Vegane Hundeernährung - Anzeige erstatten?

Erstellt 26.01.2021, 16:22 Uhr, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 19 Antworten.

Vegane Hundeernährung - Anzeige erstatten?
26.01.2021, 16:22 Uhr
Sollte man Anzeige erstatten, wenn man erfährt, dass jemand seinen Hund vegan ernährt?
https://www.vegpool.de/magazin/hund-vegan-futtern-anzeige.html
Was waren eure Gedanken, als ihr das erste mal von veganem Hundefutter gehört habt?
Ich war erstmal völlig fassungslos...
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
26.01.2021, 16:59 Uhr
Hi Kilian,
wir haben selbst keine Tiere, aber ich war auch erst mal geschockt. Doch durch Information über verschiedene Quellen habe ich mir überlegt, dass es o.k. ist, wenn der Tierhalter sich Gedanken macht und nicht einfach von heute auf morgen das Futter auf vegan umstellt. Vor allem ist es sicher auch wichtig, den Hund regelmäßig untersuchen zu lassen, ob es ihm nicht an Nährstoffen fehlt.

Du kannst das Gleiche ja mal bei Katzen untersuchen, denn da sind - glaube ich - die Widerstände noch größer als bei Hunden.


Lieben Gruß
METTA
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26.01.2021, 18:37 Uhr
Also an Anzeige erstatten und laut Tierquälerei rufen hab ich ganz sicher nicht gedacht. Eher so: ah ja? Interessant. Noch gar nicht darüber nachgedacht, aber eigentlich voll logisch und konsequent. :thumbup:
Die größere Tierquälerei ist ja definitiv das Verfüttern von Fleisch.
Die nächste Stufe wäre dann, Haustierzüchtung ganz abzulehnen.
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26.01.2021, 19:04 Uhr
Hmm...Auch wenn gleich Steine fliegen, ich halte nichts davon, Hunde oder gar Katzen fleischlos zu ernähren. Als Mensch habe ich die Wahl, mich aus welchen Gründen auch immer, für den veganen Weg zu entscheiden. Als Tierhalter entscheide ich aber darüber, was mein Tier frisst. Ein Hund würde, vor die Wahl gestellt, immer den Napf mit dem fleischhaltigen Futter bevorzugen (es gab da sogar mal ein Experiment im TV, glaube bei Galileo - die Halterin ernährte ihren Hund vegetarisch und er wählte trotzdem das Fleisch). Ob es überhaupt ernährungsphysiologisch möglich wäre, einen Hund vegan zu ernähren, ohne dass ihm Nährstoffe fehlen, sei dahin gestellt, ich bin kein Veterinär - bei Katzen halte ich es für ausgeschlossen (Stichwort Taurin).


Deswegen vertrete ich die Meinung, wer das nicht kann - seinem von Natur aus carnivoren Haustier fleischhaltige Nahrung zu geben - sollte auf die Haltung verzichten. Zumal es genug von Haus aus vegane Tiere gibt, wie zB Meerschweinchen ;)

Ich habe selbst zwei Katzen und würde nie auf die Idee kommen, diese vegan zu ernähren. Bis vor kurzem hatte ich auch noch einen Hund, welcher vermutlich keine 16 Jahre alt geworden wäre, hätte ich ihn vegan ernährt.


Das ist aber nur MEINE Meinung - über fundierte Links, gerne von Tierärzten, zu veganer / vegetarischer Hunde oder Katzenernährung freue ich nich trotzdem.

