Test: Sojamilchbereiter Midzu IV

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Sojamilchbereiter Midzu IVSojamilchbereiter Midzu IV
Bild: K/Vegpool


Selbst gemachte Sojamilch – das klingt nicht nur frisch und lecker, sondern gleichzeitig auch ganz schön kostengünstig. Während man im Bio- oder Supermarkt durchaus 1,50-2 Euro für einen Liter Pflanzendrink ausgeben kann, produziert ein Sojamilchbereiter den Liter für ca. 25 Ct. Bei selbst zubereiteter Sojamilch hat man zudem die Zutaten im Griff. Natürliche Süßungsmittel erwünscht? Kein Problem. Besondere Geschmackswünsche? Auch das geht. Viele Sojamilchbereiter ermöglichen auch die Herstellung von anderen Pflanzendrinks, Mandel-, Haselnuss- und Haferdrinks, sowie Suppen, Pasten und Pürres.
Im Test ist diesmal der Sojamilchbereiter Midzu IV. Der deutsche Händler Sarindia hat uns ein Testgerät zur Verfügung gestellt.

Der Midzu-Sojamilchbereiter kommt schlicht daher. Im Grunde handelt es sich um einen Wasserkocher aus Edelstahl mit einem programmierbaren Mix-Aufsatz. Ca. 1,5 Liter Pflanzendrinks, Suppen und Breie lassen sich damit herstellen. Der Midzu Sojamilchbereiter bietet Programme für eingeweichte und trockene Zutaten, so dass man z. B. Sojamilch auch zubereiten kann, ohne die Sojabohnen vorher einzuweichen (was im Test allerdings ein recht schwer verdauliches Resultat ergab). Auch eine kalte Zubereitung ist im Midzu IV Sojamilchbereiter möglich, zum Beispiel für Fruchtmus (Sojadrink sollte allerdings immer erhitzt werden, damit unverträgliche Stoffe der Sojabohnen reduziert werden). Die Klinge des SojamilchbereitersDie Klinge des Sojamilchbereiters
Bild: K/Vegpool

Sojamilch selbst machen mit dem Sojamilchbereiter

Die Benutzung des Midzu Sojamilchbereiters ist kinderleicht: Man füllt Wasser und die gewünschten Zutaten gemeinsam in den Edelstahl-Behälter, schraubt den Motorkopf darauf und startet per Knopfdruck eines der Programme. Nach etwa 20 Minuten ist die Arbeit erledigt und das Produkt kann genossen oder noch heiß in Flaschen abgefüllt werden. Besonders ist, dass der Midzu IV im Heiß-Programm mit leichtem Überdruck arbeitet, was laut Hersteller die Leistung erhöht.

Selbst gemachte SojamilchSelbst gemachte Sojamilch
Bild: K/Vegpool
Sojamilch, die frisch im Sojamilchbereiter hergestellt wurde, sollte geschmacklich nicht direkt mit handelsüblichen Sojadrinks verglichen werden, da diese meist eine Reihe weiterer Zutaten enthalten. Um der selbst gemachten, eher fade schmeckenden Sojamilch einen angenehmeren Geschmack zu verleihen, müssen weitere Zutaten zugefügt werden, z. B. Agavendicksaft, Zimt oder Früchte. Zum Kochen und Backen ist die pure Sojamilch aber durchaus geeignet.

Im Gegensatz zu Geräten wie der Soyabella, werden in diesem Gerät die Zutaten direkt in den Behälter gegeben. Dass kein Sieb vorhanden ist, hat im Test nicht gestört und erleichtert die anschließende Reinigung.

Sojamilchbereiter Midzu IV – das Fazit

Der Midzu IV Sojamilchbereiter ist ein robustes Gerät mit viel Edelstahl. Das Design ist schlicht und natürlich kein Vergleich zu durchgestylten Küchengeräten in höheren Preisklassen. In Sachen Funktionalität – und darum geht es schließlich – leistet das Gerät gute Arbeit. Die Geräuschentwicklung ist im Rahmen und die Gummifüße halten das Gerät auch während der Arbeit sicher am Platz.

Etwas nervig ist das laute, langanhaltende Piepsen vom Typ Feuermelder, das am Ende des Programms ertönt. Außerdem wäre eine Ablage-Halterung für den heißen Motorblock praktisch gewesen, um die Klingen (und die Finger) zu schützen. Die mitgelieferte, auf Druckpapier kopierte, deutschsprachige Bedienungsanleitung könnte etwas detaillreicher sein – Händler Charan Sarin von Sarindia.de versprach auf Nachfrage eine optimierte Online-Version.

Der Sojamilchbereiter Midzu IV ist ein solides Gerät, das bei einem Preis von knapp 130 Euro gute Dienst leistet. Die Rezeptur des persönlichen Lieblingsgetränks sollte man in einigen Experimenten selbst heraus finden. Sojamilch, Mandelmilch und Haferbrei schmeckten jedenfalls auch in der rohen, ungesüßten Variante vielversprechend – und waren auch ohne Sieb überraschend fein. Wer es gerne noch feiner hat, kann die Pflanzendrinks durch ein sauberes Küchentuch filtern.
Mit 950 Watt Heizleistung und dem 200-Watt Motorblock leistet die Midzu IV gute Dienste – und könnte sich in Haushalten mit hohem Konsum von Pflanzendrinks innerhalb kurzer Zeit auch preislich amortisieren.

Autor:
3,9/5 Sterne (9 Bew.)

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Kommentare

#1: Christiane Lenz
06.09.2015, 22:25 Uhr
Kann ich mit dem Gerät auch Lupinenjoghurt und Quark herstellen?Kann ich aus Hülsenfrüchten Milch herstellen? Grüße, C Lenz
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