Sind Pommes vegan? Darauf müsst ihr achten!

Sind Pommes Frittes eigentlich vegan?
Sind Pommes Frittes eigentlich vegan? Bild: pixabay.com

Sind Pommes eigentlich vegan? Die Frage ist absolut berechtigt. Denn obwohl Pommes bloß frittierte Kartoffelstäbchen sind, kommen doch immer noch in manchen Pommes-Buden Tierprodukte zum Einsatz. Worauf ihr beim Kauf von Pommes achten solltet, erfahrt ihr hier!

Ob Pommes vegan sind, könnt ihr anhand folgender Aspekte prüfen:

  • Bestehen die Pommes ausschließlich aus Kartoffeln, oder sind weitere Zutaten enthalten?
  • Wird ausschließlich in Pflanzenöl frittiert, oder kommen auch tierische Fette zum Einsatz?
  • Sind eventuelle Pommes-Würzmischungen vegan, oder enthalten sie tierische Zutaten wie z. B. Milchzucker?

Tiefkühl-Pommes für Backofen oder Fritteuse - sind sie vegan?

Normale Backofen-Pommes aus dem Gefrierfach bestehen aus Kartoffeln und Pflanzenöl (meist Sonnenblumenöl). Viele ähnliche Kartoffel-Snacks wie z. B. Kartoffelecken oder "Curly Fries" enthalten aber noch weitere Zutaten, meist zur Würzung.


Auch wenn die Gewürzmischungen in handelsüblichen Tiefkühl-Kartoffelsnacks meistens vegan sind, kann man davon leider nicht grundsätzlich ausgehen. Es gilt: Zutatenliste beachten oder nachfragen!

In Pommes-Gewürzmischungen wird gelegentlich Milchzucker verwendet. Auch Aromen können unter Umständen unvegan sein bzw. auf tierischen Trägerstoffen gebunden sein (mehr dazu hier). Hier hilft im Zweifel nur eine Anfrage beim Hersteller, sofern das Produkt nicht explizit als "vegan" gekennzeichnet ist.

Während man beim Einkauf im Supermarkt auf Vegan-Siegel und Zutatenlisten achten kann, ist die Situation in der Gastronomie deutlich unübersichtlicher.

Pommes in der Gastronomie

Ob die Pommes im Schwimmbad-Kiosk, im Restaurant oder auf der Kirmes vegan sind, ist leider keineswegs klar und es gibt auch regionale Unterschiede.

Auch wenn Pommes heute meistens in Pflanzenfett frittiert werden, gibt es auch Buden, die tatsächlich noch tierische Fette verwenden, darunter zum Beispiel Rindernierenfett bzw. Flomenschmalz (Eingeweidefett). Besonders in Belgien soll das traditionell verbreitet sein, aber auch deutsche Pommes-Buden können tierische Fette einsetzen, ohne dies extra zu deklarieren.


Auch das Würzsalz (oft ein Mix aus Salz, Paprika und weiteren Zutaten) kann z. B. Milchzucker enthalten. Sogar in Ketchup haben wir schon mal Milchzucker entdeckt.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Pommes sind ein leckerer Snack und oft vegan.
  • Auch wenn große Fast-Food-Ketten ihre Pommes in der Regel vegan produzieren, lässt sich das leider nicht verallgemeinern. Bei kleinen Pommes-Buden gibt es keine pauschale Antwort. Daher immer besser nachfragen.
  • Nicht nur beim Frittierfett, sondern auch bei den Gewürzen und Soßen sollte man besser einen Blick auf die Zutatenlisten werfen.

Wir empfehlen eine alltagstaugliche, vegane Lebensweise nach dem Pareto-Prinzip. Dazu gehört durchaus, im Zweifel auch mal nachzufragen, in welchen Fetten die Pommes frittiert werden. Ob man darüber hinaus auch einzelne Trägerstoffe von Aromen recherchiert, bleibt dann jedem selbst überlassen.


Hast du dich mal gefragt, ob Tomatenketchup eigentlich vegan ist? Hier findest du die Antwort!

Übrigens: Wenn du selbst Pommes frittieren möchtest, empfehlen wir dir, dabei Rapsöl zu verwenden. Sonnenblumenöl sollte aufgrund seines ungünstigen Verhältnisses von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung möglichst reduziert werden. Lies hier mehr dazu.

Überarbeitung und Ergänzung am 27.8.2021.

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Autor: Kilian Dreißig
Veröffentlichung:

4,7/5 Sterne (33 Bew.)

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Pommes vegan?
(8 Antworten)
Letzter Beitrag: 27.07.2020, 13:12 Uhr


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Schlagworte: Hintergründe Fast Food vegan Warenkunde ist das vegan? Snacks


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