Übersicht: Bio-vegane Höfe

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Bio-vegane Landwirtschaft ist eine Anbaumethode, die ganz ohne Nutztierhaltung auskommt. Die Grundlagen der bio-veganen Landwirtschaft sind nicht neu und wurden in vielen Kulturen der Welt jahrhundertelang weiterentwickelt.

In der modernen Landwirtschaft werden allerdings sehr häufig tierische Produkte als Düngemittel verwendet. So kommen z. B. Knochenmehl, Blutmehl, Haare, Hörner und Gülle der Tiere aufs Feld. Ein Bio-Bauer erklärte uns, es würde alles verwendet, was nicht explizit verboten sei.

Da diese tierischen Dünger sehr oft aus Massentierhaltung stammen, kann von "natürlichen Kreisläufen" keine Rede sein. Denn Massentierhaltung vernichtet begrenzt verfügbare Ressourcen und ist daher nicht zukunftsfähig.

Schlachtabfälle selbst in Bio-Landwirtschaft

Auch im biologischen Landbau werden tierische Düngemittel (teilweise auch aus Massentierhaltung) verwendet. Doch immer mehr Landwirte hören auf, die Nebenprodukte aus den Schlachthöfen auf ihren Feldern zu verklappen - und stellen auf bio-vegane Wirtschaftsweisen um.

Von "Schlachtabfällen" kann eigentlich nicht die Rede sein. Es handelt sich um Nebenprodukte, die in der Regel wirtschaftlich verwertet werden. Eine Landwirtschaft, die mit tierischen Produkten düngt, macht uns abhängiger von der globalen Tierproduktion und verstärkt damit ihre Folgen für Umwelt und Klima.

Doch funktioniert bio-vegane Landwirtschaft wirklich?


Nach Ansicht des Agrar-Experten Prof. Dr. Knut Schmidtke von der HTW Dresden ist bio-vegane Landwirtschaft nachhaltig tragfähig. Das sagte er uns im Interview.

Bio-vegane Landwirtschaft ist möglich und schont Umwelt und Tierwelt. Bild: pixabay.com

Angesichts der Vielzahl an "veganen" Lebensmitteln in den Supermärkten stellt man sich schnell die Frage: Ist bio-vegane Landwirtschaft nicht schon total verbreitet?


Leider nicht, der Eindruck trügt.

Die bekanntesten Vegan-Siegel zertifizieren aktuell Lebensmittel ab der Verarbeitungsstufe. Nicht berücksichtigt wird also der landwirtschaftliche Anbau. Auch Zutaten für "vegane" Lebensmittel können bislang aus konventioneller Landwirtschaft stammen, in denen tierische Dünger verwendet werden.

Es ist einfach der Tatsache geschuldet, dass man irgendwo anfangen muss. Sicherlich werden die Organisationen, welche die Siegel vergeben, im Laufe der Zeit ihre Kriterien nachjustieren.

Übersicht: Bio-vegane Höfe und Betriebe

Hier eine Übersicht über Betriebe und Bezugsquellen in Deutschland und den Nachbarländern, die bereits heute bio-vegane Lebensmittel anbauen und vertreiben.

  • Biohof Hausmann
    Kartoffeln, Gemüse aus der Nähe von Dresden. Website
  • Biohof Hund
    biozyklisch-veganes Obst vom Bodensee. Website
  • Bio-Obsthof Glocker
    biozyklisch-veganes Obst vom Bodensee. Website
  • Bio-Obsthof Geiger
    biozyklisch-veganes Obst vom Bodensee.
  • Gärtnerhof Bienenbüttel
    Produziert seit 1978 bio-vegan. Website
  • Hof Windkind
    bio-vegane Nüsse aus Brandenburg. Website
  • Kräutergut
    bio-vegane Kräuter aus Nürnberg. Website
  • PfalzBio
    bio-veganer Gemüseanbau in Kandel. Website

Bio-vegane SoLaWis

Zusätzlich gibt es in Deutschland mehrere bio-vegan arbeitende SoLaWis. Der Begriff "SoLaWi" steht für "solidarische Landwirtschaft". Hier haben wir das genauer erklärt.


Eine Übersicht von SoLaWis in Deutschland findest du hier hier. Bitte beachte, dass nicht alle SoLaWis bio-vegan arbeiten!

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Autor: Kilian Dreißig

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Bio-vegane Bauernhöfe in der Übersicht
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