Slow Juicer

Entsafter im Test: Der Optimum 700 Advanced


Ein Apfel am Tag - und der Doktor kann zu Hause bleiben. Besser sieht es mit fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag aus. Doch wer nicht immer auf knackigen Gemüse- und Obst-Sticks herumkauen möchte, der kann das gute Grünzeug auch einfach versaften.

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Bei den Entsaftern gibt es inzwischen eine stattliche Auswahl an Technologien. Heiß-Entsafter, Zentrifugal-Entsafter und die Slow Juicer. Letztere sollen den Saft besonders schonend gewinnen, da das Pressgut kaum mit Sauerstoff in Berührung kommt.

Zu den neuen Slow Juicer-Modellen gehört der Optimum 700 Advanced von Froothie. Den Australischen Hersteller kennt man bereits von verschiedenen Hochleistungsmixern, zum Beispiel vom Optimum G2.1.

Test: Das leistet der Optimum 700 Advanced

Der Optimum 700 Advanced Entsafter von Froothie, ist jedenfalls genau zur richtigen Zeit auf den Markt gekommen, um ihn sich unter den Weihnachtsbaum legen zu lassen. Doch ob das auch Freude bereitet, das soll dieser Test klären.

Der Slow Juicer von Optimum wird in einem stabilen Karton geliefert, ist gut ausgepolstert und somit gegen alle Arten von Erschütterungen geschützt. Mit 9 kg Gewicht nicht gerade ein Leichtgewicht, aber das bedeutet auch Standfestigkeit auf dem Tisch. Optisch ist er in der dunkelroten Metallic-Ausführung eine Augenweide. Doch ist der Preis von 580 Euro gerechtfertig?

Im Alltags-Test haben wir ausprobiert, was der Optimum 700 Advanced so leistet...


Bild: K/Vegpool

Während bei den Hochleistungsmixern eine hohe Drehzahl das A und O ist, ist es bei den Slow Juicern - wie der Name schon sagt - genau anders herum. Je langsamer, desto besser, könnte man sagen. Und mit 40 U/min ist der Optimum 700 Advanced einer der langsamsten. Bei so viel Langsamkeit sollen die Vitamine und Nährstoffe vor Oxidation geschützt und somit bestens erhalten bleiben.

Wow, ist der laaaaaaaangsam!

Der Zusammenbau des formschönen Gerätes ist - nach dem ersten Erschrecken über die vielen mitgelieferten Einzelteile - sehr einfach und logisch nachzuvollziehen. Dank der bebilderten Gebrauchsanweisung ist die Reihenfolge der einzelnen Elemente sofort klar zu erkennen. Auf den Gehäuseteilen weisen auch Pfeile darauf hin, in welcher Position die Teile zusammengesteckt werden müssen. Für Puzzler sowieso kein Problem.

Im Lieferumfang befinden sich auch ein Rezeptbuch, eine kleine Bürste zum Saubermachen und eine Tofubox mit Filtertuch, für alle, die lieber ihren eigenen Tofu herstellen. Ja, denn auch Tofu kann man mit dem Optimum 700 produzieren.

Die Bedienung des Optimum 700 Advanced ist kinderleicht.

Die Handhabung des Optimum Entsafters ist recht einfach.
Der Einschaltknopf hat zwei Optionen: Eine für den Dauerbetrieb, eine für die Intervallschaltung. Im Dauerbetrieb kann das Gerät bis zu 45 Minuten laufen. Der Motor arbeitet kraftvoll mit einer angenehm leisen Lautstärke. Man hört ein leises und monotones Knuspern und Schmatzen, während der Saft aus Karotten und Co gepresst wird.

Im Test zeigte sich, dass die Saftausbeute sehr hoch ist. Durch die zwei Einfüllstutzen, einmal 8x8 cm und 3,5x4,5 cm gelingt es ohne Mühe, auch größere Obststücke in das Gerät zu geben. Kraftvoll arbeitet das Mahlwerk und auch harte faserige Gemüse wie Karotten, rote Bete und Kohlrabi haben keine Chance dem Entsaften zu entkommen.


Bild: K/Vegpool

Wichtig ist es, den richtigen Filtereinsatz für das Pressgut zu verwenden. Davon werden gleich drei mitgeliefert. Wer wenig Frucht und Gemüsefasern möchte, muss den etwas feineren Filter auswählen. Alternativ kann der Saft auch ein zweites Mal durch das Gerät laufen. Er fließt dann fast faserfrei in das Glas. Wer den falschen Filter wählt, braucht viel Geduld beim Reinigen!

Mit dem kraftvollen Mahlwerk ist es auch möglich Mandeln oder Kaffeebohnen zu mahlen.

Will man verschieden Säfte hintereinander machen, so ist es kein Problem, den 700 Advanced zwischendurch zu reinigen, indem man einfach ein großes Glas Wasser durch das Gerät laufen lässt, aber die Ausflussöffnung erst einmal geschlossen hält. Nach kurzem Betrieb den Auslasshahn öffnen, das Spülwasser fließt ab und der Entsafter ist bereit für den nächsten Vitamincocktail.

Nach Gebrauch schnell und gründlich reinigen.

Ganz wichtig ist es, nach dem Gebrauch, den Optimum Entsafter gleich zu reinigen. Noch vor dem Genuss des frischen Saftes. Schade ist es, dass die Einzelteile nicht spülmaschinengeeignet sind. Das Säubern war im Alltags-Test des Optimum 700 Advanced etwas mühevoll und auch die mitgelieferte Bürste war leider nicht wirklich hilfreich. Vor allem die feineren Siebe sind schwer sauber zu machen, denn der Trester setzt sich in allen Vertiefungen ab.

Der Optimum 700 Advanced von Froothie ist ein solider Entsafter für echte Saft-Junkies, die es ernst meinen. Er sieht schick aus, wirkt durchdacht und leistet gute Arbeit. Mit einem Preis von 580 Euro richtet er sich aber auch klar an all jene, die mit großer Leidenschaft frische Säfte pressen.

Die lebenslange Garantie auf den Motor weist übrigens überzeugend darauf hin, wie fest der Hersteller an die Qualität des Optimum 700 Advanced selbst glaubt. Auf die Teile gibt Froothie fünf Jahre Garantie bei privater Nutzung - Gewerbekunden erhalten immer noch zwölf Monate.


Autoren: Ingrid Richter, Kilian Dreißig.


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