Fleischalternative

Warenkunde: Seitan

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Sieht aus wie Fleisch: Grillteller mit SeitanSieht aus wie Fleisch: Grillteller mit Seitan
Bild: Fotolia.com


Seitan ist ein Produkt aus Getreideeiweiß, das in seiner Konsistenz Fleisch ähnelt und häufig als Fleischalternative verwendet wird.

Seitan wird in Asien traditionell seit Jahrtausenden verwendet und findet auch in Europa und Amerika immer mehr Begeisterung. Mit Seitan können klassische Fleischprodukte nachgeahmt werden werden – die Nachteile des Fleischverzehrs müssen dann nicht in Kauf genommen werden.
Dass das bei vielen Gerichten gut funktioniert, beweisen Blindverkostungen (Probier-Aktionen ohne Produktinformation), in denen nachgeahmte Fleischprodukte aus Seitan nicht als solche erkannt werden.


Unverarbeitet ist Seitan nahezu geschmackszeutral und lässt sich daher wie Fleisch (das in seiner puren Form ebenfalls unaromatisch ist) nach Belieben würzen, räuchern, braten und frittieren.

Für die Herstellung wird Mehl aus Getreideeiweiß (auch „Gluten“ genannt) mit Wasser zu einer gummiartigen, klebrigen Masse vermischt. Dann wird der Gluten-Teig gewürzt und (oft unter Druck) in einem Sud gekocht, wodurch er eine feste Konsistenz annimmt und nun weiter verarbeitet werden kann.


Seitan kann auch Zuhause aus Weizenteig ausgewaschen werden. Die Produktion ist aber zeitintensiv und verbraucht viel Wasser, zudem ist das Ergebnis nicht immer befriedigend.

Einfacher ist es, bereits fertiges Gluten-Pulver zu kaufen, das von Mühlen, Bäckereifachmärkten und veganen Onlineshops angeboten wird – oder direkt auf fertige Seitanprodukte zurück zu greifen, die im Biomarkt, einigen Supermärkten und Discountern erhältlich sind.




Getreideeiweiß wird auch als Gluten bezeichnet. Die Betonung des Wortes liegt auf der zweiten Silbe: Gluten. Glutenhaltige Produkte (also z. B. aus Weizen, Dinkel, Hafer und Roggen) werden von Menschen mit Zöliakie nicht vertragen.

Menschen mit Glutenunverträglichkeit können alternativ auf Produkte aus texturiertem Soja oder auf Tofu zurückgreifen (Achtung: Auch diese Produkte können glutenhaltige Getreideanteile enthalten – beachten Sie die Zutatenliste und ggf. die Kennzeichnung als „glutenfrei“).

Autor: Kilian Dreißig
4,5/5 Sterne (23 Bew.)
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Kommentare

#1: AW
28.02.2014, 13:16 Uhr
...dass Fleisch geschmacksneutral sei, ist ein veganes Märchen.
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