Ethik

Vegan statt "Recht des Stärkeren"

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Sklavenhandel – zum Glück (weitgehend) überwundenSklavenhandel – zum Glück (weitgehend) überwunden
Bild: Unbekannt


Viele Gründe sprechen für die vegane Lebensweise. Für viele Menschen ist Veganismus ein gesunder Ernährungsstil mit hohem Gemüse-Anteil, für Andere ein politisches Statement. Für manch einen ist Veganismus sogar vergleichbar mit wichtigen, gesellschaftlichen Veränderungen. Vergleichbar mit dem Ende der Sklaverei, mit der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, mit Toleranz gegenüber Menschen, die anders leben, als man selbst. Doch ist da was dran?
Oder anders herum: Kann man das Fleischessen mit Rassismus, Sexismus oder Homophobie vergleichen?

Offensichtlich gibt es große Gemeinsamkeiten zwischen der veganen Lebenseinstellung und den genannten gesellschaftlichen Fortschritten. In unserer Gesellschaft besteht weitgehende Einigkeit, dass das Ende der Sklaverei ein wichtiger, humaner Fortschritt in der neueren Geschichte war. Unterschiede bei der Herkunft, der Hautfarbe oder bei der sexuellen Orientierung werden zunehmend als das erkannt, was sie sind: Individuelle Eigenschaften, und als solche kein Grund zur Aufregung oder gar Benachteiligung „Anderer“.

Das „Recht des Stärkeren“ ist kein Recht.

Menschen, die Teil einer unterdrückenden Gesellschaftsgruppe sind, blenden dieses Verhalten in der Regel sehr effizient aus. Erst wenn die Form der Unterdrückung in Worte gefasst und ihre Mechanismen erklärt werden können, kann ein gesellschaftlicher Wandel beginnen. Auch der Fleischverzehr beruht auf einer Ideologie. Siehe auch Karnismus – die Ideologie des Fleischessens.

Veganismus stellt eine Art freiwilligen Verzicht auf Gewalt gegen Tiere dar. Obwohl Gewalt gegen Tiere heute gesetzlich und gesellschaftlich weitgehend akzeptiert wird, so ist die Geisteshaltung dahinter durchaus gut vergleichbar mit Gewalt gegen Fremde, Frauen, Sklaven oder Homosexuelle. Der Verzehr von Fleisch beruht auf dem „Recht des Stärkeren“. Doch dieses „Recht“ steht genau genommen für die Abwesenheit von Gerechtigkeit und Humanität bzw. „Menschlichkeit“.

Das „Recht des Stärkeren“ steht für absoluten Egoismus und damit im Widerspruch zu den Grundgedanken einer zivilisierten, humanen und aufgeklärten Gesellschaft. Niemand hat direkt einen Vorteil, indem er auf Gewalt verzichtet. Doch Gewalt ist „ansteckend“ – und greift, wenn man ihre Mechanismen nicht erkennt, schnell um sich. Menschen haben – anders als Tiere – die Möglichkeit, sich diese Mechanismen bewusst zu machen und entsprechende Entscheidungen zu treffen.
Der starke Trend zu einer pflanzlichen Ernährung ist ein deutliches Zeichen, dass auch hier das gesellschaftliche Bewusstsein wächst.

Autor:
4,1/5 Sterne (15 Bew.)
Kommentare

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Kommentare

#2: stef
27.03.2018, 00:00 Uhr
@robert ??? aber die Gedankengänge sind absolut korrekt. Gewalt gegen Tiere ist Gewalt gegen Schwächere !!!
#1: robert
20.08.2016, 23:00 Uhr
"Obwohl Gewalt gegen Tiere heute gesetzlich und gesellschaftlich weitgehend akzeptiert wird, so ist die Geisteshaltung dahinter durchaus gut vergleichbar mit Gewalt gegen Fremde, Frauen, Sklaven oder Homosexuelle." Hat man so absurde Gedankengänge nötig, um die vegane Lebensweise zu begründen?
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