Edit: ich habe die Links im Artikel gelesen und bin nun etwas aufgeklärter. Würde ich nochmal einen Hund ins Haus holen, was aber eher nicht zur Debatte steht, würde ich wohl barfen in Kombination mit viel frischem, gekochten Gemüse. Allerdings werden wohl unsere Katzen die letzten Haustiere sein - da ich Haustierhaltung allgemein vermehrt kritisch betrachte.
2x bearbeitet

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26.01.2021, 20:07 Uhr
Ich würde auch kein Haustier kaufen, ich bin gegen Tierzucht in jeder Form.
Was Katzenfutter angeht, meine Katzen lieben das vegane Katzenfutter AmiCat, da ist Taurin drin und alles, was sie sonst brauchen. Seit sie das kriegen, glänzt ihr Fell schöner. Da kann was dran sein, daß das vegane Futter eine höhere Qualität hat, als aus tierischen Abfällen hergestelltes Futter. Als ich in der Übergangszeit beides gefüttert hatte, knabberten sie begeistert die AmiCat Bröckchen.
Was Barfen angeht, hier im Dorf wohnte mal einer, der wollte Ziegen halten, um sie an seine Hunde zu verfüttern. Ich sagte dann ganz verdattert, dann wäre es ja fast besser, die Hunde zu töten, dann müsste er nur 2 Tiere töten, statt dauernd die Ziegen. Er hat das dann auch nicht gemacht.
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26.01.2021, 20:10 Uhr
Zitat Pottmuddi:Hmm...Auch wenn gleich Steine fliegen, ich halte nichts davon, Hunde oder gar Katzen fleischlos zu ernähren. Als Mensch habe ich die Wahl, mich aus welchen Gründen auch immer, für den veganen Weg zu entscheiden. Als Tierhalter entscheide ich aber darüber, was mein Tier frisst. Ein Hund würde, vor die Wahl gestellt, immer den Napf mit dem fleischhaltigen Futter bevorzugen (es gab da sogar mal ein Experiment im TV, glaube bei Galileo - die Halterin ernährte ihren Hund vegetarisch und er wählte trotzdem das Fleisch). Ob es überhaupt ernährungsphysiologisch möglich wäre, einen Hund vegan zu ernähren, ohne dass ihm Nährstoffe fehlen, sei dahin gestellt, ich bin kein Veterinär - bei Katzen halte ich es für ausgeschlossen (Stichwort Taurin).


Deswegen vertrete ich die Meinung, wer das nicht kann - seinem von Natur aus carnivoren Haustier fleischhaltige Nahrung zu geben - sollte auf die Haltung verzichten. Zumal es genug von Haus aus vegane Tiere gibt, wie zB Meerschweinchen ;)

Ich habe selbst zwei Katzen und würde nie auf die Idee kommen, diese vegan zu ernähren. Bis vor kurzem hatte ich auch noch einen Hund, welcher vermutlich keine 16 Jahre alt geworden wäre, hätte ich ihn vegan ernährt.


Das ist aber nur MEINE Meinung - über fundierte Links, gerne von Tierärzten, zu veganer / vegetarischer Hunde oder Katzenernährung freue ich nich trotzdem.

Edit: ich habe die Links im Artikel gelesen und bin nun etwas aufgeklärter. Würde ich nochmal einen Hund ins Haus holen, was aber eher nicht zur Debatte steht, würde ich wohl barfen in Kombination mit viel frischem, gekochten Gemüse. Allerdings werden wohl unsere Katzen die letzten Haustiere sein - da ich Haustierhaltung allgemein vermehrt kritisch betrachte.


Ich finde es noch verstörender, wenn Menschen mit Haustieren Fleisch essen. Mit allen anderen Punkten teile ich sehr deine Meinung, ausser "ob man generell ein Tier halten soll". Ohne meine Pupssäcke wäre ich sicherlich nicht vegan geworden ;) So ein Tier ist ganz einfach ein Familienmitglied. Und bezüglich der Ernährung: Jeder so vegan wie er/sie kann. ;)
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26.01.2021, 20:28 Uhr
Ich finde es schlimm, dass immer wieder neue Hunde und Katzen gezüchtet werden und dann noch so Qualzuchten wie Mobs oder Französische Doggen etc . die kaum atmen können oder illegal in Massenzuchten, die dann halb tot hier nach Deutschland in irgendwelchen Autos im Kofferraum transportiert werden . Und die armen Tiere, die warum auch immer in Tierheimen zurückgelassen werden nehmen zu, bzw. ein Teil von ihnen wird eingeschläfert, weil sie nicht mehr zu vermitteln sind. Also wenn Haustiere, dann lieber aus dem Tierheim ! Das hatte zwar jetzt nichts mit dem eigentlichen Thema veganes Hundefutter zu tun, aber lag mir gerade auf dem Herzen !

