Ist pflanzliche Milch noch gut? So erkennt ihr es!

Erkennen, ob pflanzliche Milch noch gut ist? Gar nicht so schwer! Bild: Pixabay.com

Woran erkennt man eigentlich, ob pflanzliche Milch noch gut ist? Welche Anzeichen gibt, um zu erkennen, ob Pflanzendrinks verdorben sind?

Ein Liter Pflanzendrink ist eine ganze Menge. Doch bis heute wird Pflanzenmilch normalerweise im 1-Liter-Getränkekarton angeboten. In einer Menge also, die nicht alle von uns in ein paar Tagen verbrauchen.

Und so kommt es leider vor dass Pflanzendrinks schlecht werden. Bloß: Woran erkennt man das?

Pflanzendrinks verderben anders als Kuhmilch, daher könnt ihr euch nicht auf eure vor-veganen Erfahrungen verlassen. Vergesst also die Hafer-Dickmilch.

Vor allem: Manche Pflanzendrinks schmecken sauer, obwohl sie noch gut sind (siehe unten).

Flockige Milch im Kaffee: Kein eindeutiger Hinweis auf Verderb! Bild: pixabay.com

Erkennen, ob pflanzliche Milch noch gut ist

Um zu erkennen, ob pflanzliche Milch noch genießbar und verzehrfähig ist, nutzt die folgenden Methoden:

  • Prüft, ob sich der Getränkekarton aufwölbt. Falls ja: Bitte Pflanzendrink entsorgen.
  • Schüttelt die Pflanzenmilch und gießt eine kleine Menge auf einen Esslöffel. Wenn dunkle Stückchen erkennbar sind oder ein unangenehm muffiger oder schimmliger Geruch auftritt wisst ihr Bescheid.
  • Pflanzendrinks, die mit Amylase hergestellt werden, können leicht sauer schmecken, ohne dass das auf Verfall zurückzuführen ist. Amylase wird als Produktionshilfsstoff nicht deklariert und kommt vor allem in süßlich schmeckenden, fermentierten Pflanzendrinks vor (z. B. in Hafermilch).
  • Wichtig: Helle Stückchen müssen nicht auf Verderb hinweisen. Es könnten auch ausgeflockte Bestandteile sein, z. B. wenn die Sojamilch lange stand.
  • Auch wenn die Pflanzenmilch im Kaffee ausflockt ist das kein sicheres Zeichen für Verderb. In der Regel sorgt die Säure im Kaffee dafür, dass das Protein der Pflanzenmilch klumpig wird. Was tun, wenn die Sojamilch im Kaffee ausflockt?

Und noch ein Extra-Tipp: Schreibt das Öffnungsdatum mit einem Filzstift auf die Verpackung, dann wisst ihr immer Bescheid!


Denn Hand aufs Herz: Manchmal ist so eine Verpackung, die seit ungewisser Zeit im Kühlschrank steht, einfach verdächtig. Und wenn euch nach dem Entsorgen einfällt, dass ihr sie ja doch gestern erst geöffnet habt, ist das umso ärgerlicher.

Pflanzendrinks sind gute Alternativen zu Kuhmilch. Bild: pixabay.com

Das MHD nicht überbewerten

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung ist übrigens kein triftiger Grund, eine ansonsten einwandfreie Pflanzenmilch zu entsorgen! Die Angabe ist verpflichtend und die Hersteller müssen sie darauf drucken. Allerdings kann eine pflanzliche Milch durchaus auch noch viel länger genießbar sein. Macht daher auf jeden Fall eine Sicht- und Geschmacksprobe, bevor ihr Pflanzendrinks nur aufgrund des abgelaufenen MHD entsorgt.


Auch die Angaben zur Haltbarkeit nach dem Öffnen muss nicht zutreffen. Wenn ihr sauber arbeitet und die Pflanzenmilch direkt nach dem Öffnen wieder schließt und ausreichend kühl lagert, kann sie durchaus auch mal 7 Tage oder länger genießbar bleiben.

Auch selbstgemachte Pflanzendrinks können durchaus ein paar Tage halten. Allerdings müsst ihr dazu wirklich hygienisch arbeiten und alle Gefäße gut abkochen und verschließen.

Im Sinne der Haltbarkeit solltet ihr nie direkt aus der Verpackung trinken. Vermeidet also jede Verunreinigung, denn dann bleibt eure pflanzliche Milchalternative richtig lange gut.

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Autor: Redaktion
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Schlagworte: Milch-Alternativen gut zu wissen Tipps für die Praxis Sojadrink Pflanzendrinks


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