Arabien

Vegan im Königreich Bahrain


Der vegane Lifestyle boomt nicht nur in Deutschland. Auch in anderen Ländern wird die vegane Ernährung immer populärer. Daher werfen wir in dieser Serie einen Blick über die Ländergrenzen und bitten Veganer aus aller Welt um ein paar Insider-Tipps aus ihrem Land. Auch in Bahrain, das auf der arabischen Halbinsel liegt, gibt es eine wachsende, vegane Bewegung. Im Interview erzählt diesmal die Bloggerin Nada El Barshoumi, welche veganen Möglichkeiten Bahrain bietet.

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Vegpool: Hallo Nada, magst Du Dich kurz vorstellen?

Nada El Barshoumi: Hallo! Ich heiße Nada, bin eine 24-jährige, ägyptische Veganerin und blogge auf One Arab Vegan. Bloggerin von One Arab Vegan. Derzeit lebe und arbeite ich im Königreich Bahrain im Nahen Osten.

Vegpool: Warum hast Du Dich entschieden, vegan zu werden?

Nada El Barshoumi: Ich habe schon im sehr jungen Alter, mit 12, aufgehört, rotes Fleisch und Geflügel zu essen. Aber während der Zeit in der Universität habe ich eine Empfindlichkeit gegenüber Milchprodukten bemerkt. Viele Bücher und Dokumentationen später habe ich entdeckt, wie fürchterlich Tierprodukte für deine Gesundheit sind und ich entschied mich, sie alle zusammen im Namen der Gesundheit und der Tierrechte zu meiden. 2011 begann ich, mein Blog zu schreiben, um meine Reise in Richtung Veganismus aufzuzeichnen. Und bisher habe ich nichts vermisst.

Die vegane Bloggerin Nada El Barshoumi
Die vegane Bloggerin Nada El Barshoumi
Bild: Nada El Barshoumi

Vegpool: Gibt es viele Veganer in Bahrain? Gibt es eine vegane Bewegung?

Nada El Barshoumi: Die vegane Bewegung in Bahrain ist klein, aber wachsend. Als ich 2012 nach meinem Uni-Abschluss in Großbritannien zurück nach Bahrain zog, gab es praktisch keine. Aber jetzt beginnen ein paar Restaurants mehr vegan-freundliche Optionen anzubieten. Es gibt sogar ein paar Treffen und Gruppen auf Facebook von Veggies und veggie-interessierten Leuten aus Bahrain, die sich entschieden haben, einen pflanzlichen Lifestyle aus ethischen wie gesundheitlichen Gründen zu entdecken. Es ist wunderbar, das so wachsen zu sehen.

Vegpool: Was sollte ich tun, wenn ich als veganer Tourist in Bahrain nach gutem, veganen Essen suche? Wonach sollte ich Ausschau halten?

Nada El Barshoumi: Frühstück in Bahrain ist überraschend vegan-freundlich! Es ist eine tolle Möglichkeit für Touristen, lokale Spezialitäten zu erleben. Mein persönlicher Favorit ist Emmawash in der Budaiya Road. Dort gibt es ein köstliches Bohnen- und Petersiliengericht, Linsen als auch gemischte Bohnen, frisch gebackenes Bauernbrot und Orangensaft.

Abgesehen vom Frühstück bieten die meisten Restaurants vegane Optionen. Als arabisches Land sind Hummus und Falafel in normalen Restaurants allgegenwärtig. Es gibt außerdem eine große Zahl von Wanderarbeitern aus Asien, das bedeutet, dass wir einige der besten vegetarischen, indischen Restaurants in der Hauptstadt Manama haben. Meine beiden Favoriten sind Sarvanaa Bhavan in Gudaibiya and Anand Bhavan in Bab Al Bahrain. Letzteres befindet sich in einer sehr beliebten Touristengegend und ist daher auch aus diesem Grund ideal.

Nada El Barshoumi: Hast Du noch weitere Tipps für Veganer, die Bahrain besuchen? Zum Beispiel Sehenswürdigkeiten?

Nada El Barshoumi: Besucht ein paar der Tier-Auffangstationen. Die BSPCA oder Tony the Dogfather's benötigen immer etwas Hilfe und Liebe für die Tiere. Abgesehen davon würde ich empfehlen Bahrain in den kühleren Monaten zu besuchen und Fußgängerzonen wie die alten Häuser in Muharraq zu entdecken - sie sind sehr schön.

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Vegpool: Was ist Dein veganes Lieblingsgericht?

Nada El Barshoumi: Das ist viel zu schwer für mich, um darauf zu antworten... aber generell liebe ich alles mit Kichererbsen. Hummus, Reisgerichte, Currys oder auch Kichererbsen-Omelett mit Bohnenkraut.

Vegpool: Vielen Dank für die Antworten!


Nada El Barshoumi betreibt das englischsprachige, vegane Blog One Arab Vegan.


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