Rezension

Veganes Kinderbuch: „Max & Fine“

Veröffentlichung:
Kinderbuch „Max & Fine“Kinderbuch „Max & Fine“
Bild: K/Vegpool


Im Schatten der vielen neuen, veganen Kochbücher entsteht zunehmend auch ein Angebot für Kinderliteratur. Geschichten ohne ausgestopfte Wölfe und gebratene Tauben, dafür mit Helden, die gegen Tierquälerei kämpfen. Kinder für einen respektvollen, freundschaftlichen Umgang mit Tieren zu sensibilisieren, das ist der Ansatz, den die meisten Autoren veganer Kinderbücher verfolgen.

Nicht immer gelingt es den Autoren, vegane Bücher für Kinder zu schreiben, die auch tatsächlich kindgerecht bleiben. In manch einem Buch werden schon einmal Gut und Böse allzu plakativ und mit erhobenem Zeigefinger dargestellt. Im Selbstverlag ist es inzwischen leicht, vegane Bücher zu veröffentlichen – die Qualität bleibt dabei leider oft auf der Strecke.

Ist das beim Kinderbuch „Max & Fine“ anders?
Das Kinderbuch wurde vom Schauspieler Marco Mehring geschrieben und von Kerstin Falkenstein mit Illustrationen versehen. Erschienen ist das 143-seitige Buch Buch im Self-Publishing-Verlag Tredition. Kosten für die Taschenbuch-Ausgabe: 13,90 Euro (gebunden: 21,49 Euro).

„Max & Fine“: abenteuerliche Kälberrettung

Das Kinderbuch „Max & Fine“ erzählt von der Freundschaft zwischen einem kleinen Mädchen, der Kuh Luise und deren Kalb Max. Der Nachbar-Bauer Karl, genannt der „Traktor“, hält nicht so viel von Freundschaften zwischen Mädchen und Kühen. Als Bauer, der die Milch seiner Kühe verkaufen möchte, muss er Max von seiner Mutter trennen, denn der würde sonst alles wegtrinken. Max kommt in ein „Kälberiglu“, erhält Milchersatz und soll schon bald an einen Kälbermäster verkauft werden. Doch zum Glück hat Fine einen abenteuerlichen Plan und kann schließlich Max und Luise retten.


Das Kinderbuch „Max & Fine“ hat ein eindeutiges Ziel: Kinder über die Hintergründe der Milchproduktion aufzuklären. In „Max & Fine“ hält sich die Belehrung aber angenehm im Hintergrund. Die Ideen von Autor Marco Mehring sind pfiffig und abgefahren, die Charakterisierung von „Gut“ und „Böse“ zum Glück ausreichend differenziert, die Protagonistin nicht neunmalklug. Stilistisch hätte die Lektorin hier und da sicherlich noch ein wenig mehr feilen können. Die großen Zeilenabstände erleichtern das Lesen für Leseanfänger. Insgesamt ist es ein schönes Kinderbuch mit einer liebevoll erzählten Story und netten kleinen Illustrationen.

Autor:
4,7/5 Sterne (6 Bew.)
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