Gründe gegen vegan

Veganismus: Die 5 größten Nachteile

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Nachteile einer veganen ErnährungNachteile einer veganen Ernährung Bild: Fotolia.com (bearb.)

Wer sich das erste Mal mit einer veganen Ernährung beschäftigt, wird vielleicht auch einige (vermeintliche?) Nachteile des Veganismus entdecken. Du wirst dir vielleicht Fragen stellen, ob die Ernährung nicht zu einseitig ist, ob man sich als Veganer nicht aus der Gesellschaft ausklinkt oder wie teuer vegane Lebensmittel eigentlich sind.

Ob die Sorgen über die Nachteile einer veganen Ernährung wirklich fundiert sind, oder eher einer Art psychologischer Abwehr dienen, soll hier genauer erörtert werden.

Nachteil 1: Auswärtsessen ist schwer...

Wer sich rein vegan ernähren möchte, muss trotzdem nicht auf den Restaurant-Besuch verzichten. Nachteile können vielleicht dadurch entstehen, dass die Suche nach einem veganen Snack unterwegs etwas aufwändiger werden kann. Hierfür stehen vegane, regional sortierte Online-Verzeichnisse zur Verfügung.

Und auch wenn kein veganes Restaurant in unmittelbarer Nähe ist, besteht auch in vielen klassischen Restaurants meist ein – anpassbares – Angebot. Viele Kellner sind selbst überrascht, wie leicht sich klassische Speisen „veganisieren“ lassen.


So ist es in vielen Restaurants möglich, individuelle Mahlzeiten zusammenzustellen. Natürlich, sofern der Koch mitspielt, aber das hat dann nicht mehr viel mit Veganismus zu tun. Siehe auch: Vegan unterwegs - auswärts essen.

Nachteil 2: Vegane Lebensmittel sind doch viel teurer...

Ein weiterer Nachteil des Veganismus können die stolzen Preise bestimmter Alternativ-Produkte sein. Hersteller lassen sich für Fleischalternativen, Käse-Ersatz und Co. oft noch fürstlich entlohnen – mit der wachsenden Nachfrage werden allerdings auch der Konkurrenzdruck und die Abnahmemengen steigen, so dass hier längerfristig die Preise deutlich fallen werden.

Viele Discounter und Drogeriemärkte haben inzwischen ihr Angebot um vegane Produkte erweitert. Zudem dienen klassische Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln meist nur als Beilage und sind kein wesentlicher Bestandteil der veganen Ernährung. Siehe auch: Sind vegetarische Produkte teurer?.

Nachteil 3: Hohes Maß an Selbstdisziplin notwendig...

Mit der Entscheidung sich vegan zu ernähren und mit der damit einhergehenden Umstellung wird sich recht bald dein innerer Schweinehund melden. Gerade nach der Arbeit, wenn man hungrig ist und schnell etwas essen möchte, meldet sich die Bequemlichkeit zu Wort. Gerade in der Anfangsphase der veganen Ernährungsumstellung sollte man daher gut planen und am besten bereits vielfältige, vegane Lebensmittel vorrätig haben.


Das ist aber kein Nachteil, sondern eher ein Ansporn für mehr Selbstdisziplin.

Wenn du dir die eigenen Beweggründe für die vegane Ernährung stets wieder vor Augen führst und du dir selbst nicht zu hohe Ziele steckt, kann die Konsequenz bei der Ernährung von einem vermeintlichen Nachteil zu einem Vorteil für Gesundheit, Tiere und Natur werden. Siehe auch: Vegan werden - der Einstieg.

Nachteil 4: Informations-Überflutung...

Der Umstieg auf eine vegane Ernährung wird oft begleitet von unzähligen Informationen rund um Gesundheit, Tierschutz und Ökologie. Wie will man da nur einen klaren Kopf behalten?
Kaum hat man Fleisch verbannt, erfährt man, dass auch Fruchtsaft und Wein mit Gelatine geklärt werden können. Wie soll man da nur den Durchblick behalten?

Ganz einfach: Mach dir keinen Stress und denk an das Pareto-Prinzip. Nutze dein bisheriges Wissen für die Umstellungen, die dir leicht fallen. Alles Weitere ergibt sich nach und nach. Kein Mensch wird über Nacht vegan. Hole dir auch Unterstützung im veganen Forum.

Nachteil 5: Risiko einer Mangelversorgung...

Ein gewisser Angst-Faktor ist die Sorge vor einem Nährstoffmangel durch eine vegane Ernährung. Diese wird oft befeuert durch Medienberichte über Extremfälle. Bei einer unausgewogenen Ernährung ist es möglich, dass die Aufnahme von beispielsweise Vitamin B12, Vitamin D und Calcium vermindert ist – dies kann bei allen Ernährungsformen auftreten.


Gleichzeitig hat eine ausgewogene vegane Lebensweise große Vorteile gegenüber einer Ernährung mit vielen Tierprodukten. Das solltest du bei der "Risiko-Bewertung" immer auch beachten.

Vitamin D und Calcium lässt sich über Vitamin-Supplemente und Aufenthalte an der Sonne, sowie über calciumhaltige Lebensmittel (z. B. Tofu, angereicherter Sojadrink, Fenchel, Broccoli, Lauch) decken. Durch eine ausgewogene, vielfältige Ernährung kann man die Risiken einer Unterversorgung stark reduzieren. Bei Vitamin B12 wird allerdings grundsätzlich die Aufnahme über angereicherte Lebensmittel oder Präparate empfohlen. Siehe auch: Vitamin B12 und vegane Ernährung.

Autor: Sissi Polier
3,3/5 Sterne (224 Bew.)

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