Zecken

Sich als Veganer gegen Zecken schützen

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Eine Zecke auf der Suche nach Blut.Eine Zecke auf der Suche nach Blut.
Bild: John Tann, flickr.com (bearb.) Bildtitel: Tick on the job, CC-BY


Zecken sind blutsaugende Parasiten, die auf Gräsern und in Gebüschen auf einen „Wirt“ lauern. Das können Tiere, aber auch arglose Spaziergänger sein. Zecken sind an sich nicht gefährlich, können jedoch schwere Krankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung (FSME) übertragen. Daher werden sie von vielen Menschen gefürchtet. Wie man sich als Veganer vor Zecken schützen kann, erfahren Sie hier.

Eine Zecke springt nicht auf ihr Opfer, sondern wird z. B. beim Gehen „abgestreift“. Es ist also ein Gerücht, dass sich Zecken vor allem von Bäumen fallen lassen.
Ist eine Zecke erst einmal auf dem Körper, sucht sie schnell nach einer Stelle mit dünner Haut, zum Beispiel am Hals, oft aber auch im Bein- oder Leistenbereich. Der Zeckenbiss wird oft nicht bemerkt, da die Tiere ein leicht betäubendes Sekret absondern. Am Wirt saugt sich die Zecke mit Blut voll und kann dabei ein Vielfaches ihrer Körpergröße erreichen – sofern sie nicht unterbrochen wird. Ist sie satt, lässt sie sich einfach fallen. Zwar geht ein Zeckenbiss für das Zecken-Opfer in den meisten Fällen gut aus – leider aber nicht immer.

Krankheit durch Zeckenbiss?

Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die mit Antibiotika bekämpft werden kann. Erstes Anzeichen für eine Borreliose ist eine kreisförmige Rötung um den Zeckenbiss. Die Krankheit kann jedoch auch erst nach mehreren Jahren ausbrechen und wird daher oft nicht richtig diagnostiziert und behandelt. Ein schnelles Entfernen der Zecke schützt vor der Krankheit, da die Borrelien in der Regel erst nach etwa sechs Stunden übertragen werden.


Vor FSME schützt eine Impfung, die von Experten besonders in Gebieten empfohlen wird, in denen viele Zecken den entsprechenden Erreger in sich tragen (siehe dazu: Sollten sich Veganer impfen lassen?). In Deutschland zählen Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen und einzelne Landkreise in Thüringen zu diesen Endemie-Gebieten. Die norddeutschen Bundesländer blieben bisher weitgehend verschont. Aufgrund des Klimawandels ist hier aber eine Ausbreitung zu erwarten.

Wie schützt man sich vegan vor Zecken?

Um sich vor Zecken zu schützen, hilft z. B. helle Kleidung, denn hier können Zecken rechtzeitig vor dem Biss erkannt werden. Langärmliche Bekleidung sowie eng anliegende Unterwäsche erschwert den Zecken den Zugang zur Haut. Nach einem ausgiebigen Spaziergang in der Natur sollte der Körper auf Zecken untersucht werden, z. B. unter der Dusche.

Einige Hersteller bieten vegane Insektensprays an, die auch vor Zecken schützen sollen. Allerdings unterscheiden sich diese Mittel und ihre Wirksamkeit oft deutlich. Die meisten Mittel setzen auf Geruchsstoffe, die Zecken abschrecken sollen. Fragen Sie am besten in der Apotheke nach.

Was tun, wenn Sie eine Zecke am Körper entdeckt haben?

Doch was tun, wenn alle Schutzmaßnahmen nicht geholfen haben und man von einer Zecke gebissen wurde?
In dem Fall raten Experten, die Zecke mit einer speziellen Zeckenzange zu entfernen. Die Zecke wird hierbei meist getötet, (was aber als eine Art „Notwehr“ von Veganern hingenommen wird). Zeckenzangen erhält man in der Apotheke und im Drogerie-Geschäft.


Keinesfalls sollten Chemikalien oder Öle verwendet werden um die Zecke zu „ersticken“. Solche „Hausmittel“ können erst recht dazu führen, dass die Zecke ansteckende Erreger absondert.
Nach der Entfernung der Zecke gilt es, die Stelle des Zeckenbisses zu beobachten und im Zweifel einen Arzt aufzusuchen. hierbei sollte die entfernte Zecke in einem geschlossenen Gefäß zur Laboruntersuchung mitgebracht werden.

Grundsätzlich gilt, dass eine vegane Lebensweise immer mit Leichtigkeit gelebt werden sollte. Im Falle eines Krankheits-Verdachts oder einer bereits eingetretenen Erkrankung sollte in jedem Fall vollumfänglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Mitarbeit: Manuela Hennig.

Autor:
2,6/5 Sterne (13 Bew.)
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Kommentare

#1: MissMiller
24.03.2019, 16:17 Uhr
Wir nutzen seit Jahren Kokosöl. Zecken mögen den Geruch nicht. Wir zwei Beiner reiben uns kurz vor einem Waldbesuch damit ein. Unsere Katzen trinken ab Frühjahr ihr Wasser immer mit einem Schuss Kokosmilch. Auch hier gibt es keine 100 prozentige Garantie. Trotzdem haben wir vor allem bei unseren Katzen einen Effekt bemerkt. Während sie vorher (ohne jedes Mittel) mit teilweise 5-6 Zecken die Woche heim kamen, hatten sie mit Kokosmilch nur noch 1-2 Zecken in der Woche.
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