Vegane Ernährung gegen Akne - hilft das wirklich?

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Nicht nur Jugendliche sind von Akne betroffen. Doch hilft eine vegane Ernährung?
Nicht nur Jugendliche sind von Akne betroffen. Doch hilft eine vegane Ernährung? Bild: pixabay.com

Vegane Ernährung soll bei Akne Wunder wirken, schreiben viele ehemalige Betroffene. Sie schwärmen davon, dass vegane Ernährung auch dauerhaft wirkt und nicht bloß die Symptome bekämpft.

Was für eine schöne Vorstellung, durch vegane Ernährung die Pickel, Pusteln, Knoten und Papeln loszuwerden!

Wie viele Menschen mit Akne von veganer Ernährung profitieren können, ist bislang allerdings unbekannt. Akne hat viele verschiedene Ursachen und Formen und es wäre nicht seriös, generell zu behaupten, vegane Ernährung könne alle Formen von Akne bekämpfen.

Die gute Sache ist aber: Vegane Ernährung ist nicht verschreibungspflichtig, nicht patentiert und auch nicht teuer. (Anders als viele Akne-Medikamente, die mitunter unerwünschte Nebenwirkungen haben.)

Betroffene mit Akne können also einfach einen 4-6-wöchigen Versuch starten. Im Sinne einer persönlichen "Vegan-Challenge". Und dann sehen, ob es hilft.

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In jenen Fällen, in denen die Akne auf einem hohen Konsum von Tierprodukten zurückzuführen ist (oder damit zusammenhängt), wird eine vegane Ernährung schon innerhalb von 4-8 Wochen zu deutlichen Verbesserungen führen.

Das Potential veganer Ernährung bei Akne

Die Beobachtung, dass vegane Ernährung bei vielen Akne-Betroffenen so gut wirkt, lässt sich wohl am ehesten damit erklären, dass besonders kritische Lebensmittel bei der veganen Ernährung reduziert oder ganz gemieden werden.


Kuhmilch, zum Beispiel. Kuhmilch ist eines der wichtigsten Allergene in der omnivoren und vegetarischen Ernährung. Auch Akne scheint in vielen Fällen mit einem hohen Konsum von Milchprodukten zusammenzuhängen (inkl. Käse, Joghurt und Co).

Womöglich liegt der Effekt im Gehalt an Wachstumshormonen in der Milch, die als "IGF" bezeichnet werden (das steht für "insulin like growth factors" bzw. "insulinähnliche Wachstumsfaktoren").

Kuhmilch dient von Natur aus als Nahrung für Kälbchen. Ein Kälbchen wächst jedoch viel schneller als ein Mensch und entsprechend hoch ist der Gehalt an Wachstumshormonen in der Kuhmilch.

Wachstumshormone aus der Milch könnten Akne begünstigen

Eine Theorie lautet: Wachstumshormone aus Tierprodukten könnten besonders bei Jugendlichen den ohnehin im Hormonrausch befindlichen Körper zusätzlich irritieren und Akne auslösen. Die Studienlage dazu ist bislang aber rar, sodass es auf einen Versuch ankommt.


Veganer trinken keine Kuhmilch. Verzichten müssen sie aber nicht, denn es gibt eine große Auswahl an pflanzlichen Milchalternativen, die vielen Menschen sogar besser schmecken als Kuhmilch - und die ganz ohne tierische Wachstumshormone auskommen.

Die beliebteste Milchalternative in Deutschland ist übrigens Haferdrink.

Auch die stark reduzierte Aufnahme der Arachidonsäure spricht für eine vegane Ernährung. Denn Arachidonsäure kann entzündliche Prozesse fördern und dazu gehört Akne klassischerweise auch. Arachidonsäure kommt übrigens fast nur in Tierprodukten vor.

Weißmehl und Zucker sind zwar vegan, aber gehören ebenfalls zu den Lebensmitteln, die man bei Akne besser meiden sollte, da sie aufgrund ihrer "glykämischen Last" starke Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben.

Ein überhöhter Blutzuckerspiegel und insbesondere unbehandelter Diabetes Typ 2 (sogenannter "Altersdiabetes", der aber längst auch bei jungen Menschen auftritt) kann die Besiedlung der Haut mit Erregern ebenfalls begünstigen.

Bei Akne einen veganen Versuch wagen

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine pauschale Behauptung, dass vegane Ernährung immer bei Akne hilft, wäre sicherlich vorschnell, da die Studienlage bislang rar ist und sich positive Erfahrungen aus der Praxis nicht zwingend verallgemeinern lassen.


Vegane Ernährung aus ideologischen Gründen rigoros abzulehnen, könnte aber zugleich bedeuten, eine echte Chance auszuschlagen. Ein Versuch kostet nichts und Betroffene können somit einfach selbst auszuprobieren, ob vegane Ernährung auch bei ihnen helfen kann.

Wenn du nach dem Umstieg auf eine vegane Ernährung positive, gesundheitliche Veränderungen feststellen konntest, dann melde dich bitte bei uns. Wir veröffentlichen regelmäßig persönliche Erfahrungsberichte, die auch andere Leser bestärken können, ihr Leben gesünder zu gestalten.

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Autor: Kilian Dreißig

4,8/5 Sterne (18 Bew.)

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Vegan gegen Akne
(6 Antworten)
Letzter Beitrag: 15.03.2020, 08:57 Uhr


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Schlagworte: Erkrankungen Gesundheit Prävention Veganismus


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