit der Aufschrift „Für mehr Tierschutz“.


Als ich das im Supermarkt gesehen habe, habe ich mir sowas auch gedacht. Für mich ist das ein Grund den Deutschen Tierschutztbund nicht zu unterstützen. Sie wollen für Tierschutz stehen, sagen dem Kunden damit aber, dass es schon okay ist ein Tier zu töten. Ob es ein etwas netteres Leben hatte, macht doch nicht wirklich einen Unterschied.
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09.01.2020, 08:16 Uhr
Hallo Kilian, herzlichen Dank für diese KLarstellung. Tatsächlich war mir diese wichtige Unterscheidung nicht wirklich klar, weshalb es in meiner politischen Arbeit auch immer wieder zu Missverständnissen gekommen ist.

Das erklärt auch, weshalb es vielen Tierrechtlern schwer fällt, in ebendieser Partei sich heimisch zu fühlen.

Dennoch wünschte ich mir gerade dort viel mehr Tierrechtler, denn gerade dort wäre die wirksamste Arbeit auch und gerade für Tierrechte in der Gesetzgebung möglich - und dringend nötig!

Der DTB hat beides zwar im Blick, will aber seine Mitglieder und z.B. die Tierheime und Fleischkäufer dort abholen, wo sie nun mal tatsächlich gedanklich sind. Er versucht gerade auch diese Gruppe Menschen zu sensibilisieren. Das geht z.B. auch über ein Label auf der Wurstverpackung. Denn dadurch wird der Käufer immer wieder genau auf dem aus Tierqual entstehenden Produkt auf das Tier hingewiesen, was ja sonst tunlichst vermieden wird und zu massiver Verdrängung auf Seiten der Verbraucher führt. Bei aller berechtigter Kritik daran: Mir ist es sehr Recht, dass alle möglichen Wege beschritten werden, den Tieren zu helfen und ihre Rechte besser in den Blick zu nehmen. Der DTB wirkt auch auf seine Mitglieder hinsichtlich veganer Ernährung ein sowie bei Tierheimen auf die geübte Praxis bei den Festen usw. noch immer nicht auf tierische Produkte zu verzichten. Das ist gerade in diesem Bereich ein ziemlich dickes Brett, und ich glaube dennoch, dass der DTB insgesamt auf einem guten Weg ist, die verkrusteten Verhältnisse im Bereich "Tierschutz" in Richtung auf Tierrechte aufzubrechen.
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