Vitamin D: Zahlt die Krankenkasse für Bluttest und Präparate?

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Vitamin D: Wer zahlt eigentlich die Kosten für Test und Behandlung?Vitamin D: Wer zahlt eigentlich die Kosten für Test und Behandlung?
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Wenn es um Vitamin D geht, ist Deutschland ein Mangelgebiet. Experten gehen davon aus, dass wohl jeder dritte Deutsche einen Vitamin D-Mangel hat. Manche glaube, dass sogar noch viel mehr Menschen betroffen sind. Denn die offiziellen Aufnahme-Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden von vielen Experten als viel zu gering kritisiert.


Kurzum: Bei Vitamin D besteht offenbar kein wissenschaftlicher Konsens darüber, wie hoch man Vitamin D dosieren sollte, um möglichst gesund zu bleiben. Weitgehende Einigkeit herrscht offenbar nur bei der Feststellung, dass wir im Alltag mithin viel zu wenig Vitamin D bekommen.

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, das vom Körper nicht einfach wieder ausgeschieden werden kann, sollte man Vitamin D nur bei konkretem Bedarf supplementieren. Der Bedarf lässt sich über einen Bluttest beim Hausarzt ermitteln.

Da viele Veganer ihre Vitamin B12-Versorgung ohnehin regelmäßig prüfen lassen, kann man den Test auch gleich kombinieren. Siehe auch: Welche Blutwerte sollten Veganer prüfen lassen?

Doch wer bezahlt eigentlich diesen Vitamin D-Bluttest? Und übernimmt die Krankenkasse eigentlich auch die Kosten für Vitamin D-Präparate? Gilt das auch für (teurere) vegane Vitamin D-Präparate?

Geringe Chancen auf Kostenübernahme

Auch wenn ein Vitamin D-Mangel in Deutschland offenbar sehr verbreitet ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Bluttest nur selten. Ausgeschlossen ist dies jedoch nicht, denn Ärzte können den Bluttest bei konkretem Verdacht über die Krankenkasse abrechnen.

Nach den Erfahrungen unserer Leser ist dies jedoch nur sehr selten der Fall. Ein begründeter Verdacht könnte ein Knochenbruch als Folge von Osteoporose sein. Auch die Einnahme von Kortison kann die Vitamin D-Aufnahme mindern und die Zahlung des Vitamin D-Bluttests durch die Krankenkasse begründen.

Allein der Verdacht auf einen Vitamin D-Mangel reicht meist nicht aus, um den Hausarzt zu überzeugen.

Sonnenstrahlung allein reicht offenbar nicht immer für die Vitamin D-Versorgung aus.
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Der Vitamin D-Bluttest ist daher meistens eine "Individuelle Gesundheitsleistung" (IGeL), die man auch als Kassenpatient privat bezahlen muss. Die Kosten liegen etwa bei 35 Euro für den Bluttest.

Vitamin D-Präparate muss man meist selbst zahlen.

Ähnlich sieht es auch mit Vitamin D-Präparaten aus. Auch hier zahlt die Krankenkasse nur, wenn ein tatsächlicher Mangel vorliegt. Oft wird hierbei von den Empfehlungen der DGE ausgegangen, die laut Kritikern aber viel zu niedrig angesetzt werden. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass die Krankenkasse die Kosten für ein veganes Vitamin D-Präparat übernimmt.


Achte bei Vitamin D-Präparaten darauf, dass keine Tierprodukte enthalten sind. Vitamin D3 wird sehr häufig aus Wollfett oder Fischöl gewonnen. Beides ist nicht vegan, Letzteres auch nicht vegetarisch. Auch Vitamin D, das in Margarine und Co zugesetzt wird, ist daher meistens nicht vegan.

Veganes Vitamin D3 kann zum Beispiel aus Flechten (Liechen) gewonnen werden. Die Produktionsmengen sind allerdings deutlich geringer als bei den tierischen Vitamin D-Rohstoffen, weshalb der Preis auch deutlich höher ist.

Da Vitamin D2 laut Studien deutlich weniger wirksam ist als die Form D3, solltest du beim Preisvergleich auch auf die Form achten. Halte daher Ausschau nach "vegan" gekennzeichneten Vitamin D3-Präparaten.

Auch wenn ein Bluttest einen Vitamin D-Mangel anzeigt bedeutet das nicht, dass du nun bis ans Ende aller Tage Vitamin D supplementieren solltest. Lass deine Vitamin D-Versorgung regelmäßig prüfen, um sicherzustellen, dass du nicht zu wenig und auch nicht zu viel Vitamin D einnimmst.

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Kostenübernahme für Vitamin D Bluttest / Präparate?
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Letzter Beitrag: 16.11.2019, 08:43 Uhr


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