Ist Gelierzucker eigentlich vegan?

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Ist Gelierzucker eigentlich vegan - oder enthält er Gelatine?Ist Gelierzucker eigentlich vegan - oder enthält er Gelatine? Bild: pixabay.com

Ist Gelierzucker eigentlich vegan, oder verbirgt sich darin Gelatine oder ein anderes Tierprodukt? Besonders in der warmen Jahreszeit stellen sich viele Menschen diese Frage. Hier erklären wir, ob Gelierzucker vegan ist.

Wenn die ersten Erdbeeren reif sind beginnt auch die Marmeladen-Saison. Gelierzucker sorgt dafür, dass das Fruchtmus geliert und fest wird.

Gelierzucker: Enthält er Gelatine?

Bei Gelierzucker handelt es sich im Wesentlichen ein Mix aus normalem Zucker und Pektin. Meist kommt Citronensäure als Säuerungsmittel dazu, das Marmelade und Co etwas säuerlicher (und damit "fruchtiger") schmecken lässt.

Manche Gelierzucker werden mit dem Hinweis "2:1" beworben. Hier muss auf zwei Teile Obst also nur ein Teil Gelierzucker eingerührt werden. Da der (konservierende) Zucker-Anteil also im Produkt geringer ist, wird häufig noch ein Konservierungsstoff beigefügt, in der Regel Kaliumsorbat (E 202).


Die gute Nachricht für alle Marmeladen-Köche: Gelierzucker ist praktisch immer vegan. Gelatine kommt in Gelierzucker nach unserer Recherche nicht vor. Es ist heute ohnehin extrem selten, dass Gelatine in Marmeladen (bzw. Fruchtaufstrichen) verwendet wird. Dennoch ist Marmelade zwar meistens, aber nicht immer vegan.

Gelatine wird aus Schlachtnebenprodukten gewonnen und kommt immer noch in zahlreichen Produkten zum Einsatz. Grundsätzlich lässt sich Gelatine einfach pflanzlich ersetzen. Pflanzliches Pektin ist der tierischen Gelatine sogar in vielerlei Hinsicht überlegen (kostet allerdings etwas mehr).
Selbstgemachter Aprikosen-Aufstrich Bild: pixabay.com

Gelierzucker ist in der Regel vegan

Bei Pektin handelt es sich übrigens um ein pflanzliches Geliermittel, das z. B. aus Äpfeln, Rüben oder Zitrusfrüchten gewonnen wird. Siehe auch unser Artikel über das pflanzliche Geliermittel Pektin.


Und auch wenn Zucker früher unter Einsatz von verkohlten Tierknochen gebleicht wurde, ist dies in Deutschland heutzutage nicht mehr der Fall.

Kurz gesagt: Dem Einmach-Glück mit Gelierzucker steht auch bei Veganern (und allgemein bewusst lebenden Menschen) nichts im Wege.

Aufpassen solltest du bei Spezial-Mischungen, die z. B. Farbstoff enthalten. Es könnte sein, dass hier tierisches Karmin (aus Läusen) eingesetzt wird. Dieses wird auch als "Cochenillerot" oder E 120 bezeichnet und ist weder vegetarisch, noch vegan.

Kleiner Tipp am Rande: Du kannst auch einfach Pektin einkaufen und dies mit normalen Haushaltszucker vermischen. Es muss also nicht zwingend vorgemischter Gelierzucker sein.

Und wenn du gerne Marmelade mit Gelierzucker einkochst, dann bist du bestimmt auch ein großer Fan von Obstkuchen, Fruchttörtchen und Co. Auch zu diesen Themen haben wir wissenswerte Informationen für dich gesammelt:

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Autor: Kilian Dreißig
4,8/5 Sterne (21 Bew.)

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Hintergrundinfos: Gelierzucker
(2 Antworten)
Letzter Beitrag: 23.05.2020, 16:01 Uhr


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