Keimlinge

Warum Sojasprossen (meist) gar nicht aus Soja sind


Freunde frischer Salate und Rohkost lieben die Gemüse-Abteilungen in den Biomärkten, in denen man eine große Auswahl an knackigen Sprossen und Keimlingen erhält. Die Auswahl reicht von Alfalfa über Bockshornklee bis hin zu den Sojasprossen. Letztere sind herrlich knackig, reich an Nährstoffen und toll geeignet für frische Salate, aber auch für vielfältige, asiatisch angehauchte Wok-Gerichte. Nur: Sojasprossen sind meistens gar keine Sprossen aus Soja!

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Tatsächlich handelt es sich bei "Sojasprossen" meistens um gekeimte Mungbohnen. Diese haben mit Sojabohnen - außer dem Namen - eigentlich nur wenig gemeinsam. Eigentlich ist es sogar gut, dass Sojasprossen meist Mungbohnen unter falscher Flagge sind - denn echte gekeimte Sojabohnen wären giftig und nicht zum rohen Verzehr geeignet. Wenn man also Sojasprossen kauft, kann man in den meisten Fällen davon ausgehen, dass man eigentlich Mungbohnensprossen erhält. Häufig werden Mungbohnensprossen auch als "Grüne Sojasprossen" bezeichnet.

Mungbohnen passen gut zu Salaten
Mungbohnen passen gut zu Salaten
Bild: K/Vegpool

Erkennen kann man das ganz leicht: Mungbohnen sind recht klein und grün, während Sojabohnen deutlich größer sind und eine hellere, fast weißliche Farbe haben. Die Keimlinge beider Hülsenfrüchte sind zwar weißlich und knackig - eine Verwechslungsgefahr zwischen echten Sojabohnen und Mungbohnen-Sojasprossen besteht aber schon aufgrund der Größenunterschiede nicht.

Meistens steht auch auf der Verpackung, dass es sich um Sprossen aus Mungbohnen handelt - auch wenn "Sojasprossen" oder "Grüne Sojasprossen" darüber steht. Falls Sie selbst gerne Sprossen züchten, sollten Sie natürlich ebenfalls immer Mungbohnen verwenden.

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Unabhängig von der Namensbezeichnung sollten Sprossen vor dem Verzehr gründlich abgespült werden, denn sie sind recht anfällig für Mikroorganismen und Krankheitserreger. Sprossen sollten außerdem innerhalb weniger Tage nach der Ernte verzehrt werden. Schwangere, Kleinkinder, Alte und Menschen mit Gesundheitsproblemen sollten nur gekochte oder gedämpfte Sprossen verzehren, um ein Infektionsrisiko zu vermeiden. Dies empfiehlt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LaVes).


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