Umweltschutz

Vegan die Wunden der Erde heilen

Veröffentlichung:
Die ErdePflanzenbasierte Ernährung schont die Erde.
Bild: NASA (bearbeitet)


Immer wieder fragen sich Menschen, was Veganer eigentlich zu ihrer Ernährungsweise bewegt. Eines vorab: Verzicht ist es nicht. Denn als Veganer kann man sich vielfältig und genussvoll ernähren. Schon nach einer kurzen Umstellungs-Phase erlernt man neue Routinen, die die Umwelt retten könnten.

Wenn Sie die Umwelt also nicht unnötig belasten möchten, sollten Sie jetzt weiterlesen!

In der Tat hat eine vegane Lebensweise klare Vorteile für die Umwelt. Veganer verbrauchen etwa 80% weniger Ressourcen als Fleischesser und Vegetarier, und helfen dadurch, die Wunden der Erde zu heilen. Sie sind Teil einer Bewegung, die das Ziel hat, den Planeten zu retten - und die mit dem eigenen Verbrauch beginnen.

Warum vegane Ernährung so umweltfreundlich ist.

Veganer meiden sämtliche Tierprodukte, darunter Fleisch, Milch und Eier. Das klingt erst einmal krass, hat aber gute Gründe. Früher wurden Tierprodukte in sehr geringen Mengen verbraucht. Es gab keine Massentierhaltung und die Tiere bekamen das zu fressen, was ohnehin zur Verfügung stand. Die Hühner pickten im Hof, die Schweine bekamen Abfälle aus der Küche und ein paar Rinder weideten auf der Wiese.

Doch die Zeiten haben sich dramatisch verändert. Nichts ist mehr so wie früher. Auf der Erde leben etwa 4-5 mal so viele Nutztiere wie Menschen! Und dabei sind Fische noch gar nicht eingerechnet.

Das ist die Realität. Der Verzehr von Tierprodukten ruiniert den Planeten. Diese Probleme sind eine der größten Herausforderungen für das Überleben der Menschheit.

Nicht einmal Bio-Bauern arbeiten mehr so, wie es früher normal war. Statt zwei oder drei Schweinen stehen heute Hunderte im Stall einer normalen Massentierhaltung. Oft sogar Tausende. Statt Küchenabfällen fressen sie Futtermittel, die extra für sie angebaut wurden. Die Tiere sind unsere Nahrungs-Konkurrenten geworden. Sie werden mit Hülsenfrüchten und Getreide gefüttert, die auch für die menschliche Ernährung genutzt werden könnten.

Bloß: Aus einem Kilo Soja wird nicht etwa ein Kilo Fleisch!

Das Futter wird im Körper der Tiere überwiegend zu Gülle und Wärme umgewandelt. Nur ein kleiner Teil der eingesetzten Futter-Energie wird tatsächlich zu Fleisch (oder einem anderen Tierprodukt).
Deutlich gesagt: Tiere verwandeln Futter in erster Linie in Mist. Man benötigt 15 Kilo Futtermittel um ein Kilo Fleisch zu erhalten. Bei konzentrierten Tierprodukten wie Käse ist das Verhältnis sogar noch viel schlechter.

Für ein Steak fällt die 15-fache Menge Kuhmist an. Mit einem Kilo Getreide könnte man zwei Kilo Brot backen (+ Wasser). Wenn man es verfüttern würde, könnte man 70 Gramm Fleisch erhalten.

Umweltzerstörung beim Anbau der Futtermittel.

Um Futtermittel anzubauen, werden entsprechende Anbauflächen benötigt. Die Urwald-Abholzung ist eine der sichtbarsten Folgen des Futtermittel-Anbaus. Doch damit nicht genug! Die Mono-Kulturen werden mit Pestiziden und petrochemischen Düngemitteln behandelt. Die Flächen sind oft so groß, dass sie mit Flugzeugen bewirtschaftet werden.

