Ingrid bloggt

Vegan 60+: Wie alles begann

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Das bin ich mit Kater SafiDas bin ich mit Kater Safi
Bild: Ingrid


Hallo zusammen, einen wunderschönen guten Tag.
Ich heisse Ingrid, steh kurz vor der Rente und lebe seit März 2016 vegan. Hätte mir jemand vor 6 Monaten gesagt dass ich eines Tages vegan leben würde, ich hätte ihn laut ausgelacht! Veganer übertreiben es total. Das wusste ich schon immer. Insofern war es schwer vorstellbar, dass ich irgendwann die vegane Ernährung sogar genießen könnte.
Aber so ist es nun.
Doch eins nach dem anderen.

Ich bin Kind einer typisch kleinstädtischen Beamtenfamilie, streng katholisch erzogen und in Franken aufgewachsen. Franken – das bedeutete auch: Jeden Tag Fleisch auf dem Tisch. "Trink Milch Kind, das brauchst du für den Knochenaufbau". "Iss Käse, der enthält viele Mineralstoffe". ...

Ich bin schon ziemlich dick, habe Bluthochdruck und Angst vor Diabetes. Trotzdem habe ich mir nie viele Gedanken um meine Ernährung gemacht. Klar, ich wollte immer abnehmen, gesünder leben, will das auch heute noch :), aber am Liebsten ohne Anstrengung, Abnehmen im Schlaf, zum Beispiel.

Als Kind war ich auch bei Hausschlachtungen dabei. Wir hatten selbst zwei Schweine im Stall, und das mitten in der Stadt. Für mich war es normal Blut- und Leberwurst zu essen und beim Setzen des Bolzenschusses zuzusehen. Es war für mich als Kind damals normal, Tiere zu schlachten und zu essen.

Mein "Bauchfüßler" LisaMein "Bauchfüßler" Lisa
Bild: Ingrid

Nach der mittleren Reife habe ich Krankenschwester gelernt. Mein Vater meinte damals: „Kind, da wirst du nie arbeitslos“, und er hatte damit recht. Ich bin ihm heute noch dankbar für diesen Vorschlag, außerdem hatte ich immer Spaß an meinem Beruf. Die Idee mich zu spezialisieren, stammte auch von ihm. Heute habe ich Zertifikate für Anästhesie, Intensivpflege und Onkologie.

Ich bin ein unruhiger Geist und es hat mich alle paar Jahre an einen anderen Ort gezogen. Und so bin ich irgendwann aus dem beschaulichen Würzburg auf die Insel Föhr gezogen, dann auf die Promi-Insel Sylt und irgendwann nach Flensburg. Inzwischen lebe ich seit 10 Jahren auf der kanarischen Insel Teneriffa. Wer rastet, der rostet schließlich! Ich lebe und arbeite dort, wo andere Urlaub machen. Vor wenigen Monaten bin ich dann Veganerin geworden. Mit 64 Jahren. Warum auch nicht?

Doch eins nach dem anderen. Wie es weiter geht, lest Ihr hier.

Autor:
4,4/5 Sterne (29 Bew.)

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Kommentare

#5: Nicole
01.10.2017, 12:19 Uhr
Hallo Ingrid, Mein Freund und ich würden gerne nach Teneriffa ziehen. Da wir vegan leben habe ich nach Einkaufsmöglichkeiten auf der Insel gesucht und bin so auf Deinen Blog gestossen. Wäre es möglich dass wir uns in Kontakt setzen könnten? Ich hätte so einige Fragen zum Leben auf Tene und würde mich riesig freuen wenn Du uns Deine Erfahrungen erzählen würdest. Viele Grüße Nicole
23.09.2016, 10:35 Uhr
Das war ein großer und ein guter Schritt! Das Alter spielt keine Rolle, es ist nie zu spät. Auch ich bin eine Veganerin über 60, ne Menge über 60. Ich wünsche dir weiterhin gutes Durchhaltevermögen und vor allem Freude an der veganen Lebensweise.
#3: rossie
21.08.2016, 12:58 Uhr
Ein guter Schritt. Das Alter spielt bei einer Veränderung keine Rolle. Habe auch erst mit über 60 Jahren meinen veganen Weg begonnen und dies macht mich zufrieden und glücklich. Ingrid toll. Wir sind jung geblieben auch im Kopf. Grüße von Rosi
#2: Angelika
21.08.2016, 08:42 Uhr
Hallo Ingrid, du bist mir schon nach dem Lesen der ersten Worte sehr sympatisch. Nicht nur weil du dich entschlossen hast vegan zu leben. Du schreibst frisch, fröhlich, frei von der Leber weg und wir sind ungefähr im gleichen Alter. Ich bin fast 63
10.08.2016, 15:35 Uhr
Alle Achtung - von der "Fleischfresserin" zur Veganerin! Mir ist der Schritt zum Vegetarier vor einem Jahr schon recht schwergefallen, weil ich mich aus gesundheitlichen Gründen dazu entschieden hatte. Und so ein 100%iger Vegetarier bin ich immer noch nicht geworden, denn bei Fisch werde ich heute noch schwach. Ich glaube, den ganz grossen Sprung zum Veganer werde ich wohl nie schaffen. Darum bin ich gespannt, wie die Ingrid das erreicht hat.
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