Ernährungsprävention

Diabetes Typ 2 vorbeugen mit veganer Ernährung

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Eine Frau macht einen SmoothieEine Frau macht einen Smoothie
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Eine vegane Ernährung kann den Stoffwechsel verbessern und Diabetes Typ 2 vorbeugen. Auch wer bereits Diabetes Typ 2 hat, kann in der Regel von einer pflanzlichen Ernährung profitieren.

Unter Diabetes Typ 2 versteht man eine chronische Erkrankung, bei der der Körper nicht mehr in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel selbst ausreichend zu regulieren. Oft geht dieser Form des Diabetes eine so genannte Insulinresistenz voraus. Wer also bereits eine Insulinresistenz hat, sollte schleunigst seine Lebensweise überdenken - und deutlich ändern.

Immer mehr Menschen bekommen Diabetes

Diabetes Typ 2, auch Diabetes Mellitus genannt, wurde früher als "Altersdiabetes" bezeichnet, da überwiegend ältere Menschen daran erkrankt sind. Doch die Statistiken zeigen, dass auch immer mehr junge Menschen Diabetes Mellitus bekommen. Laut Diabeteshilfe Deutschland hat sich die Zahl der Neuerkrankten seit dem Jahr 2000 um 40 Prozent erhöht!

Zu den wichtigsten Ursachen gehört die Ernährung. Es handelt sich daher bei Diabetes Typ 2 um eine waschechte Zivilisationserkrankung. Eine Krankheit also, die als Folge von Lebensstil-Faktoren auftritt. Häufige Vorzeichen für Diabetes Typ 2 sind Insulinresistenz, Übergewicht, Arteriosklerose, Nierenerkrankungen und Bluthochdruck.

Typische Risikofaktoren für Diabetes Typ 2

Folgende Liste zeigt grob, welche Lebenstil-Faktoren und Lebensmittel die Entstehung von Diabetes Typ 2 begünstigen können:

  • Fette, insbesondere tierische Fette,
  • stark verarbeitete Lebensmittel (darunter auch Fast-Food wie Burger, Pizza usw),
  • Limonaden und Softdrinks (auch zuckerfreie Limos stehen im Verdacht, krank zu machen),
  • ein Mangel an Ballaststoffen,
  • Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (im Wechselspiel),
  • Bewegungsmangel,
  • Rauchen.
Bei Menschen mit einer gesunden Ernährung und ausreichender Bewegung kommt Diabetes Typ 2 praktisch nicht vor. Menschen mit ersten Anzeichen für einen sich entwickelnden Diabetes Typ 2 sollten daher aktiv und rechtzeitig gegensteuern

Vegane Ernährung kann helfen, Diabetes Typ 2 vorzubeugen.

Nach derzeitigem Wissensstand ist Diabetes Typ 2 nicht heilbar. Wer ihn einmal hat, hat ihn immer. Die Chancen bestehen dann allenfalls darin, die Folgen abzuschwächen - und im besten Fall unabhängig von Medikamenten zu werden. Es gibt Erfahrungsberichte, in denen genau das geschildert wird. Dennoch ist das beste Mittel gegen Diabetes Typ 2 die Vorbeugung (Prävention).

Übrigens: In diesem Artikel findest Du weitere Infos über vegane Ernährung für Menschen, die bereits Diabetes Typ 2 haben.

Mediziner gehen davon aus, dass jeder fünfte Todesfall in Deutschland mit Diabetes Typ 2 zusammen hängt. Die Zuckerkrankheit stellt damit ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Es ist daher enorm wichtig für Risiko-Patienten, sich nicht nur auf Medikamente zu verlassen, sondern auch die eigene Lebensweise zu ändern. Diabetes Typ 2 lohnt sich einfach nicht!

Wie vegane Ernährung helfen kann

Eine vegane Ernährung kann einen wesentlichen Beitrag zur Prävention von Diabetes leisten und auch Betroffenen helfen, die Krankheit besser in den Griff zu bekommen. Natürlich kann pflanzliche Ernährung keine Wunder vollbringen - doch schon das Weglassen weiterer, schädlicher Lebensmittel ist für die Prognose sehr bedeutend.

Wichtig ist, dass die vegane Ernährung fundiert durchgeführt ist. Wer sich nur von Pommes und Sojapudding ernährt, isst zwar vegan, aber keineswegs ausgewogen.

Salat mit Avocado und BeerenVegane Ernährung bedeutet, die Ernährung bunt zu machen.
Bild: Fotolia.com

Eine Ernährung mit viel Vollkorn, einem hohen Anteil an Gemüse, sowie mit Hülsenfrüchten, Saaten, Nüssen und Kräutern, kann den Stoffwechsel wieder auf Schwung bringen - und in vielen Fällen Symptome lindern.

Auch Menschen mit erhöhtem Risiko für Diabetes sollten dabei nicht nur Tierprodukte meiden, sondern alle extrahierten Fette und Öle reduzieren. Ausnahme: Leinöl und Algenöl, die in Maßen genossen werden können (wegen der Omage-3-Fettsäuren).

Die wichtigsten Regeln für eine gesunde, vegane Ernährung

Wer sich fundiert vegan ernähren möchte, sollte seine Ernährungsgewohnheiten komplett umkrempeln. Grundregeln sind z. B.:

  • Viel unterschiedliches (und frisches) Gemüse verwenden,
  • Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Saaten und Kräuter verwenden,
  • bei Getreide auf Vollkorn achten,
  • stark verarbeitete Zutaten (z. B. Weißmehl) meiden,
  • zugesetzte Öle und Fette meiden,
  • Langsam und in Ruhe essen - Überernährung vermeiden.
  • Zucker und künstliche Süßungsmittel reduzieren oder vermeiden.
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Ernährungsberatung ist empfehlenswert

Gerade Menschen mit erhöhtem Risiko für Diabetes Typ 2 können von einer individuellen Ernährungsberatung sehr profitieren. Denn in der Regel ist Diabetes die Folge einer jahrelangen Fehlernährung. Die gute Nachricht: So wie wir uns Fehlernährung angewöhnen, können wir sie uns auch wieder abgewöhnen. So kann womöglich die Entstehung von Diabetes Typ 2 noch gestoppt werden! Infos zu Beratungs-Angeboten.

Hilfreich kann der Austausch mit Gleichgesinnten sein. Diese bieten nicht nur praktische Tipps und Tricks, sondern auch moralische Unterstützung. Auch auf Vegpool bieten wir ein Diskussionsforum an.

Auch die Dokumentation Gabel statt Skalpell vermittelt einen beeindruckenden Blick in die Chancen einer fundierten pflanzlichen Ernährung.

Mit Verzicht hat eine vegane Ernährung übrigens nichts zu tun. Wer sich einmal umgewöhnt hat, wird ohne das frühere "Suppenkoma" und die erhöhten Blutzuckerwerte sogar einen Gewinn an Lebensqualität feststellen können.

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Neben einer gesunden Ernährung darf die Bewegung nicht vernachlässigt werden. Ein häufiger Tipp lautet, mindestens eine halbe Stunde am Tag eine Sportart zu treiben, die einen leicht schwitzen lässt. Schön eine große Runde um den Block kann hilfreich sein, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Wusstest Du, dass Fertiggerichte nicht grundsätzlich ungesund sind? Darauf solltest Du achten.

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