Lieben Gruß
METTA
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27.01.2021, 00:32 Uhr
Zitat Crissie:Ich würde auch kein Haustier kaufen, ich bin gegen Tierzucht in jeder Form.
Was Katzenfutter angeht, meine Katzen lieben das vegane Katzenfutter AmiCat, da ist Taurin drin und alles, was sie sonst brauchen. Seit sie das kriegen, glänzt ihr Fell schöner. Da kann was dran sein, daß das vegane Futter eine höhere Qualität hat, als aus tierischen Abfällen hergestelltes Futter. Als ich in der Übergangszeit beides gefüttert hatte, knabberten sie begeistert die AmiCat Bröckchen.
Was Barfen angeht, hier im Dorf wohnte mal einer, der wollte Ziegen halten, um sie an seine Hunde zu verfüttern. Ich sagte dann ganz verdattert, dann wäre es ja fast besser, die Hunde zu töten, dann müsste er nur 2 Tiere töten, statt dauernd die Ziegen. Er hat das dann auch nicht gemacht.

Top - Crissie! :thumbup:

Wenns beim Menschen klappt und gesund ist - wieso sollte es beim omnivoren Hund nicht auch gesund möglich sein, ihn vegan zu ernähren? Für mich die absolut logische Konsequenz.

Es gibt genug Infos im Internet darüber, dass der Hund nicht mehr mit dem Wolf gleichzusetzen ist, sondern längst zum Allesfresser wurde.


Ich freu mich schon auf den veganen Hund, den ich irgendwann mal haben werde - natürlich nur ein geretteter von einer entsprechenden verantwortungsvoll agierenden Organisation (also Hunde pflanzlich fütternd, um nicht noch mehr Tierleid zu bewirken!).


Hier noch ein anderer Artikel von Kilian
https://www.vegpool.de/magazin/hunde-vegan-ernaehren-tieraerztliche-meinung.html

Ein Tier beim Züchter "bestellen"? Das ist für mich ein gutes Beispiel für Speziesismus und in meinen Augen ein Nogo.



2x bearbeitet

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27.01.2021, 16:09 Uhr
Im Folgenden wird nebenbei ein Hund erwähnt. Eine Anekdote ist zwar keine Studie, aber wenn so ein Fall möglich ist, ist das alleine schon zumindest der Beweis, dass es nicht unmöglich ist:
https://veganfitwerden.de/vegane-ernahrung-interview/

Ich oute mich an dieser Stelle: Mein Sohn hält eine Kornnatter, für die wir TK-Mäuse kaufen. Sie ist der einzige echte Fleischfresser in unserem Haus, und sie bekommt das auch.

Die Probleme von Tierhaltung sehe ich absolut ein, in der Hinsicht sind wir nicht konsequent, wollten aber die Erfahrung auch für unsere Kinder nicht missen. Solange die Schlange bei uns lebt, wird sie die Mäuse bekommen; danach wird kein Tier mehr angeschafft, so ist der Plan.


Grundsätzlich ist es meistens scheinheilig, Leute wegen ihrer angeblich nicht perfekten Tierhaltung anzuzeigen. Selbst ein nicht perfekt ernährter liebevoll gehaltener Hund kann ein freudvolles Leben führen und ist tausendfach besser bedient als die Nutztiere.
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27.01.2021, 21:17 Uhr
Ich habe dazu auch schon einiges gelesen, Hunde vegan zu ernähren! Ich habe sogar ein Smoothiebuch wo auch der ein oder andere vegane Smoothie für Hunde drin ist. Ich denke auch das, dass gesünder sein kann, als dieses mit Antibiotika versäuchte Billigfutter. Ich persönlich möchte aber auch kein Haustier.
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