Was ist eigentlich Okara?

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Okara eignet sich auch als Grundzutat für vegane Bratlinge
Okara eignet sich auch als Grundzutat für vegane Bratlinge Bild: rusvaplauke, flickr.com (bearb.) Bildtitel: Okara burgers, CC-BY

Die Zutat Okara findet man vereinzelt in Lebensmittel, aber auch in manchen Rezepten für Suppen oder Bratlinge. Doch was ist Okara eigentlich?

Okara ist ein Produkt aus Sojabohnen - die Sojapülpe. Es fällt bei der Verarbeitung der Sojabohnen zu Sojamilch oder Tofu an und besteht zum größten Teil aus hochwertigem Protein, Stärke und Ballaststoffen. Außerdem gilt Okara als ein relativ guter Lieferant für "pflanzliches" Eisen in der Ernährung.


Okara sieht ein wenig ähnlich aus wie Grieß oder Hirse und ist (ähnlich wie Tofu oder Sojaschnetzel) praktisch geschmacksneutral. Daher eignet sich Okara gut als proteinreiche Suppen-Einlage oder auch als Basis für würzige, pflanzliche Aufstriche. Manche nutzen Okara auch als Grundlage für ein veganes "Rührei".

Als Nebenprodukt aus Sojabohnen ist Okara vegan.

Im Handel findet man gelegentlich Aufstriche auf Basis von Okara. Okara selbst ist allerdings bis heute kaum in Handel verfügbar.


Dabei ist die Zutat als Nebenprodukt der Tofu- und Sojamilch-Hersteller vergleichsweise günstig und zudem ernährungsphysiologisch wertvoll.

Leider haben sich die Vorteile von Okara in der Lebensmittel-Branche noch nicht allzu weit herumgesprochen. Immer noch landen große Mengen Okara in der Schweinemast, wo es von den Tieren vor allem zu Energie und Gülle umgewandelt wird.

Nur ein kleiner Bruchteil der Futter-Kalorien aus dem Okara wird zu Schweinefleisch. Dies ist einer der größten Nachteile der Tierhaltung: Die Verschwendung natürlicher Rohstoffe. Die globale Tierhaltung wandelt Unmengen an Futtermittel in ökologisch schädliche Gülle um.


Dabei könnte Okara, der "Bruder des Tofu" auch gut als Nahrungsmittel für Menschen genutzt werden. Im Internet findet man inzwischen sogar eine schöne Auswahl an Kochbüchern rund um Okara. Leider ist Okara im Handel kaum verfügbar, sodass Neugierige Menschen sie selbst herstellen können - z. B. in Verbindung mit selbst gemachter Sojamilch.

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Autor: Kilian Dreißig

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Schlagworte: Warenkunde


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