Schmuck

Sind Perlmutt und Perlen vegan?

Veröffentlichung: , Bearbeitung:

Eine Seeschnecke mit schimmerndem Perlmutt.Eine Seeschnecke mit schimmerndem Perlmutt.
Bild: pixabay.com


Perlmutt, das ist die glänzende Schicht, die man in manch einer verlassenen Muschel am Meer entdecken kann. Perlmutt wird seit Jahrhunderten insbesondere als Schmuck und für Wertgegenstände genutzt, da es in allen Regenbogenfarben schimmert und „irisiert“. Auch heute noch wird Perlmutt in Knöpfen mancher Hemden und Blusen verwendet – nicht immer wird dies gekennzeichnet.

Perlmutt wird von Perlmuscheln und vielen anderen marinen Weichtieren gebildet und als innere Schalenschicht der Muschel abgelagert, um vor Infektionen und Fremdkörpern zu schützen. Auch Perlen dienen der Muschel als Immunabwehr und werden um Fremdkörper herum gebildet, ähnlich einer Zyste.


Diese Schutz-Schicht besteht fast komplett aus Kalk. Erst bei einem bakteriellen Befall der Muschel mit so genannten Epithelzellen, erhält das Perlmutt einen schillernden Glanz, den so genannten „Lüster“ oder Perlglanz.

Eine schillernde Perle in einer MuschelEine schillernde Perle in einer Muschel
Bild: pixabay.com

Zur heutigen Gewinnung von Perlen und Perlmutt (den so genannten Zucht- oder Kulturperlen) werden bestimmte Arten von Perlmuscheln in Zuchtanlagen gehalten. Um die Bildung von Perlen anzuregen, werden Fremdkörper in das Innere der Muschel implantiert (meist Perlen anderer Spender-Muscheln), so dass diese zur Abwehr mit Perlmutt umschlossen werden.


Die Bildung der Zuchtperlen kann zwei bis sechs Jahre dauern und die Muscheln werden oft für mehrere Produktions-Zyklen genutzt. Ohne menschliches Zutun kann die Entstehung einer „echten Perle“ durchaus mehrere Jahrzehnte dauern – entsprechend teurer (und inzwischen selten) sind Echtperlen.

Durch die hohen Preise, die mit natürlichen Echtperlen auf dem Weltmarkt erzielt werden können, sind inzwischen zahlreiche Austern-Arten vom Aussterben bedroht.

Sind Perlmutt und Perlen für Veganer geeignet?

Da viele Muscheln während der Zuchtphase oder bei der Entnahme von Perlmutt und Perlen sterben, sind die gewonnenen Produkte nicht vegan und meist auch nicht vegetarisch. Perlmutt von natürlich verendeten Weichtieren, wie man es beispielsweise in verlassenen Muschelschalen am Meer entdecken kann, wird meist als vegan angesehen – ähnlich wie auch fossile Brennstoffe, die ebenfalls ursprünglich tierische Ursprünge hatten.

Autor: Kilian Dreißig
4,5/5 Sterne (37 Bew.)
Kommentare

Verpasse keine Neuigkeiten!
Neueste Artikel, Vegan-Tipps und mehr, direkt ins Mail-Postfach.

E-Mail:
Gratis & jederzeit abbestellbar. Bitte beachte die Datenschutzerklärung und diese Infos.
Abmeldung jederzeit möglich.

Nächster Artikel:

Warenkunde: Ist Nougat eigentlich vegan?



Dazu passende Artikel:

Thema: Basiswissen zum veganen Lifestyle

Kommentare sind nur noch für registrierte Nutzer möglich.

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare. Schreibe doch den ersten Kommentar!

Du bist nicht eingeloggt. Logge Dich ein oder registriere Dich, um einen Kommentar zu hinterlassen.

Hey, schön dass du hier bist! 😊

Wir sind eine kleine, unabhängige Redaktion und machen uns stark für vegane Ernährung.

Wir sind auf Werbeeinnahmen angewiesen. Dein Adblocker hindert uns daran.

Schnell etwas beisteuern:
Paypal

 

Weitere Möglichkeiten

Ladezeiten

header 0.00156s
Gap 2 0.00064s
Gap 4 0.00059s
Gap 5 0.00051s
Gap 6 0.05859s
Spalten (Gaps) parsen 0.0617s
Hauptbild 0.00038s
Artikel parsen 0.06678s
Amazon-Anzeige 0.00093s
Aehnliche Artikel Sidebar 0.00173s
Aehnliche Artikel 0.00151s
Themengruppen 0.0005s
Gesamt: 0.1107 Sekunden
© Vegpool.de 2011 - 2020.
Renderzeit: 0,111 Sek.