Warum gegen die Jagd?

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Flüchtendes RehFlüchtendes Reh
Bild: Peter Sieling (bearb.) Bildtitel: Safari in Hessen, CC-BY


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Jagd ist kein Tierschutz

Steht das Tier nicht bei idealen Sichtverhältnissen regungslos und in optimaler "Breitseite", kann der Jäger - trotz moderner Technik - keinen gezielten Herzschuss abgeben, der Voraussetzung für einen schnellen Tod wäre. Häufig trifft die Kugel den Bauchbereich, Därme quellen heraus, das Tier verendet oft erst nach Stunden. Die Nachsuche erfolgt erst nach dem Ende der Jagd (ein Jäger darf während der Treibjagd seinen Standort nicht verlassen) und erfordert neben gut ausgebildeten Schweißhunden ("Schweiß" ist in Jägersprache ein Euphemismus für "Blut") auch entsprechend motivierte Hundeführer, die bereit sind, während der oft stundenlangen Nachsuche auf das feucht-fröhliche Treiben der Kollegen zu verzichten.


Tierschützer verweisen zudem darauf, dass selbst im theoretischen Fall, dass das Tier "sofort" tot wäre, ethische Fragen unbeantwortet blieben. Kann die Gewinnung eines Genussmittels wie Fleisch - dessen Verzehr aus Sicht von Ernährungsexperten keine gesundheitlichen Vorteile hat - die mutwilligen Tötung eines Tieres ethisch rechtfertigen?

Autor:
3,5/5 Sterne (25 Bew.)
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