Ernährung

Was tun, wenn man als Veganer ständig friert?

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Gutes Essen wärmt bekanntlich Körper und Seele. Das gilt für jede Art der Ernährung. Und doch kommt es vor, dass sich Vegan-Umsteiger ständig kalt fühlen. Dass sie das Gefühl haben, viel häufiger zu frieren als zuvor. Schnell kommen Befürchtungen auf, dass dies womöglich an einem Ernährungsmangel liegen könnte.
Doch liegt das Gefühl, ständig zu frösteln, wirklich an der Ernährung? Und wie sollte man darauf reagieren?

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Die Wärmeregulation des Körpers ist sehr komplex und hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Wir frieren zum Beispiel, wenn wir gerade aufgestanden sind und unser Kreislauf noch auf Sparmodus läuft. Auch Ängste, Sorgen und Einsamkeit können in uns Kältegefühle auslösen. Dazu kommen die vielen ganz banalen Gründe, zu frieren. Wir bibbern, wenn wir zu dünn bekleidet sind, wenn es draußen windet und stürmt - und ganz besonders, wenn wir zugleich auch noch hungrig sind.

Frösteln statt Hitzewallungen

Der wichtigste Grund, warum Vegan-Umsteiger von Fröstel-Gefühlen berichten, ist, dass sich ihr Körper zuvor auf eine Ernährung mit zuviel überschüssiger Energie gewöhnt hat. In unserem Zeitalter der Zivilisationserkrankungen laufen wir nämlich stets in Gefahr, zuviel Energie aufzunehmen.

Wir alle kennen Menschen, die auch im Winter noch im T-Shirt herumlaufen. Sie haben durch ihre Ernährung ein Übermaß an Energie aufgenommen, das vom Körper als Wärme abgegeben wird. Ihr Stoffwechsel läuft ständig auf Hochtouren. Ihr Herz-Kreislauf-System arbeitet unter Hochdruck - und das, obwohl viele dieser Menschen regelrechte Sportmuffel sind.

Allgemein lieben es die Menschen in Deutschland, fettig und kalorienreich zu essen. Gerne viel Fleisch, viel Fett, aber kaum Ballaststoffe. Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide kommen bei vielen Menschen höchstens als Beilage auf den Tisch. Nicht selten sind die T-Shirt-Überwinterer deutlich übergewichtig und haben im Sommer ernste Probleme mit der Wärmeregulation. Dies äußert sich zum Beispiel durch starkes Schwitzen und Keuchen schon bei geringer Bewegung. Oft handelt es sich um Symptome einer Fehlernährung - mit dramatischen Folgen für die Gesundheit!

Fehlernährung als Ursache für Wärme-Überschuss.

Eine Fehlernährung mit zuviel Fett, Salz, Zucker und verarbeiteten Industrieprodukten, gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Todesursache Nummer eins in Deutschland! Es gibt also gute Gründe, den eigenen Kreislauf durch eine gesündere Ernährung zu entlasten. Auch wenn das bedeuten kann, dass man im Winter künftig einen dickeren Pullover und vielleicht eine lange Unterhose anziehen muss, um sich angenehm warm zu fühlen und nicht zu frieren.

Oft sind es Menschen mit Übergewicht und Bluthochdruck, die bei der Vegan-Umstellung von unangenehmen Kältegefühlen berichten. In diesen Fällen ist das Kältegefühl eine Begleiterscheinung, die man zum Glück leicht in den Griff bekommen kann. Mit heißer Suppe, wärmendem Tee, einem flotten Spaziergang und dem Wetter angepassten Klamotten.

Ernährung, Sport und warme Bekleidung - für eine gesunde Wärmeregulation.

Solange wir unsere Wärmeregulation durch gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung im Griff haben und auch ansonsten gesund sind, gibt es keinen Grund zur Sorge. Und auch wenn das banal klingt: Es ist ein großer Unterschied, ob wir die Kälte der Luft spüren, oder selbst innerlich frieren. Wer jahrelang unter Hitzewallungen zu leiden hatte, wird diesen Unterschied nicht immer kennen. Schließlich waren selbst Minusgrade nur eine willkommene Erfrischung.

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Bis wir uns an die neuen Bedingungen gewöhnt haben, können durchaus mehrere Monate vergehen. In dieser Zeit gilt es, besonders auf die eigene Wärmeregulation zu achten. Die gute Botschaft: Solange wir uns innerlich warm und aktiv fühlen, kann uns die äußere Kälte nichts anhaben.

Natürlich können anhaltende Kältegefühle auch viele weitere Ursachen haben. Zum Arzt gehen sollte, wer trotz angemessener Bekleidung, ausreichender Bewegung und abwechslungsreicher Ernährung immer wieder über längere Zeit unangenehm fröstelt. Hier kann die Ursache zum Beispiel in einer Durchblutungsstörung liegen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann beim Hausarzt auch einen Bluttest durchführen lassen, um die Versorgung mit den nötigen Nährstoffen zu überprüfen.



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