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Debatte

Warum Veganer (oft) überbewertet werden


Veganer werden (viel zu oft) überbewertet. Sie gelten als aufdringlich, missionierend und besserwisserisch. Manch ein Fleischesser bekommt beim Anblick eines Veganers gleich Lust auf ein großes, saftiges Steak. In der Tat: Veganer könnten sich durchaus auch mal in Zurückhaltung üben.

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Denn Tatsache ist ja: Die Auswirkungen des Fleischessens haben mit Veganern einfach nichts zu tun. Wenn es darum geht, ob Tiere mit Eisenstangen in den LKW zum Schlachthof getrieben werden, bis ihnen die Knochen brechen (oder um den sonstigen alltäglichen Umgang mit so genannten "Nutztieren"), spielen Veganer keine Rolle.

Tierquälerei entsteht nicht erst durch Beurteilung.

Geht man davon aus, dass Tierquälerei immer Tierquälerei ist, unabhängig davon, wer dies beurteilt, dann kann man die ganze Moral-Debatte von Seiten mancher Veganer tatsächlich als überbewertet ansehen. Denn Tierquäler sind schließlich auch dann Tierquäler, wenn kein Veganer anwesend ist, um dies zu beurteilen.

Auch für die gedankliche Verbindung zwischen Fleisch und Tier braucht es nicht viel mehr als einen kleinen Ausflug in die Welt der Dokumentation auf Youtube. Auch dafür sind Veganer nicht vonnöten.

Die ganze Debatte über Für und Wider des Veganismus ist nichts weiter als eine Stellvertreter-Diskussion.

Haben Veganer nicht auch Dreck am Stecken?

Einige Fleischesser, die auf die Auswirkungen ihres Verhaltens angesprochen werden, stören sich vor allem daran, dass sie sich dafür von Veganern be- oder verurteilt fühlen. Die Motivation der Veganer, den in dieser Debatte stimmlosen Tieren ihre eigene Stimme zu verleihen, wird als Freude an der Besserwisserei interpretiert. Dürfen Veganer das überhaupt - oder haben sie nicht auch Dreck am Stecken?

Die Eisenstangen - und die von ihnen malträtierten Tiere -, gelangen in dieser Debatte jedenfalls völlig in den Hintergrund. Deshalb ja auch "Stellvertreter-Diskussion".

Wahrscheinlich würden sich Funktionäre der Fleischindustrie, auf Eisenstangen angesprochen, darüber empören, dass nicht jeder Bauer Eisenstangen einsetzt, sondern dass hier und dort auch Elektroschocks zum Einsatz kämen. Dass Veganer also die Unwahrheit verbreiten würden. Es wäre ein klassisches Beispiel dafür, wie diese Debatte seit Jahren geführt wird.

Überbewertung der Veganer nur Ablenkung?

Die mediale Omnipräsenz von Veganern macht es Fleischessern leicht, die Diskussion über das Thema Tierquälerei auf das vermeintliche oder tatsächliche Besserwisser-Verhalten von Veganern mit ihren erhobenen Zeigefingern umzulenken - und das Thema damit zu verdrängen.

Auch deshalb ist die Diskussion über angeblich radikale, missionierende, kränkelnde oder sonstwie unsympathische Veganer immer wieder ein gefundenes Fressen für manche Fleischesser, die lieber über Andere urteilen, als einmal in einer stillen Minute das eigene Verhalten und dessen Auswirkungen auf Tiere zu reflektieren. Dazu braucht man keinen Veganer.

Übrigens: haben Sie sich schonmal gefragt, warum Fleischesser so viele offenkundige Fakten verdrängen?


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