March for Science

Ja zur Wissenschaft!

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Fleisch aus dem Labor hat einige VorteileWissenschaftliche Erforschung von In-Vitro-Fleisch.
Bild: Fotolia.com


Sind Veganer eigentlich für wissenschaftliche Forschung, oder lehnen Sie diese ab? Nicht jeder Veganer ist sich bei dieser Frage sicher. Bei vielen Menschen schrillen gleich die Alarmglocken, wenn es um wissenschaftliche Forschung geht. Sie verbinden Wissenschaften mit grausamen Tierversuchen, mit Hochleistungs-Züchtung für die Tierproduktion und mit zweifelhaften Studien über vegane Ernährung.

Und doch sind moderne Wissenschaften auch für Veganer von großer Bedeutung. Sie helfen schließlich dabei, Vorurteile zu hinterfragen und Fehlschlüsse zu vermeiden. Wissenschaft hilft dabei, die Vorteile einer veganen Ernährung genauer zu erforschen.

Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, Zusammenhänge zu erforschen, logische Schlüsse zu ziehen und methodisch und systematisch vorzugehen. Dieses Prinzip der Wissenschaften hilft uns, Fehler zu vermeiden, Vorurteile und Angewohnheiten zu hinterfragen und Neues zu entdecken. Gleichwohl sind wir Menschen vor Fehlern nicht gefeit.

Wissenschaftliche Methoden dienen uns als Werkzeug.

Wissenschaftliche Methoden sind ein Werkzeug, das wir nutzen können, um Antworten auf unsere Fragen zu finden. Wissenschaftliches Prinzipien sagen nichts über das Ziel oder die Mittel aus. Sie können natürlich auch dazu dienen, Leid und Zerstörung zu verursachen. Auch Ethik ist kein Bestandteil wissenschaftlicher Methodik. Dennoch ist die zerstörerische Anwendung wissenschaftlicher Methoden kein Grund, die Methoden selbst abzulehnen. Wer in einer friedlichen Welt leben möchte, muss schlicht Methoden wählen, die ethisch vertretbar sind.

In Zeiten, in denen Regierungen von "alternativen Fakten" sprechen und damit fundierte, wissenschaftliche Erkenntnisse unterschlagen, ist es wichtig, sich zu wissenschaftlicher Arbeit zu bekennen. Dazu, mit klarem Verstand Kausalitäten zu erforschen, Daten auszuwerten und systematisch und methodisch Fragen der Welt zu beantworten, ohne sich von egoistischen Motiven leiten zu lassen.

Wissenschaft kann und soll uns auch widersprechen.

Wer sich sorgt, ob Wissenschaften sein Weltbild zerstören könnten, der sollte sich fragen, ob das Weltbild wirklich berechtigt ist. Nur ständige Analysen und Hinterfragung der eigenen Sichtweisen (und natürlich auch der eigenen Methoden) können uns helfen, flexibel und anpassungsfähig zu bleiben. Und klar: Wer wissenschaftliche Methoden auf grausame Weise nutzt, sollte sich fragen, ob damit wirklich noch im Sinne der Allgemeinheit erreicht wird, oder ob Wissenschaft hier zum Selbstzweck verkommt.

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Die Tatsache, dass auch im Namen der Wissenschaften immer wieder Beweise unterschlagen, Kausalitäten erfunden und Zusammenhänge geleugnet werden, sollte man der menschlichen Fehleranfälligkeit zuschreiben, nicht den wissenschaftlichen Methoden.
Menschen machen Fehler. Wissenschaftliche Methoden helfen uns dabei, Fehler zu vermeiden. In diesem Sinne bekennen wir uns heute zu wissenschaftlichen Methoden, die auf ethische Weise zu mehr Wohlbefinden und weniger Leid auf der Erde beitragen.

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