vegane Geschenke

Unveganes Geschenk bekommen - was tun?

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Was tun mit einem nicht-veganen Geschenk?Was tun mit einem nicht-veganen Geschenk? Bild: K/Vegpool

In vielen alltäglichen Situationen bekommt man auch als Veganer kleine, nett gemeinte Aufmerksamkeiten, die allerdings Tierprodukte enthalten. Ob Geburtstagsgeschenk, Begrüßungs-Schokolädchen im Hotel oder Gummibärchen zu einer Online-Bestellung...

Ein Geschenk gleich abzulehnen könnte enttäuschender wirken als es gemeint ist. Annehmen widerspricht jedoch mitunter den eigenen Wertvorstellungen.

Was also tun, wenn man als Veganer unvegane Geschenke erhält? Welchen Ausweg gibt es aus dieser Zwickmühle?


Eine einfache Lösung für dieses Alltags-Problem gibt es leider nicht. Tatsächlich ist es immer stark von der jeweiligen Situation und dem Kontext abhängig, wie man mit einem nicht-veganen Geschenk am besten umgeht.

Ein Täfelchen Vollmilchschokolade auf dem Kopfkissen im Hotel ist ja auch etwas anderes als ein frisch gebackener Geburtstagskuchen von der schon etwas tatterigen Ur-Oma, die nicht so genau versteht, was "Vegan" eigentlich bedeutet.

Die Hotel-Schoki kann man getrost einfach auf dem Nachttisch liegen lassen. Bei Omas Kuchen könnte das ein Familiendrama auslösen.


Doch auch wenn es keine Universal-Lösung gibt, gibt es doch ein paar Regeln, die man beachten sollte.

Die erste Regel: Feinfühligkeit.

Die Geste zählt beim Schenken

Nicht nur das Geschenk selbst zählt, sondern vor allem die Geste. Insbesondere bei persönlich überreichten Geschenken ist ein freundliches, wertschätzendes "Dankeschön" absolut angemessen, auch wenn das Geschenk selbst überhaupt nicht passt.

Denn nicht-vegane Geschenke sind so normal, dass sich die wenigsten Menschen darüber den Kopf zerbrechen. Kann man es ihnen wirklich anlasten?


Eine freundliche, sensible Erklärung bewirkt hier also denkbar mehr als eine schroffe Zurechtweisung.

Wer ein unveganes Geschenk zwar zunächst annimmt, und erst zu einer späteren Situation das Gespräch sucht (z. B. am nächsten Tag oder am Ende einer Feier), der vermeidet, dass der Schenkende enttäuscht oder gar blamiert wird und sich unwohl fühlt.

Manche Veganer entscheiden sich auch dazu, kein großes Aufheben zu machen und ein unveganes Geschenk zwar anzunehmen, es aber später weiterzugeben. So vermeiden sie mögliche Diskussionen.


Gegen die kommentarlose Annahme eines nicht-veganen Geschenks spricht natürlich, dass ohne Rückmeldung künftig weitere nicht-vegane Geschenke folgen könnten. Aus dem Grund empfehlen wir, nicht-vegane Geschenke freundlich und höflich abzulehnen.

Annehmen oder ablehnen? Auf den Kontext kommt's an!

Wie immer ist die Entscheidung, wie man mit einem nicht-veganen Geschenk umgeht, individuell und abhängig vom jeweiligen Kontext und den eigenen Lebenseinstellungen.


Eine klischeehaft skandalisierende Ablehnung von unveganen Geschenken ("Du Kälbchen-Mörder! Man verschenkt doch keine Vollmilchschokolade") könnte mitunter auf wenig Verständnis stoßen und im Endeffekt einfach nur unnötige Fronten bilden. Ist ja nicht so schwer nachvollziehbar.

Wenn es die Situation zulässt, dann bedanke dich erst und sprich die schenkende Person nachträglich darauf an, z. B. am nächsten Tag. So vermeidest du den Eindruck, eine freundliche Geste brüsk abzulehnen und wirst sicherlich mehr Verständnis ernten - und beim nächsten Mal sicherlich ein ehrlich gemeintes, veganes Geschenk bekommen.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Geschenke bei einem geplanten Anlass zu erwarten sind, dann lasse doch schon vorab durchsickern, dass du vegan lebst, ohne dies in den Mittelpunkt zu rücken.

Wie gehst du mit nicht-veganen Geschenken um? Lass es uns und unsere Leser wissen und hinterlasse einen Kommentar im Forum!

Autor: Kilian Dreißig
4,7/5 Sterne (26 Bew.)

Veganes Forum
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Nicht-veganes Geschenk erhalten - was tun?
(3 Antworten)
Letzter Beitrag: 20.07.2020, 15:28 Uhr


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