Warum immer mehr Teilnehmer von "Friday for Future" vegan leben

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Das Klima wird immer wärmer und es ist schon heute absehbar, dass der Klimawandel weitreichende und unumkehrbare Folgen haben wird. Die Konsequenzen werden jene Menschen zu tragen haben, die heute jung sind. Deshalb gehen seit Monaten Schüler Freitags auf die Straße und fordern einen wirksamen Klimaschutz. Die Schülerstreiks finden inzwischen weltweit unter dem Motto "Friday for Future" statt.

Das Gesicht der "Friday for Future"-Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Sie gehört zu den einflussreichsten Teenagern der Welt und wollte mit dem Schülerstreik die schwedische Regierung dazu bringen, endlich ihre Klima-Versprechen einzuhalten.

Und längst ist eine globale Bewegung daraus geworden. von Schülern, die auf die Straße gehen und sich für ihre Zukunft stark machen. Doch immer mehr möchten auch selbst etwas in ihrem Leben verändern, um das Klima zu schonen. Immer mehr Teilnehmer der "Friday for Future"-Bewegung leben vegan.

Auch die Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg aus Schweden ruft nicht nur zur Teilnahme am Schülerstreik auf - sondern auch dazu, vegan zu leben und bewusster zu konsumieren.


Sie sagt das aus einem guten Grund.

Einige Leute sagen, dass ich studieren sollte, um Klimawissenschaftlerin zu werden, damit ich die Klimakrise lösen kann. Aber die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern. Greta Thunberg

Warum vegane Ernährung das Klima schützt.

Nutztiere "geben" nicht einfach Milch, Fleisch und Eier. Statt einfach in der freien Natur zu grasen, bekommen Sie Futtermittel, die oft von der anderen Seite der Welt antransportiert werden. Sie stehen in Ställen und bekommen Protein-Futter, das sie in der Natur gar nicht in den Mengen bekämen.

Schon beim Anbau und Transport des Futters werden Unmengen an CO2 freigesetzt, das zum Klimawandel beiträgt. Viel Schlimmer ist aber, dass Nutztiere den größten Teil des Futters in Gülle umwandeln - und dabei richtig viel klimaschädliches Methangas und CO2 produzieren.


Von 10 Kilo Getreide, die eine Kuh frisst, kommen etwa 9 Kilo als Gülle hinten raus. Und ja, es geht hier tatsächlich um Getreide und Hülsenfrüchte - also um Pflanzen, die auf Ackerflächen extra angebaut wurden. Auf Böden, auf denen auch direkt Nahrung für Menschen angepflanzt werden könnten.

Wenn wir einfach direkt pflanzliche Lebensmittel anbauen würden, könnten wir die meisten Ackerflächen der Natur zurück geben und die Ökosysteme enorm entlasten.

Warum wir Tierprodukte meiden sollten.

Besonders umweltschädlich ist übrigens die Produktion von Fleisch. Daher sollte Jeder, dem der Klimaschutz wirklich etwas bedeutet, sofort und dauerhaft aufhören, Fleisch zu essen. Das gilt besonders für die Industrieländer, die besonders stark zum Klimawandel beitragen und in denen pflanzliche Lebensmittel sehr einfach verfügbar sind.

Doch damit nicht genug! Auch konzentrierte Milchprodukte wie z. B. Käse sind sehr klimaschädlich, da hier besonders viel Milch verarbeitet wird. Ein Stück Käse ist mitunter klimaschädlicher als manche Fleischsorten!


Vegetarier essen zwar kein Fleisch, ersetzen dieses aber oft durch Käse oder andere Tierprodukte. Manch ein Vegetarier trägt dazu genauso stark zum Klimawandel bei, wie ein Fleischesser.

Vegan gegen den Klimawandel.

Bei einer veganen - also pflanzenbasierten - Ernährung ist der Effekt fürs Klima sehr deutlich erkennbar. Denn Veganer verbrauchen oft nicht einmal 10% der Ressourcen, die für einen Fleischesser oder Vegetarier genutzt werden. Mit dem C02-Rechner des Umweltbundesamtes lässt sich das anschaulich darstellen.

Manche Menschen glauben, Veganer wären total radikal. Das meiste davon sind Vorurteile (und ein paar Spinner gibt es in jeder Menschengruppe). Die meisten Veganer sind ganz normale Menschen, die einfach keine Lust mehr haben, blind zu konsumieren und die Umwelt zu ruinieren. Die es nicht einsehen, warum Nutztiere für uns sterben sollten, obwohl uns deren Produkte eher krank machen. Denn auch für Milch und Eier sterben Tiere.


Doch mache Dir lieber ein eigenes Bild. Die folgenden Fakten kannst Du gut im Internet recherchieren und überprüfen:

  • Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) warnt seit Jahren vor rotem Fleisch. [1]
  • Kühe geben erst Milch, wenn sie ein Kälbchen bekommen haben. Die meisten Kälbchen werden getötet. [2]
  • Die globale Tierhaltung ist eine der Haupt-Ursachen für den Klimawandel. [3]

Hier erfährst Du mehr darüber, warum vegane Ernährung das Klima schützt.

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