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Der vegane Garten im Sommer

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Tomaten aus dem bioveganen GartenTomaten aus dem bioveganen Garten Bild: Susanne Heine

Ein sonniger Sommer verheißt angenehme Temperaturen und eine schöne Zeit mit Freunden und Familie. Vegane Hobbygärtner können jetzt auch schon einige Obst- und Gemüsesorten ernten. Wer allerdings einen veganen Garten betreut, sollte in der trockenen Jahreszeit besondere Umsicht walten lassen. Susanne Heine, Buchautorin von „Peaceful Gardening“, gibt Tipps, wie Sie Ihren veganen Garten gut durch den Sommer bringen – und was Sie jetzt schon genießen können.

Für ausreichend Feuchtigkeit sorgen

Die wichtigste Grundlage ist natürlich, die Pflanzen gut zu wässern. Am besten morgens mit Regenwasser, denn dann ist es noch kühl und das Wasser verdunstet nicht so schnell. Gerade im Hochsommer ist eine Mulchdecke im Beet zwischen den Gemüsereihen, oder aber auch in den Kübeln, Töpfen und Balkonkästen besonders praktisch. Sie hält gut die Feuchtigkeit im Boden und schützt ihn vor der Sonneneinstrahlung. Um diesen positiven Effekt zu verstärken, ist es vorteilhaft, hin und wieder eine neue Schicht organisches Material, beispielsweise angetrockneten Grasschnitt obenauf zu legen.


Tomaten mögen gern Tomatenblätter als Mulch. Damit die Mulchschichten keine Schnecken anlocken, ein paar duftende Kräuter unter das Gras mischen. Weitere vegane Tipps gegen Schnecken finden Sie hier: 10 Tipps gegen Schnecken auf dem Beet.

Jetzt beginnt die biovegane Ernte

Doch jetzt ist es endlich soweit, und wir können ernten, was wir in letzter Zeit mit viel Fleiß angebaut haben. Wir, also meine Familie und ich, fühlen uns im Moment fast wie Selbstversorger, da wir täglich Gemüse aus unserem veganen Garten ernten und zubereiten. Das ist natürlich ein tolles Gefühl, das eigene biovegan – also komplett ohne tierische Dünger angebaute – Gemüse zu genießen!

Paprika aus dem bio-veganen GartenZeit zur Ernte im bioveganen Garten! Bild: Susanne Heine

Gedüngt habe ich mit Kompost und Beinwelljauche (mehr über vegane Düngemittel). Zur Auswahl stehen im Moment u. a. grüne, gelbe Zucchini und runde Zucchini, Gurken, Rote Beete, Tomaten, Mangold , Blutampfer, Salate, Paprika und Spitzkohl.


Und dieses Jahr habe ich auch das erste Mal Fenchel angebaut! Das Beet duftet schon von weitem nach Anis und die Pflanze scheint echt pflegeleicht zu sein. Das Fenchelgrün kann man auch zum Würzen verwenden und aus den Samen Tee zubereiten. Immer neue Gemüse Sorten anzubauen ist einfach spannend für die Gartenarbeit. Man sammelt neue Erfahrungen und bereichert die eigene vegane Küche!

Gründüngung ausbringen

Wenn nach dem Ernten freie Flächen auf dem Beet sind, empfehle ich, dort eine Gründüngung zu säen, zum Beispiel Bienenfreund (Phacelia). Die Pflanze wächst sehr schnell und kann schon in 5-6 Wochen wieder abgeschnitten und mit den Wurzeln in den Boden eingearbeitet werden. So hat man ihn vor der Augusthitze geschützt, die Erde dabei gelockert und mit Nährstoffen versorgt, die ja in den Wurzeln gespeichert sind. Und die Bienen freuen sich darüber.

Als Gründünger eignen sich im Sommer auch Luzerne, Klee und Lupinen. Auch Spinat eignet sich gut – er kann, statt untergepflügt zu werden, später einfach zubereitet und verzehrt werden.


Auch Obst ernten wir gerade in Hülle und Fülle: Himbeeren, Brombeeren, Japanische Weinbeere, Zwetschgen, Pflaumen und Mirabellen. Ich probiere gerade neue Rezepte für Fruchtaufstriche aus. Eine Freundin gab mir den Tipp, es einmal mit Chiasamen zu versuchen. Diese „ Marmelade“ enthält keine Geliermittel wie Pektin und keinen Zucker, schmeckt aber sehr süß und lecker.
Hier das Rezept:


Fruchtaufstrich mit Chiasamen

500 g frisches Beerenobst aus dem Garten,
1 Vanilleschote,
50 g Chiasamen,
2-3 EL Agavensirup,
1 EL Kokosöl


Die Beeren abbrausen und im Sieb abtropfen lassen. Das Obst zusammen mit Vanillemark und dem Kokosöl in einem großen Topf vermengen und alles unter ständigen Rühren zum Kochen bringen. Ca. 3 Minuten kochen lassen.
Von der Kochstelle nehmen, Agavensirup und Chiasamen hinzufügen und alles mit dem Pürierstab zerkleinern.
In fest verschließbare und hitzebeständige Gläser geben und abkühlen lassen.

Dieser leckere Fruchtaufstrich lässt sich auch aus allen anderen Obstsorten herstellen. Größeres Obst vor dem Kochen etwas zerkleinern. Hält im Kühlschrank ungefähr eine Woche.

Autor: Susanne Heine
4,2/5 Sterne (10 Bew.)

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