Kochen

Veganes Rührei – so klappt's ganz einfach

Veröffentlichung:
HühnereierHühnereier
Bild: Justus Blümer , CC-BY


Rührei gehört zu den beliebtesten warmen Frühstücksgerichten. Klassisch wird Rührei aus Hühnereiern hergestellt, die mit Gewürzen und Milch verquirlt werden. Nichts für Menschen also, die aus ethischen, gesundheitlichen oder anderen Gründen (z. B. Ekel vor Hühnerei) kein Ei essen möchten. Doch Rührei lässt sich erstaunlich gut auch ohne Ei herstellen. Dass das kein echtes „Rührei“ ist, versteht sich von selbst – doch veganes Rührei ist mindestens genau so lecker, wie das tierische Original.

Veganes Rührei ist nicht nur ein Ersatz für das klassische Rezept – es hat dem Original gegenüber auch einige Vorteile. Während die meisten Hühnereier heute aus Haltungen stammen, die wohl kaum ein Verbraucher appetitlich oder angemessen findet, kommt das vegane Rührei ganz ohne Tierhaltung aus. Und auch die Kuhmilch, die bei klassischem Rührei oft verwendet wird, bleibt fürs Kälbchen.

Küken mit EiDieses Küken bekommt wohl bald ein Geschwisterchen
Bild: © Anatolii - Fotolia.com

Ein weiterer Vorteil von veganem Rührei ist, dass es frei von Cholesterin ist.
Hühnereier sind sehr reich an Cholesterin – das tägliche Rührei spielt also durchaus eine Rolle bei den hohen Cholesterinwerten manch eines Mitbürgers. Das vegane Rührei basiert auf Tofu, der gänzlich frei von tierischen Fetten ist – dafür aber reich an Protein.

Veganes Rührei hat ethische, ökologische und gesundheitliche Vorteile

Und veganes Rührei ist auch ökologischer. Denn Tierprodukte sind wahre „Ressourcen-Fresser“. Der Grund: „Nutztiere“ werden mit Futtermitteln gefüttert, die auf wertvoller Ackerfläche angebaut werden. Durch die Verstoffwechslung wird der größte Teil der Futtermittel zu Wärme und Mist. Stattdessen könnte man die Ackerflächen gleich nutzen, um Soja für die Produktion von Tofu anzubauen.

So, genug der guten Gründe für veganes Rührei: Hier kommt das Rezept!
Zerdrücken Sie mittelfesten Natur-Tofu mit einer Gabel. Verwenden Sie dafür am besten Tofu, bei dem als Gerinnungsmittel Nigari und Calciumsulfat zum Einsatz kamen, denn dieser Tofu hat eine angenehmere Konsistenz. Braten Sie den zerdrückten Tofu in einer Pfanne mit etwas Öl leicht an. Geben Sie je nach Wunsch etwas Sojamilch (oder eine andere pflanzliche Milchalternative) hinzu.

Wenn Ihr veganes Rührei die gewünschte Konsistenz hat, würzen Sie mit Kala Namak. Das ist ein spezielles Würzsalz, das von Natur aus reicht an Schwefel ist und damit den typischen Eier-Geschmack hat. Kala Namak (oder Schwefelsalz) erhalten Sie online und in manch einem Reformhaus.

Schmecken Sie nach dem Erhitzen das vegane Rührei mit Dill ab und geben Sie evtl. ein paar Tropfen Leinöl hinzu. Servieren Sie das Gericht mit knusprigem Baguette und einem Glas Orangensaft! Sie werden sich wundern, wie echt dieses vegane Rührei schmeckt!

Autor:

Was können wir besser machen?
Nimm jetzt an unserer Umfrage 2018 teil!
4,7/5 Sterne (11 Bew.)

Weil Du bis hier gelesen hast...

Vegpool erreicht tausende Leser - jeden Tag. Und schon wenn sich nur jeder 100. Besucher entschließt, 5 Euro im Monat zu zahlen, können wir unsere pro-vegane Arbeit massiv ausbauen. Werde daher jetzt Mitglied.

Newsletter

Artikel, Tipps & Kaufberatungen kostenlos per Mail!

E-Mail:
Neu: Mit Saisonkalender!
Bitte beachte die Datenschutzerklärung und diese Infos.
Abmeldung jederzeit möglich.

Nächster Artikel:

Vegane Weihnachtsmärkte 2018 - Termine im Überblick



Dazu passende Artikel:

Thema: Vegan Frühstücken

Kommentare sind nur noch für registrierte Nutzer möglich.

Kommentare

#1: Luigi
05.02.2014, 23:59 Uhr
Rührei?? Es gibt sogar Spiegelei vegan mein Lieber: http://youtu.be/jk7uipELX7Q
Du bist nicht eingeloggt. Logge Dich ein oder registriere Dich, um einen Kommentar zu hinterlassen.