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10 vegane Tipps gegen Schnecken auf dem Beet


Ein wichtiger Aspekt im veganen Garten ist der Umgang mit den Tieren, die im Garten leben oder immer wieder mal vorbei schauen. Eine besondere Herausforderung für den bioveganen Gärtner sind dabei die Schnecken. Denn genau wie wir mögen Schnecken gerne frische Salate und allerlei andere Pflänzchen.

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Es kann ganz schön frustrierend sein, wenn man eines Morgens in den Garten kommt und sieht, dass sich die hungrigen Gäste über das ganze Beet hergemacht haben. Über all die Pflänzchen, die man mühevoll ausgesät, rausgepflanzt und immer wieder beobachtet hat. Was also macht man als bioveganer Gärtner mit diesen unerwünschten Besuchern? Wie kann man sich vegan gegen die Schneckenplage wehren?

Pflanzenhut als Schutz gegen Schnecken
Pflanzenhut und spitzzackige Rucola bieten dem Salat Schutz vor Schnecken
Bild: Susanne Heine

Tipps gegen die Schneckenplage

Als Veganer und Mensch möchte ich sie nicht töten. Also habe ich nach Methoden gesucht, wie ich sie friedlich vom Gemüse fernhalten kann. Die besten Tipps habe ich hier zusammengefasst. Die Methoden habe ich auch ausführlicher in meinem veganen Garten-Buch „Peaceful Gardening“ zusammengetragen. Einige Tipps habe ich erst nach dem Erscheinungstermin erfahren, so dass ich diese hier zusätzlich auf Vegpool vorstellen möchte.

Verbreitete Hausmittel zur Bekämpfung von Schnecken, zum Beispiel Schneckenkorn oder scharfkantiger Muschelmulch, kommen im bioveganen Garten nicht in Frage, da sie die Schnecken töten oder verletzen. Die besten Methoden gegen Schnecken sind aber sowieso vegan.
  • Morgens gießen. Die beste Zeit zum Gießen ist früh morgens, und bei Schnecken im Garten sollte man versuchen, das strikt einzuhalten, denn Schnecken lieben Nässe und Temperaturen um 18 Grad.
  • Schnecken absammeln und mit etwas Gemüse als Proviant mind. 300 Meter vom Garten entfernt in der Natur aussetzen.
  • Ätherische Öle und Sud. Stark duftende Kräuter auf die Beete pflanzen, um die Schnecken durch die ätherischen Öle fernzuhalten. Dafür eignet sich unter anderem Lavendel, Thymian, Salbei, Oregano und Bohnenkraut. Hilfreich ist auch ein Sud aus Kapuziner Kresse oder Rhabarberblättern, den man auf die Pflanzen und das Beet sprüht.
  • Im Garten die Artenvielfalt fördern, indem man Lebensräume für Tiere schafft. Einige Tiere, wie zum Beispiel der Gartenschläfer, der Igel und manch ein Laufkäfer, fressen die Schnecken oder deren Eier. Somit sorgt die Natur für ein Gleichgewicht und verhindert die Überpopulation einer Art.
  • Den Boden regelmäßig lockern. Schnecken mögen feinkrümeligen Boden nicht gern, da sie sich schlecht auf ihm fortbewegen können.
  • Schnecken weglocken: Die Lieblingspflanzen der Schnecken extra anbauen oder hinlegen, in der Hoffnung, dass sie das für uns geplante Gemüse ignorieren. Schnecken mögen besonders gern die Studentenblume (Tagetes) oder Beinwellblätter. Kann aber auch nach hinten losgehen, wenn dadurch weitere Schnecken angelockt werden.
  • Pflanzen anbauen, die von Schnecken gemieden werden, beispielsweise Zwiebeln, Fenchel, Kapuzinerkresse, Knoblauch oder wilden Rucola.
  • Kaffeesatz, Steinmehl, Holzhäcksel o.ä. als Schnecken-Barriere um das Gemüsebeet herumlegen.
  • Neuer Tipp: Holzasche und Tannennadeln um das Beet – besonders auch unter die Mulchschichten – legen.
  • Kulturschutznetze, Pflanzenhüte und Schneckenzäune. Bei den Schneckenzäunen darauf achten, dass der Rand gebogen ist. Man kann sie übrigens abbauen und jedes Jahr wieder verwenden.
  • Hochbeete – zusätzlich mit Schneckenzaun ausgestattet – sind ziemlich schneckensicher und eignen sich besonders für Salatliebhaber. Denn auch Schnecken lieben seine köstlichen Blätter.

Zur Autorin: Susanne Heine ist Autorin des bioveganen Gartenbuches „Peaceful Gardening“, das im BLV-Verlag erschienen ist. Lesen Sie hier die Rezension zum Buch.


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