vegane Geschenke
Ernährungs-Umstellung

Vom Vegetarier zum Veganer: Warum sich dieser Schritt lohnt

Veröffentlichung: , Bearbeitung:

Der Umstieg vom Vegetarier zum Veganer lohnt sich - nicht nur für die Tiere. Bild: pixabay.com

Vegetarier zu werden ist ein mutiger Schritt. Es zeigt Rückgrat in einer Gesellschaft, die Fleisch isst, als gäbe es kein Morgen. Als du Vegetarier geworden bist, hast du gelernt, was es bedeutet, dem eigenen Weg zu folgen.

Du hast gelernt, dass man entgegen aller Vorurteile nicht verhungert, wenn man kein Fleisch isst. Dass die meisten Vorurteile einfach nur auf der Angst vor Veränderung basieren. Und dass sich die Bereitschaft, etwas zu verändern, richtig gut anfühlen kann.

In diesem Artikel zeigen wir dir, warum sich der Schritt vom Vegetarier zum Veganer lohnt. Warum er viel kleiner ist als du vielleicht denkst. Und warum er so wichtig ist.


Wenn du schon länger Vegetarier bist, dann weißt du, dass diese Ernährungsweise einfach nur auf einer neuen Routine basiert. Einmal umgestellt fühlt es sich ganz normal an. Du lernst neue Lieblingsprodukte kennen und kennst das gute Gefühl, bewusster zu essen.

Warum Veganismus gar nicht schwer ist

Eine Ernährungsumstellung ist immer ein bisschen anstrengend. Es macht hier nur einen geringen Unterschied, ob du Vegetarier oder Veganer wirst. In beiden Fällen wird man erst einmal auf Vorurteile stoßen.


Lebst du erst einmal 6-8 Wochen nach deinen neuen Prinzipien, wirst du merken, wie du eine neue, bewusste Routine in dein Leben bringst. Und dass es viel leichter ist als es zuvor erschienen sein mag.

Lohnt sich der Schritt vom Vegetarier zum Veganer?

Warum sollte man den Schritt vom Vegetarier zum Veganer gehen? Reicht es nicht aus, vegetarisch zu leben?

Weil es so viel mehr bewirkt, wenn du vegan wirst!
Denk an die Tiere, denk an die Umwelt und an deine Gesundheit. Der Umstieg wird dein Selbstwirksamkeitsgefühl befeuern - die Grundlage zu Zufriedenheit und Glück.

Dieser Artikel soll dich sachlich über verschiedene Aspekte einer veganen Lebensweise informieren. Welche Aspekte dir persönlich wichtig sind, bleibt allein dir überlassen. Deinen moralischen Kompass kennst schließlich nur du.

Veganismus schützt Tiere vor Quälerei

Vegetarier lassen Produkte von toten Tieren weg. Sie verzehren aber durchaus Produkte von lebenden Tieren, wie z. B. Milchprodukte oder Eier.
Doch auch für Milch und Eier werden Tiere getötet.

Ein kleines KalbFür Milch werden Kälbchen getötet. Bild: egrego2, flickr.com (bearb.) Bildtitel: Jersey Calf, CC-BY

Warum das so ist?

Warum für Milch Tiere getötet werden

Damit eine Kuh regelmäßig Milch "gibt", muss sie ein Kälbchen zur Welt bringen. Die wenigsten Verbraucher wissen das. Es zeigt, wie wenig Bezug wir zu den Tieren haben, die ihr Leben in weit entfernten, anonymen Ställen fristen.


Jedes Jahr verdoppelt sich der Bestand der Tiere in der Milchproduktion. Und so viele Kälbchen kann niemand aufziehen. Sie werden - zu Ramsch-Preisen - an den Schlachthof verkauft. Damit Menschen die Milch ihrer Mutter trinken können.

Die Trennung von Kalb und Mutter, die Transporte der Tiere und natürlich auch die Schlachtung... man vergisst es so schnell, wenn man Milch, Käse oder Joghurt konsumiert.

Als Veganer steigst du aus diesem System aus und wirst Teil einer vielfältigen Bewegung, die für die Tiere etwas verändert.

