Vitamin B12: Über eine Spritze oder als Tablette einnehmen?

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Vitamin B12-Aufnahme: Als Injektion (Spritze) oder Tablette? Bild: pixabay

Wenn der Hausarzt einen Vitamin B12-Mangel oder eine Unterversorgung mit dem Vitamin feststellt, stellt sich für Betroffene oft die Frage: Sollte ich das Vitamin B12 als Spritze oder über Tabletten einnehmen?

Auch Menschen, die regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12 einnehmen, fragen sich mitunter, ob eine Vitamin B12-Injektion nicht eigentlich besser wäre.

Dieser Artikel geht auf die Unterschiede zwischen Vitamin B12-Injektionen und der Aufnahme als Nahrungsergänzungsmittel ein.

Vitamin B12 ist ein Nährstoff, der für unseren Körper absolut notwendig ist. Ein Mangel daran kann zu irreparablen Schäden führen, unter anderem am Nervensystem. Aus dem Grund ist es wichtig, die Versorgung mit Vitamin B12 sicherzustellen.

Obwohl das Thema häufig in Verbindung mit einer veganen Ernährung diskutiert wird, sind auch viele Fleischesser und Vegetarier von einem Vitamin B12-Mangel betroffen. Viele marktübliche B12-Präparate sind auch nicht vegan.


Besonders aufpassen sollten ältere Menschen, sowie Patienten mit Diabetes Typ 2, da bestimmte Diabetes-Medikamente die Aufnahme von Vitamin B12 stark einschränken. Siehe dazu unser Interview mit Prof. Dr. med. Andreas Michalsen.

Vitamin B12-Injektionen als Kur

Wenn es erst zu einem Vitamin B12-Mangel gekommen ist, empfiehlt der Hausarzt in der Regel eine mehrwöchige Vitamin B12-Kur mit regelmäßigen Injektionen, also Spritzen. Dadurch soll der Vitamin B12-Status wieder auf einen normalen Stand gebracht werden.

Bei einer solchen Vitamin B12-Kur wird das Vitamin (meist in der chemischen Form Cyanocobalamin) hochdosiert in einen Muskel gespritzt ("intramuskulär"). Je nach Bedarf wird dann z. B. einmal wöchentlich B12 mit 1.000 µg gespritzt. Anschließend folgt oft eine "Erhaltungskur", zum Beispiel über monatliche Injektionen.

Vitamin B12-Injektionen gelten als sichere Form, Vitamin B12 zu verabreichen. Und: Wenn man möchte, kann man sich Vitamin B12 auch selbst spritzen. Präparat und Utensilien sind in der Apotheke in der Regel problemlos verfügbar und vergleichsweise kostengünstig. Wichtig ist, sich dabei von einem Arzt fundiert anleiten zu lassen, sonst droht die Gefahr, z. B. einen Nerv zu verletzen oder sich mit Keimen zu infizieren.

B12-Nahrungsergänzung statt Injektion?

Zugleich sind Injektionen zwar nicht sehr schmerzhaft, aber auch nicht besonders angenehm. Kann man statt einer Injektion also auch einfach Nahrungsergänzungsmittel wie Tabletten, Kapseln, Lutschtabletten, Tropfen oder Sprays nehmen?


Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt auch davon ab, ob der Körper grundsätzlich über die Fähigkeit verfügt, Vitamin B12 über die Nahrung aufzunehmen.

Für die Verwertung von B12 aus der Nahrung benötigt der Körper ein Transport-Protein, den sogenannten "Intrinsische Faktor". Ist die Aufnahme gestört, kann Vitamin B12 aus der Nahrung nicht (oder nur in geringem Maße) verwertet werden. Oft in zu geringem Maße.

Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel werden teilweise auch direkt über die Mund- und Rachenschleimhäute aufgenommen. Dieser biologische Vorgang wird als "passive Diffusion" bezeichnet. Ob die Menge reicht, kann sich von Patient zu Patient unterscheiden.

B12-Präparate ggf. zur Aufrechterhaltung geeignet

Bei akutem Vitamin B12-Mangel sollte unbedingt der Hausarzt konsultiert werden. Die Verabreichung als Spritze gilt als eine der sichersten Formen, B12 zu verabreichen. Daher wird der Hausarzt im Falle eines akuten Vitamin B12-Mangels in der Regel zuerst damit beginnen.


Zum weiteren Erhalt der B12-Versorgung kann dann in der Regel - wenn keine B12-Aufnahmestörung vorliegt - Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Generell wird empfohlen, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin B12 regelmäßig durch einen Bluttest kontrollieren zu lassen, denn auf die Weise lässt sich erkennen, ob die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ausreicht, oder ob das Vitamin B12 besser per Spritze injiziert werden sollte.

Ganz wichtig ist dabei, nicht nur auf den B12-Wert im Blut-Serum zu schauen, sondern weitere Werte wie "Holo-TC" und ggf. Methylmalonsäure zu berücksichtigen. Siehe auch: Worauf du beim B12-Bluttest achten solltest.

Bitte besprich mit deinem Hausarzt, wie du deine Vitamin B12-Versorgung am besten handhabst. Eine B12-Injektion ist eine sehr sichere Möglichkeit, die B12-Versorgung kurzfristig zu verbessern.


Ob langfristig die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausreicht, hängt teilweise von deinem individuellen Gesundheitszustand ab. Häufig ist es möglich, nach einer gewissen Zeit die Injektionen zu stoppen und stattdessen Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Übrigens: Welches Vitamin B12-Präparat wir am besten finden (und warum), erfährst du hier.

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Autor: Kilian Dreißig

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Schlagworte: Vitamin B12 Gesundheit


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