Jod: vegane Quellen

Versorgung mit Jod bei veganer Ernährung

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Versorgung mit JodVersorgung mit Jod


Jod ist ein chemisches Element und wesentlicher Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Diese steuern die Bildung von Proteinen in unserem Körper und sind darüber hinaus von größter Bedeutung für das Knochenwachstum, die Entwicklung des Gehirns sowie den Energiestoffwechsel. Die Versorgung mit Jod ist oft unzureichend, unabhängig vom Ernährungsstil. Ein Jodmangel ist auch in Deutschland und Mitteleuropa keine Seltenheit. Eine unzureichende Jodzufuhr gilt sogar als eines der größten Gesundheitsprobleme weltweit. Das betrifft natürlich auch Veganer.

Verbreiteter Jodmangel

Ein Jodmangel kann zu sogenannten „heißen“ Knoten in der Schilddrüse führen, die das Risiko für eine Schilddrüsen-Überfunktion und für Schilddrüsen-Krebs erhöhen. Mögliche Symptome für einen Jodmangel sind

  • Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen, Müdigkeit
  • Geschwollene Schilddrüse / Kropf
  • Knoten in der Schilddrüse
  • häufige Erkältungen und Infekte
  • Wachstums- bzw. Entwicklungsstörungen

Jod ist ein essenzielles Spurenelement, das bedeutet, dass der Körper es nicht selbst bilden kann. Aufgrunddessen muss insbesondere bei Schwangeren und Kleinkindern auf eine ausreichende Versorgung mit Jod geachtet werden, da ein Mangel zu Wachstums- und irreparablen Entwicklungsstörungen führen und sogar lebensgefährlich werden kann. Die Empfehlung für Erwachsene liegt bei einer täglichen Zufuhr von 200 µg Jod [1].
Doch was kann man tun, um als Veganer ausreichend Jod aufzunehmen?

Jod in veganen Nahrungsmitteln

Der Jodgehalt von Lebensmitteln ist schwankend und hängt von den jeweiligen Boden- und Wasserbeschaffenheiten sowie Produktionsbedingungen (z. B. Pflanzendüngung) ab. Deutschland gilt als Jod-Mangelgebiet, da das Jod im Laufe der Erdgeschichte weitgehend aus den Böden gespült wurde.


Veganes SushiAlgen enthalten Jod
Bild: Suzette Pauwels (bearb.) Bildtitel: sushi, CC-BY
Das wichtige Spurenelement ist in einigen Algenarten aus dem Meer enthalten, darunter z. B. Nori-Algen, die für Maki-Sushi verwendet werden. Die bei vielen Veganern beliebten Spirulina-Algen enthalten nur wenig Jod, da sie nicht in Meerwasser kultiviert werden! Obst und Gemüse enthalten nur Spuren von Jod und sind zur alleinigen Versorgung meist nicht ausreichend. Die wichtigste Versorgungsquelle für Jod ist in Deutschland – neben unveganem Fisch – handelsübliches, jodiertes Kochsalz.

Enthält Meersalz ausreichend Jod? Jodiertes Salz enthält ein Vielfaches der Jodmenge, die in Meersalz zu erwarten wäre. Der Grund: Das Jod im Meerwasser verflüchtigt sich beim Trocknen des Salzes in den Salinen weitgehend, während Jodsalz chemisch angereichert wird. Jodiertes Salz enthält etwa zehn Mal soviel Jod, wie Meersalz. Normalerweise ist Meersalz zur Jodversorgung nicht ausreichend.

Die vegane Jod-Versorgung sicherstellen

Einige Lebensmittel, zum Beispiel Kohlgewächse oder Sojabohnen, enthalten Stoffe, die die Aufnahme und Verwertung des Jods aus der Nahrung erschweren können. Daher empfiehlt es sich nicht nur für Vegetarier und Veganer, auf Lebensmittel mit Jodsalz und ggf. nach ärztlicher Rücksprache auf jodhaltige Präparate zurückzugreifen, um eine ausreichende Versorgung mit dem wichtigen Spurenelement sicherzustellen.

Vegane Jod-Präparate:

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Autor: Tina Reschke
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