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Die 5 häufigsten Vegan-Ausreden


Eine vegane Lebensweise hat viele Vorteile. Das zeigen nicht nur die vielen positiven Erfahrungsberichte von Veganern, sondern auch immer mehr Studien rund um Gesundheit und Ökologie. Der wichtigste Schritt zur veganen Lebensweise ist im Grunde ganz einfach: Einfach Tierprodukte weglassen. Angesichts der großen Auswahl an veganen Produkten ist es also heute praktisch reine Kopfsache, vegan zu werden. Trotzdem – oder gerade deshalb? – gibt es viele Vegan-Ausreden. Wir stellen die wichtigsten Ausreden vor – und entzaubern sie.

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Vegan – da kann man ja nichts mehr essen

Der Schritt zur veganen Ernährung ist kaum mehr, als eine Umgewöhnung. Die Auswahl an Lebensmitteln ist in Deutschland und Mitteleuropa so groß, dass keine Rede von Verzicht sein kann. Tatsächlich essen die meisten Menschen wechselnde Kombinationen aus etwa 10 Grundzutaten. Zählen Sie selbst einmal nach und schreiben Sie auf, was Sie die letzten Tage gegessen haben! Ändern Sie anschließend die Grundzutaten und gewöhnen Sie sich an andere, leckere und vegane Gerichte. Ja, so einfach ist es!

Vegan zu werden ist mir zu anstrengend

Umgewöhnungen brauchen immer eine gewisse Zeit, bis sie – wie das Wort schon sagt – Gewohnheit werden. Es kann schon ein paar Wochen dauern, bis man neue Lieblingsgerichte und Leckereien entdeckt hat. In dieser Zeit ist es wichtig, konsequent zu sein, denn der innere Schweinehund hasst Veränderungen – so gut sie einem auch tun. Suchen Sie sich auf jeden Fall Gleichgesinnte, mit denen Sie sich austauschen und evtl. auch zusammen kochen und probieren können. Zum Beispiel im veganen Forum. Machen Sie sich immer wieder klar, welche Vorteile eine vegane Lebensweise mit sich bringt. Sorgen Sie gegen Hungerattacken vor, denn hier gewinnt schnell der innere Schweinehund. Also: Im Voraus kochen, sich rechzeitig gute Rezepte suchen und Vorräte anlegen. Dann ist die Umstellung nicht anstrengend, sondern genussvoll.

Der innere Schweinehund
Sieht nett aus, kann aber mit seinen Ausreden ganz schön nerven: Innerer Schweinehund.
Bild: fotolia.com

Veganer sind Außenseiter

Nein, Veganer sind nicht grundsätzlich Außenseiter. Es kommt immer auch auf die Toleranz der Mitmenschen an – und Veganismus schadet keinem. Außerdem: Vordenker sind meistens Außenseiter. Veränderungen gehen praktisch immer von Menschen aus, die eigene Wege gefunden haben – die Masse folgt später. Eine vegane Ernährung kann sehr genussvoll, vielfältig und gesund sein und viele Vorteile gegenüber einer nicht-veganen Ernährung haben. Und vergessen Sie nicht: Je mehr Menschen Veganer werden, desto „normaler“ wird die vegane Ernährung.

Menschen sind aber Fleischesser

Menschen sind nur Fleischesser, wenn sie Fleisch essen. Veganer sind keine Fleischesser. Es gibt auch keinerlei natürliche „Vorgaben“, wie sich der Mensch ernähren sollte. Wenn man sich nach der Entwicklungsgeschichte der Menschen richtet, wird schnell klar, dass unser heutiges Verhalten kaum noch mit früheren Lebensweisen vergleichbar ist. Wir fahren Auto, wohnen in Häusern, kaufen in Supermärkten ein... Menschen können sich entwickeln und auch gut vegan leben. Oft hat die vegane Ernährung sogar große gesundheitliche Vorteile. Siehe auch: Menschen sind Fleischesser.

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Veganer sind extrem – man muss einen goldenen Mittelweg finden

Das war einige Zeit auch die Ausrede des Verfassers dieser Zeilen. Veganer sind aber nicht extrem. Wer sich einmal intensiver mit der Erzeugung von Tierprodukten beschäftigt hat, wird wissen, wie extrem es hier vorgeht. Veganismus ist für viele Menschen eine Entscheidung, nicht mehr an der tödlichen, extremen Gewalt in der Tierindustrie teilzunehmen. Denn für Fleisch, Milch und Eier sterben Tiere. Seien Sie nicht extrem – werden Sie noch heute vegan.


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Vegan leben – Genuss ohne Tierprodukte:

Kommentare

Tacheles
Kommentar #1 07.03.2016, 15:29 Uhr
Es gibt doch eine natürliche Vorgabe für unsere Ernährung und zwar allein schon durch unsere organische Beschaffenheit. Wenn man die mit denen der 4 bekanntesten Grundtierarten(Raubtiere, Weidetiere, Frucht-und Blattesser(Primaten, v.a. Ornang Untan) und Mischesser(typischer Vertreter: der Bär) vergleicht, so müssen wir demnach als Frucht-und Blattesser eingestuft werden, einmal ganz abgesehen von unserer Psyche in natürlichem, gesunden Zustand. Dies ist alles sehr klar und einleuchtend beschrieben in dem Büchlein "Die heilige Wissenschaft", das einzige schrifliche Vermächtnis des Sri Yukteswar Giri, des Lehrers des Prahamanansa Yogananda, der damals als erster Abgesandter des indischen Kryia-Yoga in Amerika, Kalifornien, ein Yogazentrum gegründet hatte.

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