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Warum leben so viele Digitale Nomaden vegan?

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Manchmal hilft DurchatmenAuf Reisen findet man erst richtig zu sich selbst.
Bild: Fotolia.com (bearb.)


Berlin ist eine der beliebtesten Szene-Städte der Digitalen Nomaden. Hier finden Kongresse rund um das digitale Nomadentum statt, hier tauscht man sich aus und schmiedet gemeinsam Pläne. Als "Digitale Nomaden" bezeichnen sich Menschen, die ihr Leben großteils auf Reisen verbringen und ihren Lebensunterhalt unterwegs verdienen. Meist sind es Internet-Dienstleister wie Texter, Berater, Programmierer oder Virtuelle Assistenten, die für ihre Arbeit nicht viel mehr als einen Laptop brauchen. Der Reiz des Digitalen Nomadentums liegt im großen Traum von der unendlichen Freiheit. Vom Meeresplätschern, Sonnenuntergängen am Strand und dem Gefühl, dass das ganze Leben mehr bieten kann als Nine-to-Five-Jobs, ätzende Chefs und stickige Büros.

Interessant dabei ist, dass offenbar ein großer Teil der Digitalen Nomaden vegan lebt. Viele beschäftigen sich sogar beruflich mit dem Thema der veganen Ernährung. Im Netz erfreuen sich vegan lebende Digitale Nomaden wie Conny Biesalski, Ka Sundance und Robert Gladitz und viele mehr einer großen Fangemeinde.

Doch woher kommt es eigentlich, dass so viele Digitale Nomaden vegan leben? Macht das digitale Leben einen zum Veganer - oder neigen Veganer eher zur unbändigen Reiselust? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang?

Surfen ist ein entspannendes HobbyVormittags im Internet surfen - Nachmittags im Ozean?
Bild: Fotolia.com

Fakt ist jedenfalls, dass die meisten Veranstaltungen für Digitale Nomaden in Deutschland ihre Verpflegung stark vegan ausrichten - und man bei den weltweiten Digitalen Nomaden-Kongressen (DNX) und Co. sicher auch als Veganer statt wird. Dass man in den Kreisen der Digitalen Nomaden als Veganer eigentlich gar nicht mehr auffällt.

Reisen - die perfekte Chance für echte Selbstreflektion?

Ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum veganen Digitalen Nomaden scheint die durchs Reisen bedingte Möglichkeit zur Selbstreflektion. Nicht ohne Grund heißt es wohl auch, dass uns Reisen helfen, zu uns selbst zu finden.

Denn wer nicht stets von Menschen umringt ist, die jegliche Verhaltensweisen beurteilen, kann leichter radikale Entscheidungen zu treffen. Wer sich nicht ständig anpassen muss, kann sein eigenes Leben womöglich besser reflektieren - und zu neuen Wegen finden. Auch wenn es Wege sind, die noch weit entfernt davon sind, als "normal" zu gelten. Und die dadurch umso wertvoller sein können.
Oder umso ernüchternder. Denn trotz allem ist das Digitale Nomadentum auch ein großes Experiment, das auch gehörig schief gehen kann.

Doch die Veränderung beginnt eigentlich schon weit vorher. Denn auch der Schritt in die digitale Selbständigkeit erfordert schon viel Mut. So ist Veganismus wahrscheinlich nicht die Folge des Lebens als Digitaler Nomade und auch nicht dessen Ursache. Veganismus und das Leben unterwegs sind schlicht zwei Lebensentscheidungen, die sich wunderbar ergänzen und einem ganz ähnlichen Gedanken entspringen. Dem Gedanken, auf sein Herz zu hören - und eigene, neue Wege zu gehen.

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