Vegan werden

So wird Ihr Vegan-Einstieg ganz einfach.


Der Umstieg von einer Ernährung mit Tierprodukten auf eine vegane Ernährung kommt einem manchmal vor wie eine schier unüberwindbare Hürde. Viele Fragen drängen sich auf - und Ängste. Wie soll man denn bitte in Zukunft auf sämtliche Tierprodukte verzichten können? Was wird der Freundeskreis sagen? Und bestehen nicht doch gesundheitliche Risiken?
Hier geben wir Ihnen Tipps, mit denen Ihnen der vegane Umstieg leicht fallen wird.

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Zunächst einmal ist es gut, sich gründlich Gedanken zu machen. Es zeigt, dass Sie sich mit Ihrer Lebensweise auseinandersetzen. Sie hinterfragen, wägen ab und ziehen Ihre eigenen Schlüsse. Vielleicht fällt Ihnen dabei auch auf, dass Sie wohl das erste Mal wirklich über Ihre Lebensweise nachdenken. Etwas, das nur die wenigsten Menschen tun. Die meisten werden von Kindesbeinen an mit Tierprodukten ernährt und verteidigen dies später als Normalität oder eigene Entscheidung.

Die Argumente sind auf Ihrer Seite.

Dabei bringt diese "Normalität" jede Menge Nachteile mit sich. Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein erhöhtes Krebsrisiko, aber auch Massentierhaltung, Urwald-Abholzung, Klimawandel und so weiter. Die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen. Gut, dass Sie also darüber nachdenken, etwas zu verändern. Übrigens waren auch die meisten Veganer früher "ganz normale Fleischesser", die irgendwann angefangen haben, ihre Ernährung zu hinterfragen. Sie sind also in guter Gesellschaft.

Manchmal hilft Durchatmen
Vegan werden kann sooooo entspannt sein!
Bild: Fotolia.com (bearb.)

Und die guten Argumente sind auf Ihrer Seite.
Inzwischen gibt es auf der Welt mehr Übergewichtige als Untergewichtige. 70% der tödlichen Erkrankungen in Deutschland lassen sich auf falsche Ernährung mit Fleisch und anderen Tierprodukten zurück führen. Es ist auch für Laien nicht schwer, die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen. Als Investition in ein gesundes Leben. Je früher, desto besser.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf wird es Ihnen leichter fallen, sich für eine neue, gesunde Ernährung zu öffnen. Und Sie werden staunen, wie viel Neues es zu entdecken gibt!

Statt Verzicht: Neue Vielfalt entdecken.

Die meisten "Normalesser" verzehren ungefähr 10-15 Gerichte regelmäßig. Spaghetti, Pizza, Burger und so weiter. Die Zutaten, aus denen diese Gerichte bestehen lassen sich fast an zwei Händen abzählen - abgesehen von den vielen Zusatzstoffen. Die meisten Menschen essen weniger als 40 Zutaten regelmäßig. Dabei stehen uns mehr als 300 problemlos zur Verfügung. Wer hier von Verzicht spricht, der muss wohl Scheuklappen tragen.

Frau beim Einkauf
Lassen Sie sich drauf ein und entdecken Sie die vegane Vielfalt!
Bild: © Boggy - Fotolia.com (bearb.)

Zählen Sie einmal selbst nach, wie viele Gerichte Sie regelmäßig verzehren - und welche Zutaten darin vorkommen. Und dann lassen Sie sich einmal von der Vielfalt im nächsten Biomarkt inspirieren (auch Supermärkte haben eine recht schöne Auswahl). Kannten Sie schon die verschiedenen Linsen-Sorten, Amaranth, Quinoa, Bohnen in allen Farben und Formen? Wann haben Sie das letzte Mal Mangold, Austernpilze oder rote Kartoffeln verzehrt?

Wenn Sie sich auf die Vielfalt der neuen, veganen Ernährung einlassen, wird sich Ihr Speiseplan deutlich erweitern. Sie werden neue Freude am Kochen und Zubereiten entdecken und merken, dass all Ihre Ängste vor Verzicht eigentlich nur die Angst vor der Veränderung sind. Wenn Sie sich bewusst mit neuen Lebensmitteln beschäftigen, werden Sie eine neue Routine entdecken und sich vielleicht schon nach 1-2 Monaten fragen, warum Sie nicht schon viel früher vegan geworden sind.

Das soziale Umfeld.

Vielleicht werden Sie als Vegan-Einsteiger in Diskussionen geraten. Freunde und Bekannte werden Sie nach Ihrer Motivation befragen. Mal interessiert, vielleicht auch mal abwertend oder spöttisch. der Grund ist, dass die meisten Menschen Veränderung ablehnen. Und wenn Sie beweisen, dass die Veränderung durchaus möglich ist, werden viele umso stärker abblocken. Aus der Angst vor dem Ungewohnten.

Freunde beim Wandern
Suchen Sie Austausch mit Gleichgesinnten.
Bild: Fotolia.com

Wussten Sie, dass Veganer zu weniger sozialen Vorurteilen neigen? Auch das hat sicher einen Grund! Die Ideologie, den antrainierten Fleischverzehr vehement zu verteidigen, bezeichnet die amerikanische Psychologie-Professorin Melanie Joy als Karnismus.

Kontakte und Austausch suchen.

Um sich den veganen Einstieg so einfach wie möglich zu machen, raten wir Ihnen, sich gleich Kontakte zu suchen, um sich über Ihren vegane Einstieg auszutauschen. Suchen Sie sich Kontakte in der Umgebung (vegane Veranstaltungen, Stammtische, Kochabende, ...) und melden Sie sich z. B. kostenlos in unserer veganen Community an. Dort haben Sie die Möglichkeit, sich in einem freundlichen Umfeld auszutauschen und viel Neues zu erfahren.

Schauen Sie sich außerdem Dokumentationen an, um sich in Ihrer Entscheidung zu bestärken. Kaufen Sie sich ein oder zwei Bücher über die vegane Ernährung, um Inspiration und vegane Rezepte zu erhalten. Und verfolgen Sie die Informationen großer Vegan-Organisationen und -Portale wie z. B. auf Vegpool.de, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Gute Beratung bieten Ernährungsmediziner
Informieren Sie sich und lassen Sie sich inspirieren.
Bild: Fotolia.com

Sich informieren und Kompetenz sammeln.

Auch wenn der Umstieg auf eine vegane Ernährung auch für Laien durchaus machbar ist (die wenigsten Veganer sind schließlich Ernährungsberater), empfiehlt es sich doch, auch Fachliteratur zu lesen oder spezielle Kurse in Anspruch zu nehmen. Auch, um sich von Vorurteilen und eventuellen Anfeindungen nicht verunsichern zu lassen.

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Ein solcher Kurs ist zum Beispiel der Vegane Onlinekurs unter www.vegan-werden.de (ein Partnerprojekt von Vegpool.de). Diese veganen Einsteiger-Kurse sind dafür spezialisiert, die klassischen Alltags-Fragen zu beantworten und Ihnen zu helfen, die erste Einstiegs-Phase zu meistern, den inneren Schweinehund zu überwinden und voll in den Genuss der veganen Lebensweise zu kommen.


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