„More Than Honey“ - Rezension zum Buch


Buch "More Than Honey"Buch "More Than Honey"
Bild: K/Vegpool


Der Kinofilm „More Than Honey“ startete in der ersten Oktoberwoche 2012 in den deutschen Kinos. Die Dokumentation wird von einem Buch mit dem Titel „More Than Honey: Vom Leben und Überleben der Bienen“ begleitet, das hier vorgestellt und rezensiert wird. Das Buch stammt von Filmregisseur Markus Imhoof und Journalist Claus-Peter Lieckfeld.

Während die meisten Insekten von Menschen in erster Linie als Schädlinge betrachtet und bekämpft werden, gelten Bienen als fleißig, sozial und kommunikativ. Außerdem lassen sie sich prima für kommerzielle Zwecke nutzen und ausbeuten.

Auch die moderne, technologisierte Landwirtschaft ist auf die emsige Arbeit der Bienen angewiesen, denn diese bestäuben mehr als 70 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen. Ohne Bienen würde sich die weltweite Ernte, insbesondere von Obst und Gemüse, wohl um ein Drittel verringern.

Doch immer mehr Bienenvölker sterben, ihre Brut wird von Milben befallen. Das Bienensterben ist längst Thema in Massenmedien, aber die Gründe dafür sind nur anfänglich erforscht. Vieles scheint auf menschliche Einflüsse hinzuweisen: Monokulturen, Pestizide, Verringerung der Biodiversität und vieles mehr.

Auch bei Bienen möchte der Mensch optimieren, möchte sie noch leistungsfähiger machen. Die kleinen „Nutztiere“ sollen viel Ertrag erbringen, dabei aber möglichst wenig Nahrung verbrauchen und ruhig ertragen, wenn man ihnen den mühsam gesammelten Honig mitsamt Wachs, Propolis und Gelee Royale nimmt, um ihn zu verkaufen.
Die Bienenhaltung ist längst Big Business geworden. Doch zu welchem Preis?

„More Than Honey“ rüttelt nicht nur auf, sondern gibt auch beeindruckende Einblicke in die Entwicklung und Aufgaben von Königinnen, „Arbeitsbienen“ und Drohnen. Es schildert das faszinierende Verhalten der kleinen Tiere und berichtet anschaulich von den Überlebenstricks der Bienen, die in perfekt organisierten Völkern mit ca. 50.000 Tieren leben. Man bekommt beim Lesen Lust, selbst einem Bienenvolk Raum zu geben, nur, um zusehen zu können.

Trotz aller Fakten, bei denen man sich oft die Haare raufen möchte, lassen sich die Autoren von „More Than Honey“ nicht zu vorschnellen Schlüssen hinreißen. Sie besuchten Wissenschaftler, Imker und Züchter und belegen Angaben mit Quellen. Es ist ein fast wissenschaftliches Werk, das durch die angenehme Schreibweise aber auch Laien ansprechen und begeistern wird.
Mit Blick auf Weihnachten sicher ein Geheimtipp, der auch Menschen faszinieren wird, die wenig mit Naturschutz und Biologie zu tun haben.

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Das Gewinnspiel ist beendet! Gewonnen haben jot und Serpil Cil.
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Autor:
3,0/5 Sterne (3 Bew.)
Kommentare

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Kommentare

#6: Anne
27.11.2012, 18:55 Uhr
Ich, ich, ich!! In der Zeitschrift, bei der ich arbeite, gabs ne Verlosung von Freikarten - zusammen mit einem Glas Honig und Honigbonbons etc. :( Ich will honigfrei ins Kino!!!
#5: Magda
27.11.2012, 11:31 Uhr
Ich hoffe sehr, dass der Film bzw. das Buch viele Leute aufrütteln wird und die dann vielleicht auch ihren Honigkonsum einstellen. Wäre sehr wünschenswert für die Bienen und unsere Umwelt :-)
#4: Serpil Cil
27.11.2012, 07:45 Uhr
Ich liebe (nicht nur!) Bienen! <3 Im Sommer frühstücken wir fast immer gemeinsam auf der Terrasse :-)
#3: Thana 30
26.11.2012, 16:59 Uhr
More than Honey - endlich mal, Gibt´s nen Film für die Moral! Keiner hat nämlich gedacht, Was all´ so ein Bienchen macht. Super dass es Jemand gibt, Der die Bienenvölker liebt. Und sogar mit Herz und Mut, Einen Kinofilm dreht - das tut gut!
#2: Julia
26.11.2012, 16:29 Uhr
Definitiv ein wichtiges Thema, über das ich immernoch viel zu wenig weiß. Toll, dass der Film gedreht wurde!
#1: jot
26.11.2012, 14:30 Uhr
… ich bin sehr gespannt auf den film und werde ihn mir auf jeden fall anschauen!
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