Warum für Eier Tiere sterben

Auch für die Erzeugung von Eiern sterben Tiere. Zum Beispiel die männlichen Küken, die für die Eierproduktion nicht verwendet werden können, aber zu wenig Fleisch ansetzen, um als Masthähnchen verwertet zu werden. Milliarden Tiere sterben so direkt für die Eierproduktion. Auch die Legehennen erreichen nur einen Bruchteil der Lebenserwartung eines Wild-Huhns.

Niedlich, aber für die Eierproduktion nicht geeignet: Männliches Küken (Symbolbild) Bild: pixabay.com

Mehr dazu erfährst du hier:

Der Schritt von vegetarischer zu veganer Ernährung ist für dich nur eine Frage der Routine. Für die Tiere ist es eine Entscheidung über Leben und Tod.

Als Veganer Klima und Umwelt entlasten

Die weltweite Tierproduktion gehört zu den wichtigsten Ursachen für die Klimakrise und für das Artensterben. Fleisch ist zweifelsohne einer der wichtigsten Klimakiller. Doch auch konzentrierte Tierprodukte wie Butter und Käse sind enorm klimaschädlich.


Viele Vegetarier essen mehr Käse als Fleischesser. Wenn es allein um den Umweltschutz geht, hat Vegetarismus dann kaum Vorteile gegenüber einer Ernährung mit Fleisch.

Doch warum ist Tierhaltung so umweltschädlich?

Warum die Tierhaltung Rohstoffe vernichtet

Die globale Tierhaltung beansprucht einen Großteil aller Ackerflächen, um dort Futtermittel für "Nutztiere" anzubauen. Dafür werden auch Urwälder vernichtet, die für unser Ökosystem von herausragender Bedeutung sind. Der größte Teil davon wird von den Tieren zu Gülle umgewandelt.

Deutschland ist von Futtermittel-Importen abhängig. Auch für deutsche Tierhaltungen brennen Regenwälder. Verbraucher haben keine Chance, das zu erkennen. Denn selbst "regionale" Höfe verfüttern importierte, oft gentechnisch veränderte Futtermittel.

Die Klimakatastrophe begünstigt auch mehr Waldbrände.Um Anbauflächen für Futtermittel zu gewinnen, werden auch Urwälder abgeholzt. Bild: pixabay.com

Konkret: Die Tierindustrie verfüttert Futtermittel, die von den Tieren größtenteils zu Gülle umgewandelt werden. Und währenddessen verhungern auf der Welt Menschen.

Warum vegane Ernährung Umwelt und Klima schont

Vegane Ernährung bedeutet, Anbauflächen direkt zu nutzen. Für den Anbau gesunder Lebensmittel und ohne die sinnlose Verschwendung von Rohstoffen, wie sie in der Tierhaltung alltäglich ist. Für Fleisch, aber auch für Milch und Eier.


Der Schritt vom Vegetarier zum Veganer ist winzig klein, denn die mentale Grundlagen kennst du bereits. Du weißt, dass es nur eine Frage der Routine ist. Doch die ökologischen Unterschiede zwischen Vegetarismus und Veganismus sind immens.

Vegan - für deine Gesundheit

Viele Menschen werden aus gesundheitlichen Gründen Vegetarier. Rotes Fleisch wird schließlich sogar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der wichtigen Ursachen für Krebs genannt.

Die gefährlichsten Zivilisationserkrankungen hängen mit dem übermäßigen Konsum von Tierprodukten zusammen - auch von Milch und Eiern. Dazu zählen z. B. Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes Typ 2 und verschiedene Krebsarten. Ein erstes wichtiges Warnzeichen ist Übergewicht.

Übergewicht: Ein stark unterschätztes Warnsignal

In Deutschland sind mehr als 50% der Menschen übergewichtig. Übergewicht wird oft als rein optischer Makel verharmlost. Doch viel zu oft steht es am Anfang einer qualvollen Krankheitsgeschichte.


Und: Viele dicke Menschen sind in der Öffentlichkeit nicht sichtbar - weil sie die Wohnung nicht mehr verlassen.