Pestizide werden oft mit dem Flugzeug versprühtPestizide werden oft mit Flugzeugen versprüht.
Bild: ASP Inc, fotolia.com

Gentechnik kommt zum Einsatz, um Pflanzen gegen besonders aggressive Chemikalien resistent zu machen - und alles andere (unerwünschte) Leben zu vernichten. Ganze Ökosysteme werden durch die Produktion von Futtermitteln zerstört. Auch Menschen erkranken und sterben an den Folgen der Pestizid-Belastung. Die Grundwässer werden für Jahrzehnte verseucht. Unzählige Tier- und Pflanzenarten sterben jedes Jahr für immer aus.

Die Entsorgung der Gülle auf den Äckern ist auch in Deutschland ein riesiges, ökologisches Problem - denn sie belastet das Grundwasser mit Nitrat. Die Kosten für die Reinigung macht das Trinkwasser teurer - und wird auf die Verbraucher umgewälzt. Die Agrar-Lobby in Deutschland ist so stark, dass sie sogar noch subventioniert wird, statt für die Kosten aufzukommen.

Dazu kommt die Bewässerung und der Transport der Futtermittel und unzählige weitere ökologische Faktoren, für die hier schlicht der Platz fehlt. Erschütternde Video-Dokumentationen wie What the Health, Cowspiracy und We Feed the World berichten von diesem ökologischen Desaster, das von Politik und Medien weitgehend ignoriert wird (oft auch aus eigener, persönlicher Betroffenheit).

Egal ob Fleisch, Milch oder Eier: Tierprodukte sind heute immer eine große Ressourcen-Verschwendung. Selbst in Bio-Betrieben sind die Tiere unsere Nahrungs-Konkurrenten. Nur bei der Weidehaltung besteht keine Nahrungs-Konkurrenz. Allerdings werden auch hier Flächen benötigt, die den natürlichen Ökosystemen entnommen werden.

Das Problem ist, dass Rohstoffe nicht direkt genutzt werden, sondern über den Umweg der Tiermägen. Würden Rohstoffe direkt verwertet, könnten wir etwa 80% Energie oder mehr einsparen!

Wissenschaftliche Simulationen haben längst gezeigt, dass eine nachhaltige Lebensweise für alle Menschen auf der Welt nur pflanzenbasiert sein kann. Wissenschaftler warnen, dass die Menschheit dringend umdenken muss, um ihr Überleben auf der Erde zu sichern.

Vegan bedeutet, Primär-Rohstoffe zu nutzen.

Eine vegane Ernährung basiert auf Primär-Rohstoffen. Pflanzen werden also direkt genutzt, statt sie vorher zu verfüttern. Veganer können sich aus einer großen Vielfalt an veganen Grundnahrungsmitteln bedienen. Dazu gehören nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Saaten, Kräuter und Pilze. Mehr als 300 unverarbeitete vegane Zutaten stehen uns in Europa problemlos zur Verfügung! In einem üblichen deutschen Haushalt werden davon heute nur etwa 20-30 genutzt.

Vegan zu werden ist daher der wichtigste Schritt, um die Wunden der Erde zu heilen. Um ein Zeichen zu setzen und das eigene Verhalten endlich ökologischer zu machen. Natürlich ist es heute schwer, zu 100% nachhaltig zu leben. Doch wer seine Ernährung pflanzenbasiert gestaltet, kann bereits 80% Energie einsparen. Keine andere Maßnahme, die jeder Mensch in Europa selbst ergreifen kann, hat so viel Nutzen für die Umwelt.

Was Sie tun können:

  • Informieren Sie sich selbst intensiv über die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung. Es gibt sehr gute Filme und Bücher zum Thema.
  • Machen Sie sich klar, dass das Thema für Menschen oft unangenehm ist, weil es persönliche Verhaltensweisen betrifft (anders als z. B. der Protest gegen Atomkraftwerke). Niemand möchte gerne seine erlernten Verhaltensmuster ändern. Die gute Nachricht: Nach einer Umgewöhnungsphase wird eine vegane Ernährung für Sie ganz normal sein.
  • Machen Sie sich klar, welche Menge Rohstoffe Sie in Ihrem Leben als Fleischesser verbrauchen würden - und wie wichtig es daher ist, pflanzenbasiert zu essen.
Autor:
3,5/5 Sterne (4 Bew.)

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