April, April! Tebartz-van Elst lebt vegan.

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Veganer: Tebartz-van Elst
Veganer: Tebartz-van Elst Bild: Christliches Medienmagazin pro (bearb.) Bildtitel: Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, CC-BY

Franz-Peter Tebartz-van Elst, der ehemalige Weihbischof von Limburg, der durch Sparsamkeit und Redlichkeit viel Bekanntheit erlangt hat, setzt sich für die vegane Lebensweise ein. „Die Nächstenliebe muss auch für die Schwächsten auf der Erde gelten, für die Armen, die Hungernden und auch für die Tiere“, ließ er am 1. April 2014, anlässlich seiner Ehren-Berentung verlauten.

„Die Kirche muss sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren“. Daher sei die vegane Lebensweise ideal, denn sie verringere das Welthungerproblem, da Anbauflächen direkt für Lebensmittel statt Futtermittel genutzt werden könnten. Außerdem sei Veganismus der effektivste Schritt gegen den grauenvollen Umgang mit Tieren in der Fleischproduktion, die auch von der katholischen Kirche abgelehnt wird.


Der Garten des kürzlich behutsam und sparsam renovierten Bistums von Limburg soll fortan als Lebensraum für ehemalige Nutztiere dienen. Für Rinder, Schweine, Hühner und Kaninchen, die vom großherzigen Tebartz-van Elst und seinen Mitarbeitern liebevoll aufgepäppelt und gepflegt werden. Seine monatliche Pension, die zu 100% aus freiwilligen Spenden finanziert wird, will der Ex-Bischof fast komplett in das sinnvolle Projekt investieren.

Nächstenliebe auch für Tiere

„Nächstenliebe gilt für Alle“, so das Motto des Geistlichen, der auch selbst gerne die Schaufel in die Hand nimmt und in Gummistiefeln beim „Scheiße schieben“ hilft. „Was ist schon weltlicher Pomp und Protz gegenüber geteilter Liebe, Bescheidenheit und Eigenverantwortlichkeit?“ fragte er bei unserem Besuch im Bistum und gießt sich Sojasahne in den Kaffee. „Es sind schließlich Geschöpfe Gottes, denen auch wir als Diener Gottes verpflichtet sind“.


Auf dem Sofa im selben Raum liegt ein Schwein, das als Ferkel von einem Tiertransporter gefallen war. Tebartz-van Elst hatte für dessen Rettung eine Predigt sausen lassen und war mit seinem alten Twingo zum Unfallort gedüst, um das Tier vor dem Schlachthof zu retten. „Praktischen Tierschutz“ nannte er die Aktion später stolz. Jetzt lächelt er versonnen, massiert das inzwischen ausgewachsene Tier sanft mit einer Kratzebürste und sagt freundlich „Dickerchen“. Dickerchen grunzt zufrieden.

Übrigens: Statt „Osterlamm“ – „welch frevelhafter, unchristlicher Akt!“ – gibt es beim großherzigen Tierfreund zu Ostern dieses Jahr einen veganen Brunch nach einem Rezept auf vegpool.de, seiner veganen Lieblings-Seite.

April, April!
Wir haben Sie in den April geschickt – über vegane Ambitionen des Ex-Weihbischofs ist uns nichts bekannt.

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Autor: Kilian Dreißig

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