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Kochen

Den Geschmack von Fisch vegan nachmachen

Viele Menschen entscheiden sich nicht aus geschmacklichen Gründen, vegan zu werden – vielmehr spielen gesundheitliche, ethische und ökologische Aspekte die wichtigste Rolle bei dieser Entscheidung. Aus dem Grund gibt es durchaus Veganer, die zwar keine Tierprodukte essen, den Geschmack aber gern mit pflanzlichen Zutaten nachmachen möchten. Bei Fisch ist das besonders einfach.

Die Überfischung der Ozeane, die hohe Belastung mit Schwermetallen und die Seuchengefahr in Aquakulten (den Massentierhaltungen der Meere) gehören sicherlich zu den häufigsten Gründen, warum Menschen weniger Fisch essen oder ganz darauf verzichten möchten.

Fischgeschmack nachmachen und auf nichts verzichten

Neuere Studien zeigen aber auch immer wieder, dass Fische durchaus in der Lage sind, Schmerzen zu empfinden, auch wenn sie dies nicht laut äußern können. Wer keine Tiere quälen und ausbeuten möchte, meidet neben Fleisch und anderen Tierprodukten also am besten auch Fisch und Fischprodukte.

Und das ist gar nicht so schwer, denn mit pflanzlichen Meeresprodukten wie z. B. Algen lässt sich ein prima Fischgeschmack herstellen. Denn Algen schmecken nicht nach Fisch – sondern andersrum: Fisch schmeckt überwiegend nach Algen. Wer Fisch mag, könnte also Algen lieben.

Fisch schmeckt nach Algen. Nicht anders herum.

Tote Fische - nichts für Vegetarier
Schmeckt total algig: Fisch
Bild: Gideon (bearb.), CC-BY

Und davon gibt es eine ganze Menge. Insbesondere in Asia-Läden findet man eine große Auswahl an unterschiedlichen Algen- und Seetang-Sorten mit verschiedenen Aromen. Auch die klassischen Sushi-Algenblätter lassen sich gut zur Geschmacksgebung in Suppen, mariniertem Tofu oder Risotto verwenden. Am einfachsten klappts mit granulierten Algen, die man ebenfalls im gut sortierten Asia-Shop erhält.

Eine fischartige Konsistenz erreicht man nicht nur durch Tofu, sondern auch z. B. durch Auberginen oder Pilze. Auch Zucchini können – je nach Gericht – zusammen mit Algen verarbeitet werden.
Wie auch beim Ersetzen von Fleisch lassen sich verarbeitete Fischgerichte (z. B. panierte Fischfilets) am besten nachmachen. Sie erhalten ihre Aromen vor allem durch die Panade und Würzung – beides ist vegan gut machbar.

Klassische Fischgerichte lassen sich gut vegan nachahmen

Reine Fischfilets lassen sich hingegen natürlich schwieriger nachahmen. Das liegt daran, dass die Proteine im Fisch bei Erhitzung etwas andere Aromen entwickeln, als Tofu oder Gemüse.
Ein paar Beispiele für Fischgerichte, die sich gut vegan nachahmen lassen:

  • frittierte und panierte Tofu-Sticks mit Algengranulat in der Panade
  • selbst gemachte Fischburger mit Seitan oder Tofu und Algen
  • Gemüsesuppe mit Algen statt Fischsuppe

Übrigens: Sojasoße enthält manchmal ebenfalls Fisch-Bestandteile. Auch viele Asia-Imbisse bieten Fischsoße zur Würzung an – oder verarbeiten diese direkt. Traditionelle, pflanzliche Sojasoße ist hier der beste Ersatz. Da es viele unterschiedliche Sorten gibt (auch die Sorten „Shoyu“ und „Tamari“ können sich zwischen den Herstellern geschmacklich deutlich unterscheiden), probieren Sie am besten mehrere Sorten aus. Besonders gut schmeckt dem Autor z. B. die Shoyu-Sojasoße von Alnatura (erhältlich auch bei DM).



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Kommentare

Carmen
Kommentar #1 02.01.2017, 05:45 Uhr
Unter solchen Beiträgen wäre es doch nett, wenn man auch wenigstens ein Rezept fände.
Kann man auch selbst woanders suchen, aber wenn man schon Infos liefert, wäre die eine oder andere konkrete "Anleitung" schon schön.

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