Werden Wassermelonen mit dem Flugzeug transportiert?

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Werden Wassermelonen mit dem Flugzeug transportiert ("Flugobst")?Werden Wassermelonen mit dem Flugzeug transportiert ("Flugobst")?
Bild: pixabay.com (Kombi)


Wassermelonen sind an den heißen Sommertagen eine herrliche Erfrischung. Die saftigen Früchte, die wir hierzulande im Supermarkt oder Biomarkt einkaufen können, kommen meist aus Südeuropa. Doch werden Wassermelonen eigentlich mit dem Flugzeug transportiert? Und ist das ökologisch nachhaltig?

Immer wieder findet man im Internet Hinweise, dass Wassermelonen mit dem Flugzeug transportiert werden. Als so genanntes "Flugobst" gehören Wassermelonen demnach zu den empfindlichen Obstsorten, die zu schnell verderben, als dass sie für den Transport per Schiff und LKW geeignet wären.


Doch stimmt das eigentlich? Sind Wassermelonen tatsächlich Flugobst?

Eigentlich ist es ein absurder Gedanke: Denn Wassermelonen bestehen ja weitestgehend aus Wasser. Und dieses kostbare Nass in Obstform über so viele Kilometer hinweg mit dem Flugzeug (dem wohl klimaschädlichsten Transportmittel der Welt) zu transportieren, wäre eine echte Umweltsünde.

Wir haben daher einmal bei mehreren Anbietern von Wassermelonen angefragt, darunter Lebensmittelketten wie Aldi, Edeka, Rewe und auch Biomarktketten wie Alnatura und Denn's.


Auch wenn wir bisher leider nicht von allen Super- und Biomärkten eine Antwort erhalten haben, zeigen die bisherigen Rückmeldungen aber eines: Wassermelonen, die man hierzulande kaufen kann, werden eigentlich nie mit dem Flugzeug transportiert. Praktisch immer erfolgt der Transport den Rückmeldungen zufolge mit dem LKW, manchmal auch mit Schiff oder Bahn.

Sind Wassermelonen, die also offenbar nicht zum Flugobst gehören, also ökologisch einwandfrei?




Naja... Wassermelonen sind kein regionales Obst und der Transport über weite Strecken ist daher erforderlich, wenn wir hier das leckere Obst hier vor Ort verzehren möchten. Das erzeugt Emissionen, die dem Klima schaden. Das gilt allerdings für alle Sorten von Obst und Gemüse, die nicht vor Ort angebaut werden. Je nach Entfernung mehr oder weniger.

Allerdings ist der Transport nicht der einzige Umweltfaktor bei Obst und Gemüse. Auch die Anbauweise selbst entscheidet darüber, ob eine Obst- oder Gemüsesorte ökologisch nachhaltig ist oder nicht. Bio-Gemüse kann sogar dann umweltfreundlicher sein, wenn es vom anderen Ende der Welt stammt. Einfach deshalb, weil die Kühlung vor Ort und der Anbau mit Ackergiften die Umwelt stärker belasten als der Transport mit Schiff und LKW.


Und wichtig: Bevor du dir über Wassermelonen den Kopf zerbrichst, solltest du dir einmal die katastrophalen Folgen der globalen Tierhaltung vor Augen führen.

Denn Tiere erhalten Futtermittel, oft von der anderen Seite der Erde (z. B. aus Südamerika oder China). Diese Futtermittel werden von den Tieren überwiegend zu Gülle und Wärme umgewandelt. Nur ein winziger Bruchteil wird tatsächlich zu Fleisch, Milch oder Eiern. Für ein Kilo Rindfleisch gehen damit mitunter 15 Kilo Futtermittel verloren. Futtermittel, die ebenfalls um die halbe Welt gekarrt wurden. Pro Kilo!


Wer Fleisch, Milch und Eier verzehrt, trägt zur Klimakatastrophe, zum Artensterben und damit zu den Ursachen für Völkerwanderungen und Kriege um Rohstoffe bei. Dinge, vor denen Wissenschaftler seit vielen Jahren eindringlich warnen. Und deshalb tun wir der Umwelt etwas Gutes, wenn wir auf Tierprodukte verzichten.

Sobald das geschehen ist, können wir uns der gesellschaftlichen Diskussion über Wassermelonen widmen. Lebst du bereits vegan, dann lass dir die Wassermelone einfach schmecken. Am besten gut gekühlt. Und ja, schau doch auch mal im Biomarkt, was die Region so zu bieten hat. Denn zur Hochsaison der Wassermelonen sind auch schon die Bio-Erdbeeren aus der Region reif.

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