Gesundheit

Haarausfall als Veganer – welche Gründe gibt es?

Es kann ganz schön erschreckend sein, wenn bei der morgendlichen Haarpflege büschelweise Haare in Kamm oder Bürste hängen bleiben. Haarausfall bedarf besonders dann einer besonderen Beobachtung, wenn er nicht als natürliches Zeichen des Alterns auftritt, sondern übermäßig stark und vielleicht sehr unregelmäßig ist.

Wer als Veganer von Haarausfall betroffen ist, wird sich vielleicht fragen, ob es wohl an der Ernährung liegen kann. Gleichzeitig zieht aber auch manch ein Nicht-Veganer eine vegane Ernährung in Betracht, um durch eine vielfältige, frische Ernährung dem Haarverlust Einhalt zu gebieten.
Doch hängen Haarausfall und Veganismus überhaupt zusammen?

Haarausfall kann viele unterschiedliche Gründe haben. Einerseits kann er durch zahlreiche Einflüsse des täglichen Lebens wie Stress, Hormonschwankungen oder Quecksilberbelastungen begünstigt werden. Häufiger haben jedoch gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Infektions- und Stoffwechselerkrankungen, Mangelerscheinungen oder Hautkrankheiten einen mehr oder weniger starken Haarverlust zur Folge.

Eine gesunde und vielfältige vegane Ernährung kann die körperlichen Alterungsprozesse verlangsamen und dadurch den altersbedingten Haarausfall verlangsamen. Gleichzeitig ist Veganismus natürlich keine Garantie gegen Haarausfall.
Haarverlust kann auch ein Anzeichen für einen Mangel an Vitamin B12 (oder anderen Vitaminen) sein. Die Supplementierung von Vitamin B12 wird Veganern dringend empfohlen.

Auch wenn eine gesunde, vegane Lebensweise sicherlich gute Voraussetzungen für beste Gesundheit und langsames, „biologisches Altern“ bietet, so kann doch nur ein Arzt feststellen, wo die Hauptgründe liegen. So kann zum Beispiel anhand eines Blutbildes festgestellt werden, ob bestimmte Mängel vorliegen. Die ärztliche Untersuchung ist auch wichtig, da es mehrere Ursachen für den Haarausfall geben kann.

Besonders häufig ist auch eine Schilddrüsenerkrankung für den Haarverlust mitverantwortlich. Starker Haarausfall geht bei vielen Betroffenen auch mit einer seelischen Belastung einher. Stress im Berufsalltag und zu Hause begünstigen das Ausfallen der Haare. Abhilfe schafft hier nur eine Veränderung der stress-verursachenden Gewohnheiten.
Auch eine häufige und intensive Haarpflege kann der Grund dafür sein, dass die Haare schneller ausfallen. Hier helfen nur sanftere Pflegemethoden und -Produkte.

Auch einige Inhaltsstoffe in Medikamenten können einen starken Haarverlust bewirken. Vor allem die in der Krebsmedizin angewandten Chemotherapien bringen meist einen dramatischen Haarausfall mit sich. Darauf werden Patienten aber vorher hingewiesen.
Schließlich kann Haarausfall ganz einfach genetisch bedingt oder schlicht eine Begleiterscheinung des Alters sein. Haarausfall ist also keineswegs nur auf Veganer beschränkt. Manch ein Veganer berichtet sogar von den positiven Wirkungen der Ernährung auf den Zustand der Haare.

Die Haare des Menschen wachsen ungefähr 1 cm pro Monat. Jedes Haar wird in der Regel 3 bis 5 Jahre alt. Normal ist auch, dass bis zu 100 Haare täglich ausfallen. Sie wachsen von selbst nach und bieten keinen Grund zur Sorge. Dies gilt natürlich auch bei veganer Ernährungsweise.



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