So teuer ist vegane Ernährung wirklich

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Fleischersatz, Sojamilch und Superfoods: Für manche Menschen klingt Veganismus nach einer kostspieligen Diät, die sich nur reiche Menschen leisten können. Doch wie teuer ist es wirklich, vegan zu essen? Müssen Veganer wirklich so viel mehr Geld für ihre Ernährung ausgeben, oder handelt es sich um einen Mythos?
Wir sind der Frage auf den Grund gegangen - und zeigen, wie teuer vegane Ernährung wirklich ist.


Die meisten Veganer leben aus gesundheitlichen und ethischen Gründen vegan. Weil sie durch den Verzicht auf Tierprodukte Krankheiten vorbeugen möchten, oder weil sie nicht weiter zu Tierquälerei in der industriellen Tierhaltung beitragen wollen.

Ersatzprodukte machen vegane Ernährung teuer.

Viele Menschen, die vorher gerne Fleisch gegessen haben, suchen als Veganer nach Alternativen. Und Fleischprodukte lassen sich mit pflanzlichen Zutaten sehr gut nachahmen und sind inzwischen selbst in Discountern erhältlich. Allerdings sind vegane Fleischalternativen in der Tat deutlich teurer als so manch ein Fleischprodukt. Das liegt auch an den vergleichsweise geringen Produktionszahlen - aber auch daran, dass Tierprodukte aus Steuergeldern massiv subventioniert werden.

Ähnlich sieht es auch mit Sojamilch und anderen Pflanzendrinks aus. Warum Sojamilch so teuer ist, haben wir hier erläutert.

Es stimmt also, dass eine vegane Ernährung mit vielen verarbeiteten Ersatzprodukten an der Kasse teurer sein kann als eine nicht-vegane Ernährung. Dies gilt jedoch für jede Form der Ernährung. Verarbeitete Produkte sind praktisch immer teurer als frische Rohwaren.

Vegane Produkte haben häufig Bio-Qualität. Das bedeutet, dass bei der Herstellung strengere Produktions-Anforderungen erfüllt werden. Dies sollte beim Preisvergleich berücksichtigt werden.

Ganz abgesehen davon werden die "versteckten" ökologischen Kosten von Tierprodukten (wie Klima-Effekte, Grundwasserbelastung, Land-Verbrauch für Futtermittel usw.) externalisiert. Für diese Kosten muss letztendlich die Gesellschaft aufkommen. Unterm Strich ist vegane Ernährung also auch dann billig, wenn sie an der Kasse ganz schön teuer wirkt. In diesem Artikel soll es aber um die Preise gehen, die man als Verbraucher direkt an der Kasse bezahlt.

Obst und Gemüse spielen die Hauptrolle.

Allerdings ernähren sich Veganer natürlich nicht nur von Ersatzprodukten. Ein Liter Hafermilch reicht gerne mal für mehrere Tage. Fleischalternativen kommen in vielen veganen Haushalten nur einmal in der Woche auf den Tisch - wenn überhaupt.


Was man in der Preis-Diskussion oft vergisst, ist nämlich Folgendes:

Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze, Kräuter und Saaten sind die wichtigsten Zutaten einer gesunden, veganen Ernährung. Es sind Zutaten, die in Deutschland einfach und kostengünstig erhältlich sind und aus denen sich bunte, frische und phantasievolle Gerichte zubereiten lassen, die jeden Gedanken an Verzicht vergessen lassen.

Ist Veganismus teuer? Kommt drauf an!

Die Frage, wie teuer vegane Ernährung wirklich ist, lässt sich daher klar beantworten: Kommt drauf an, was Du isst. Fertigprodukte - zu denen auch Ersatzprodukte gehören -, gehören eher zu den teureren Lebensmitteln. Wer aber stets frisch kocht und wenig verarbeitete Produkte verwendet, kann unterm Strich mit veganer Ernährung sogar Geld sparen.

Der Youtuber und Blogger Christian Pörtzel hat übrigens einen Selbstversuch gestartet und genau erfasst, wie günstig eine vegane Ernährung sein kann. Der Titel lautet: "Vegane Welt für wenig Geld".

Vegane Alternativprodukte erleichtern vielen Menschen den Einstieg. Und wer den Geschmack von Tierprodukten mag (nicht aber deren Hintergründe), der kann getrost und ohne schlechtes Gewissen hin und wieder zu solchen Produkten greifen. Es handelt sich hierbei um Genussmittel, die man nicht für ein gesundes Leben benötigt. So, wie bei Fleisch, Milch und Eiern ja auch.


Vielleicht interessiert Dich zu diesem Thema auch unser Artikel Vegan mit Hartz IV. Außerdem haben wir einen Artikel darüber, wie Du vegan und mit wenig Geld frühstücken kannst. Bitte denke auch daran, unseren veganen Newsletter zu abonnieren!

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