Gelatine pflanzlich ersetzen - das sind die Alternativen

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Gelatine lässt sich gut ersetzen.
Bild: pixabay.com


Gelatine ist die Geheimzutat, die so manch ein Gummibärchen, Fruchtgummi-Würmchen und diverse andere Gelee-Tierarten zusammenhält. Auch in Götterspeise, Cremes und Mousse kommt oft Gelatine zum Einsatz.

Doch was da so appetitlich vor sich hin glibbert, wird aus Haut, Knochen und Schwarten von Tieren gewonnen. Richtig gelesen: Gelatine ist ein Produkt aus so genannten "Schlachtnebenprodukten" und damit weder vegetarisch noch vegan - und auch nicht allzu appetitlich. Mehr dazu kannst Du hier nachlesen.

Gelatine vegan ersetzen - die besten Alternativen

Immer wieder erreichen uns Anfragen, wie man Gelatine denn ersetzen kann. Es müsse doch möglich sein, Gelees, Götterspeise und Co rein pflanzlich herzustellen. Und in der Tat: Es gibt viele gute Möglichkeiten, Gelatine ganz leicht zu ersetzen. Denn Gelatine ist keineswegs das beste Geliermittel - es ist bloß besonders billig.

Hier stellen wir Dir die wichtigsten Alternativen für Gelatine vor!

Gelatine ersetzen ist übrigens nicht nur für Veganer interessant, schließlich möchten auchviele Nicht-Veganer gerne kein Knochen- und Schwartenmehl im Dessert haben. Auch Muslime und Juden verzichten aus religiösen Gründen auf Gelatine, da diese meist vom Schwein stammt, das gemäß der religiösen Vorschriften nicht verzehrt werden darf.

Wenn es darum geht, Gelatine zu ersetzen, denken wir sofort an das pflanzliche Geliermittel Pektin. Pektin ist der beste Gelatine-Ersatz! Es handelt sich bei Pektin um einen Ballaststoff, der zum Beispiel in Äpfeln und Zitrusfrüchten anzutreffen ist. Es trägt auch die E-Nummer E440. Pektin kann zum Beispiel aus Apfeltrester hergestellt werden, der bei der Pressung von Apfelsaft anfällt.

Pektin als Ersatz für Gelatine

Pektin findet man in vielen hochwertigen Gummibärchen, in Konfitüre, Fruchtaufstrichen, Gebäck-Füllung und viel mehr. Wie auch Gelatine muss Pektin zunächst erhitzt werden, um ihre Gelierfähigkeit zu entwickeln.


Bei Wackelpudding und Götterspeisen hingegen kommt in der Gelatine-freien Küche meist Agar-Agar oder Carrageen zum Einsatz. Beides sind ebenfalls Ballaststoffe, stammen jedoch aus der Rotalge und haben eine enorm hohe Bindefestigkeit.

Auch diese pflanzlichen Geliermittel müssen heiß aufgekocht werden, um ihre Wirkung zu entfalten. Wie stark Agar-Agar geliert, hängt vom Säuregrad der Speise ab. Je saurer, desto mehr Agar-Agar wird benötigt.

Agar-Agar erhält man in praktisch jedem Bio- und Supermarkt in der Backabteilung. Carrageen ist für Privatverbraucher dagegen gar nicht so einfach erhältlich, ist aber in vielen Fertigmischungen für Puddings und Cremes enthalten.

Stärke, Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl

Klassischer Vanille- oder Schokopudding kommt übrigens ganz ohne Geliermittel aus. 2-3 gehäufte Esslöffel Maisstärke, in kalte Pflanzenmilch eingerührt, genügen, um einen Topf heißer Pflanzenmilch anzudicken und schönen Pudding zu kreieren. Mit genug Stärke lässt sich dieser auch in kleine Förmchen abfüllen und anschließend stürzen. Es handelt sich zwar genau genommen nicht um ein Gelee, aber der Effekt ist nicht zu verachten!

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Gegenüber Pektin, Stärke, Agar-Agar und Carrageen hat Johannisbrotkernmehl den Vorteil, dass es auch kalt in Desserts eingerührt werden kann. Allerdings ergibt Johannisbrotkernmehl streng genommen kein Gelee, sondern dickt die Speise nur wirkungsvoll an und kann Agar-Agar auf die Weise effektvoll unterstützen.


Ähnliches gilt auch für Guarkernmehl, das zwar als Verdickungsmittel in Desserts durchaus eine Rolle spielen kann, selbst aber kein Gelee bildet und daher nur begrenzt als Ersatz für Gelatine dienen kann. Auch Chia-Samen können in manchen Speisen für Festigkeit sorgen.

Autor: Kilian Dreißig
4,7/5 Sterne (18 Bew.)
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