Übergewicht ist eines der größten Gesundheitsrisiken.Übergewicht ist ein ernstes Warnsignal. Bild: pixabay.com

Hand aufs Herz: Vegetarismus ist nur dann gesünder als eine omnivore Ernährung, wenn du Tierprodukte auf ein Minimum reduzierst. Und dann kannst du gleich vegan werden.

Warum vegane Ernährung so gesund ist

Natürlich hat eine normale, vegane Ernährung keine Heilkräfte (dazu müsste man wohl einer strengen, veganen Diät folgen). Veganer profitieren vielmehr davon, ungesunde Tierprodukte zu meiden. Und damit auch die darin enthaltenen tierischen Fette - und die schädliche Arachidonsäure.

Es ist nicht überraschend, dass Veganer immer wieder davon berichten, Übergewicht, Akne, Rheuma und Gelenkerkrankungen losgeworden zu sein.

Viele Menschen profitieren von pflanzenbasierter Ernährung. Bild: Minerva Studio / Fotolia.com

Zusammengefasst lässt sich sagen: Als Vegetarier hast du den wichtigsten, mentalen Schritt bereits getan: Du hast gelernt, dass ein Ernährungsumstieg keine Katastrophe ist. Ja, dass es in vielen Fällen sogar eher eine Bereicherung ist, seine Ernährung umzustellen. Dass es sich einfach lohnt.

So leicht ist es, als Vegetarier vegan zu werden

Vegetarismus ist für viele Menschen ein Symbol gegen Tierquälerei. Tatsächlich trägt eine vegetarische Ernährung aber weiterhin dazu bei, dass Tiere gequält und getötet werden. Die Tierhaltung für Fleisch, Milch und Eier schadet Klima und Umwelt und vernichtet Rohstoffe.

Wenn es darum geht, etwas zu verändern, bist du deutlich "veganer" als du denkst. Denn du hast deinem inneren Schweinehund im Griff. Du weißt, dass die Bereitschaft zur Veränderung der beste Weg zu mehr Lebensqualität und innerem Wohlbefinden ist.

Wir wünschen dir einen guten Start in ein neues Leben! Bild: K/Vegpool

Übrigens: Du musst als Veganer nicht gleich zu 100% konsequent sein. Es ist okay, wenn man auch mal Fehler macht. Wie du einfach und entspannt vegan wirst, erfährst du hier: Vegan werden nach dem Pareto-Prinzip.

Außerdem erklären wir dir, welche typischen 5 Fehler du als Vegan-Umsteiger umgehen solltest.

Übrigens: Werde Teil unserer freundlichen Community und nutze das vegane Forum, um dich mit anderen Menschen auszutauschen und die Tipps und Tricks für den veganen Alltag zu holen!

Autor: Kilian Dreißig
4,8/5 Sterne (16 Bew.)

Veganes Forum
Diskutiere mit:
Vom Vegetarier zum Veganer - das sind die Gründe
(6 Antworten)
Letzter Beitrag: 20.02.2020, 14:51 Uhr


Verpasse keine Neuigkeiten!
Neueste Artikel, Vegan-Tipps und mehr, direkt ins Mail-Postfach.

E-Mail:
Gratis & jederzeit abbestellbar. Bitte beachte die Datenschutzerklärung und diese Infos.
Abmeldung jederzeit möglich.

Nächster Artikel:

Vegan essen – gegen den Klimawandel!



Dazu passende Artikel:

Ladezeiten

header 0.00144s
Gap 2 0.00057s
Gap 4 0.00051s
Gap 5 0.0006s
Gap 6 0.07781s
Spalten (Gaps) parsen 0.08261s
Hauptbild 0.00045s
Inhaltsverzeichnis 0.00138s
Artikel parsen 0.09333s
Link zum Forum 0.00046s
Naechster Artikel 0.03078s
Amazon-Anzeige 0.00171s
Aehnliche Artikel Sidebar 0.00333s
Aehnliche Artikel 0.00278s
Gesamt: 0.15929 Sekunden
© Vegpool.de 2011 - 2020.
Renderzeit: 0,159 Sek.